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So schützen Sie sich vor Googles Datensammlern

20.05.2010 | 12:31 Uhr

Die Datensammel-Wut kennt keine Grenzen. Google speichert nicht nur, welche Inhalte es im Web gibt, sondern auch, welcher Anwender welche Interessen hat. Hier lesen Sie, warum das so ist – und wie Sie Ihre Spuren verwischen

Datenkrake Google – so schützen Sie sich
Vergrößern Datenkrake Google – so schützen Sie sich

Womit verdient Google eigentlich sein Geld? Das Unternehmen bietet jede Menge äußerst praktische Dienste, die meisten davon kostenlos. Sind die eher dezenten Werbelinks am rechten Fensterrand die einzige Einnahmequelle? Niemand weiß das genau – aber eins wissen wir: Google trägt jede Menge Daten über Ihr Nutzungsverhalten zusammen. Davor sollten Sie sich schützen.

Wer surft wo? Benutzerprofile sind viel wert
Google sammelt akribisch Daten und Verhaltensmuster der Kunden – und je mehr Dienste ein Anwender nutzt, umso detaillierter wird das Profil, das Google daraus erstellen könnte. Insbesondere die Werbeindustrie leckt sich nach solchen Profilen die Finger. Je mehr über einen Web-Surfer bekannt ist, desto besser kann ein Werbenetzwerk ihm Banner einblenden, die an seinen Interessen ausgerichtet sind. Und je zielgerichteter Werbung ist, desto eher nimmt ein Anwender sie wahr und klickt sie an.
Ob Google tatsächlich alle anfallenden Daten zu einer Person über alle Dienste hinweg verknüpft, weiß nur das Unternehmen selbst. Theoretisch möglich wäre es auf jeden Fall.

Mehr Privatsphäre: Sie können verhindern, dass Google Ihre Suchaktivitäten sitzungsübergreifend verknüpfen kann. Dazu stellen Sie Ihren Browser so ein, dass er Cookies beim Beenden löscht
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Identifizierung mit Cookies: So sammelt Google Infos über Sie
Wenn Sie die Google-Suche zum ersten Mal benutzen, speichert die Suchmaschine über die Cookie-Funktion von Firefox, Internet Explorer & Co. mehrere eindeutige Identifikationsnummern in Ihrem Browser. Bei allen folgenden Besuchen der Google-Suche werden diese ID-Nummern zurück an Google übertragen. Wenn Sie das Cookie nicht von Hand löschen, wird es erst nach zwei Jahren ungültig und durch ein neues ersetzt. Das bedeutet, dass Google zwei Jahre lang alle eingegebenen Suchbegriffe und Ihre sonstigen Aktivitäten bei Google-Diensten einem bestimmten PC zuordnen kann. Google wüsste also, dass Person X oft nach Kochrezepten sucht, ein Fan von Online-Rollenspielen ist, gerne auch mal erotische Bilder anguckt und häufig Restaurants in Berlin finden möchte.
Wenn der Anwender auch andere Google-Dienste nutzt, zum Beispiel Google Mail, und bei der Anmeldung korrekte Namens- und Adressdaten eingegeben hat, könnte Google den gesammelten Suchabfragen auch eine reale Person zuordnen. Ob der Suchmaschinenbetreiber so weit geht, ist nicht bekannt. Zu Googles Entlastung muss man sagen, dass fast jede große Website Cookies benutzt, um Benutzer wiederzuerkennen.

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