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Gratis-Vollversion Photodirector 4

19.04.2014 | 09:00 Uhr |

Auf der Heft-CD der Macwelt 5/2014 finden Sie die Vollversion Photodirector 4. Wir geben Tipps zu diesem Lightroom-Konkurrenten. Lesen Sie zudem, wie Sie das Heft bekommen.

Auf der Heft-CD der Macwelt 5/14 befindet sich ein wahres Schmankerl: Die Lightroom-Alternative Cyberlink Photodirector 4 Ultra als uneingeschränkte Vollversion. Das ehemals 100 Euro teure Programm bietet gute Korrekturwerkzeuge, die teilweise über die Möglichkeiten von Lightroom hinaus reichen. Insgesamt eignet sich Photodirector sehr gut für den anspruchsvolleren privaten Gebrauch, ist aber für den professionellen Einsatz nur bedingt geeignet. Einen Test von Cyberlink Photodirector 4 können Sie hier lesen . Die Nachfolgeversion von Photodirector 4 bietet übrigens auch eine HDR-Funktion, mit der man aus verschieden belichteten Aufnahmen eine Aufnahme mit hohem Dynamik-Umfang zusammensetzen kann.

Vollversion Gratis

Auf der Heft-CD der Macwelt 5/2014 finden Sie eine uneingeschränkte Vollversion von Cyberlink Photodirector 4. Sie finden das Heft am Kiosk oder können es über diesen Link bestellen.

Ein weiteres Fotografie-Schmankerl auf der CD: Die Kölner Fotografen Krolop & Gerst bringen regelmäßig eine Show mit bekannten Fotografen als Gäste, die man Live kostenlos ansehen oder danach für 20 Euro kaufen kann. Zu den Gästen zählen unter anderem Fotografen-Größen wie Eberhard Schuy, Matthias Schwaighofer, Patrick Ludolph oder Erik Bont und ganz Neu Ralph Man. Auf der Heft-CD der Macwelt 5/14 finden Sie exklusiv ein Bonus-Video mit Amanda Berens. Die Fotografin nutzt am liebsten natürliches Licht um so einen natürlichen Look zu erreichen. Und exklusiv für unsere Leser können wir einen Rabatt für die Live-Shows anbieten, näheres dazu finden Sie im Heft.


Photodirector hat sich sehr an Lightroom orientiert. Selbst die Tastaturbefehle hat Photodirector oft 1:1 von Lightroom übernommen. So wird sich jeder, der mit Lightroom vertraut ist, sehr schnell mit Photodirector vertraut machen. Gleiches gilt umgekehrt: Haben Sie sich erst mal in Photodirector eingearbeitet, dann werden Sie sehr schnell auch das Grundgerüst von Lightroom verstehen. Doch Photodirector deckt bereits sehr gut die wichtigsten Belange ab, die Sie für die Nachbearbeitung von Fotos brauchen. Besonders empfehlenswert finden wir den Bearbeiten-Bereich, der unter anderem Schritt für Schritt eine Beauty-Retusche bietet. Außerdem lässt sich wie bei Photoshop ein Bereich inhaltssensitiv füllen. Möchten Sie beispielsweise einen Baum aus dem Bild entfernen, sucht Photodirector automatisch Strukturen aus der Umgebung und füllt die Leerstelle passend auf.

Weitere Tipps zu Cyberlink Photodirector 4 Ultra:

Optimale Voreinstellungen

Die Voreinstellungen von Photodirector sind sehr übersichtlich, dennoch können Sie hier die Leistung des Programms optimieren. In der Voreinstellen „Projekt“ können Sie zunächst den Speicherort des Katalogs von Photodirector bestimmen. Wenn Sie mehrere Speicher verwenden, sollten Sie hier den schnellsten wählen, beispielsweise einen internen SSD-Speicher. In der Voreinstellung „Dateiverarbeitung“ sollten Sie die maximale Größe für den Vorschau-Cache erhöhen, wir empfehlen einen Wert um die zehn Gigabyte. Die Vorschauqualität sollten Sie mindestens auf Standard stellen, besser ist eine 1:1-Vorschau, die allerdings mehr Speicherplatz beansprucht aber eine bessere Bildbeurteilung erlaubt.

Bibliothek Verwaltung

Photodirector folgt bei seiner Fotoverwaltung der selben Logik wie Lightroom: Die Fotos werden als Vorschaubilder in eine eigene Bibliothek mit aufgenommen. Änderungen an den Fotos speichert sich Photodirector in eine eigene Bibliothek, erst beim Export der Bilder werden die Änderungen auch angewandt. Die Originalbilder bleiben unangetastet. Sie können die Fotos direkt von einer Speicherkarte importieren oder bereits auf dem Speicher vorhandene Fotos in die Photodirector-Bibliothek mit aufnehmen. Wir empfehlen, die Fotos zunächst im Finder zu organisieren und diese dann in Photodirector zu importieren.

iPhoto und Photodirector

Photodirector bietet weit bessere und vielfältigere Bearbeitungsmöglichkeiten für Fotos als iPhoto. So eignet sich Photodirector gut als Ergänzung zu iPhoto. Das Problem dabei: Beide Programme verwenden eine eigene Medienverwaltung. Wir empfehlen daher, Photodirector zum Bearbeiten der Fotos zu verwenden. Exportieren Sie konsequent die Fotos aus Photodirector und importieren Sie diese danach in iPhoto. Anderenfalls verlieren Sie schnell den Überblick über Ihre Fotos.

Zoomen

Unter Anpassen und Bearbeiten können Sie ein Lupen-Werkzeug verwenden. Dieses kann ein Bild bis zu 800 Prozent vergrößert darstellen. Ist das Lupen-Werkzeug aktiviert, können Sie per Linksklick ein Foto schrittweise vergrößern, zum Verkleinern drücken Sie die rechte Maustaste. Eine weitere Möglichkeit: Per Scrollrad der Maus lässt sich ein Foto ebenfalls vergrößern und verkleinern. Dazu halten Sie während des Scrollens die Befehl-Taste gedrückt. Der Vorteil ist, dass Sie hier nicht zum Lupen-Werkzeug wechseln müssen.

Bildkorrekturen auf andere Fotos übertragen

Wie in Lightroom können Sie auch in Photodirector Korrekturen eines Fotos auf andere übertragen, sogar mit dem selben Tastaturbefehl: Drücken Sie Umschalt-Befehl-C um die Bildeinstellungen zu kopieren. Hier können Sie ebenfalls wie in Lightroom bestimmen, welche Korrekturen Sie kopieren möchten. Zum Übertragen der Bildeinstellung auf ein anderes Foto markieren Sie das gewünschte Bild und drücken Umschalt-Befehl-V. Sie können auch mehrere Bilder auswählen und so die Einstellungen übertragen. Das funktioniert bei Photodirector in den Bereichen Bibliothek, Anpassung und Bearbeiten.

Portraits bearbeiten

Unter Bearbeiten bietet Photodirector ein besonderes Schmankerl: Denn in fünf Unterpunkten verteilt lassen sich recht intuitiv Portraits retuschieren. So können Sie Augen aufhellen, Pickel entfernen, Haut glätten und Körperteile verformen. Generell gilt: Weniger ist mehr. Damit Sie einen natürlichen Look erhalten, sollten Sie diese Funktionen sparsam einsetzen. Doch auch Glamour-Looks sind so mit wenigen Klicks möglich. Die verschiedenen Werkzeuge bieten übrigens die Option „An Kante anpassen“. Hier findet der Pinsel automatisch eine kontrastreiche Kante und ist nur bis zu diesem Bereich wirksam. Das ist besonders Hilfreich, wenn Sie beispielsweise ein Gesicht im Bereich der Haare glätten wollen. So bleiben die Haare scharf abgebildet, wenn Sie „An Kante anpassen“ aktiviert haben.

Colorkey

Im Bearbeiten-Modus können Sie sehr leicht ein sogenanntes Colorkey-Bild erzeugen, bei dem der Hintergrund Schwarz-weiß gehalten ist und das Hauptmotiv seine Farbe behält. Dazu wandeln Sie unter Effekte zunächst das Bild in Schwarzweiß um und malen im zweiten Schritt mit dem Pinsel die Farbe ins Hauptmotiv zurück. Verwenden Sie dazu am besten die Funktion „An Kante anpassen", damit der Pinsel automatisch den Übergang vom Hauptmotiv zum Hintergrund erkennt. Das klappt bei kontrastreichen Motiven, deren Hintergrund eine anderer Farbe als das Hauptmotiv besitzt, sehr gut. Nur bei sehr ähnlicher Farbtönung von Hintergrund zu Hauptmotiv ist mehr Handarbeit angesagt.

Sterne-Bewertung

Sie können ein Foto mit den Tasten 0 bis 5 mit Sternen bewerten. Auf diese Art können Sie die besten Fotos markieren und die anderen in einem späteren Schritt löschen. Leider bietet Photodirector keine Filter-Möglichkeit für die Bewertung. Daher gibt es zwei weitere Möglichkeiten, die Fotos dennoch nach Sternen zu sortieren: Wechseln Sie in die Browser-Ansicht und aktivieren den Listen-Modus. So können Sie alle Fotos nach Sterne-Wertung sortieren. Diese Sortierung bleibt auch dann bestehen, wen Sie wieder in einen anderen Anzeigemodus wechseln. Die weitere Möglichkeit bietet die „Smarte Sammlung“. Hier können Sie eine eigene Sammlung anlegen, die zu einem den Ordnernamen mit den Fotos beinhaltet sowie die Sternewertung. Bei Übereinstimmung muss „Alle“ stehen, damit auch nur die Bilder mit der gewählten Sternewertung angezeigt wird.

Virtuelle Kopie

Möchten Sie zwei verschiedene Versionen eines Fotos, beispielsweise eine Farb- und eine Schwarz-weiß-Aufnahme, dann können Sie eine virtuelle Kopie des Fotos anlegen und auf diesen den Schwarz-weiß-Effekt anwenden. Der Vorteil: Photodirector erzeugt keine echte Kopie des Fotos, sondern verweist nur auf die Original-Daten.  Eine virtuelle Kopie können Sie genau so bearbeiten wie ein Original. Per Rechtsklick auf das gewünschte Foto können Sie eine virtuelle Kopie anlegen. Haben Sie mehrere virtuelle Kopien angelegt, dann können Sie diese bequem in der Listen-Ansicht im Browser-Modus sortieren: Per Rechtsklick auf die Beschreibung der Listeneinträge können Sie den Punkt „Typ“ der Sortierliste zufügen. So können Sie per Klick auf die Spalte „Typ“ die Fotos nach Original und virtuelle Kopie sortieren.

Bildkorrekturen rückgängig machen

Sind Sie mit einer Bildkorrektur nicht zufrieden, dann können Sie diese im Bereich „Anpassung“ und „Bearbeiten“  mit Befehl-Z wieder rückgängig machen. Das ist bei mehrmaligen Wiederholen der Tastaturkombination mit mehreren Bildkorrekturen möglich. Auch der umgekehrte Weg ist möglich: Mit Umschalt-Befehl-Z können Sie rückgängig gemachte Bearbeitungsschritte wieder herstellen. Sollten Sie die Korrekturen komplett Rückgängig machen wollen, dann drücken Sie einfach Befehl-R. Eine weitere Möglichkeit: Unter Anpassung lassen sich einzelne Bearbeitungsschritte jederzeit wieder zurück setzen. Möchten Sie beispielsweise den Klarheitsregler wieder auf Null stellen, reicht ein Doppelklick auf die Schrift „Klarheit“. Dies funktioniert auch mit den anderen Einstellungen unter „Anpassen“. Jede Kategorie im Bereich Anpassung bietet zudem ein nach links zeigendes Pfeilsymbol, so lässt sich ein ganzes Set an Einstellungen wieder Rückgängig machen, beispielsweise für HDR-Effekt. Komplett zurück zum Originalbild gelangen Sie über den Zurücksetzen-Button, der sich im Anpassung-Bereich unten links befindet.

Bildeinstellung als eigene Vorgabe speichern

Im Anpassen-Bereich befindet sich im Reiter „Manuell“ unten links der Button „Erstellen“. Der Sinn dahinter: Wenn Sie einen eigenen Bildstil eingestellt haben, den Sie auch für andere Fotos verwenden möchten, dann können Sie diese Einstellungen als eigene Voreinstellen speichern. Vergeben Sie dazu eine eindeutige Beschreibung des Bildstils. Diese Vorgaben können Sie dann jederzeit auf andere Bilder anwenden, indem Sie das Foto anwählen und unter „Anpassung“ den Reiter „Vorgaben“ wählen. Unter „Meine erstellten Vorgaben“ finden Sie das vorher gespeicherte Preset. Die Vorgaben können Sie übrigens bereits beim Import von Fotos automatisch anwenden.

Export-Einstellung für alle Fälle

Photodirector speichert Änderungen nicht in das Original-Bild. Vielmehr protokolliert das Programm die Änderungen und wendet diese zunächst nur zu Voransicht auf das Vorschaubild an, das in einer eigenen Bibliothek gespeichert ist. Erst beim Export berechnet Photodirector das finale Bild. Sie können hier mehrere eigene Export-Einstellungen anlegen. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie Bilder beispielsweise Online verwenden.

Finger weg von der Diashow-Funktion

Photodirector bietet zwar auch eine Diashow-Funktion, doch diese ist im Vergleich zu iPhoto, Aperture und Lightroom sehr rudimentär.  Beispielsweise lässt sich ein Bild nicht bildschirmfüllend skalieren, auch gibt es nur drei Übergangs-Effekte. Zudem können Sie unter OS X 10.9 eine Diashow nicht mehr an die Länge der Hintergrundmusik anpassen. Wir empfehlen, die Fotos zu exportieren um in einem anderen Programm eine Diashow zu erstellen. Wenn Sie eine möglichst individuelle Gestaltungsmöglichkeit der Diashow wünschen, dann ist iMovie eine günstige Alternative zu Aperture.

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