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Probleme mit der Festplatte lösen

01.05.2008 | 14:59 Uhr |

Wenn der Mac nicht mehr auf seine interne Festplatte zugreifen kann oder Datenverlust auftrat, kommt Hilfe von außen.

Externer Versuch

Kann der Mac nicht mehr auf seine interne Platte zugreifen, kann man die Daten oft noch retten, indem man das Laufwerk in ein externes Gehäuse einbaut. Selbst wenn die Platte gar nicht mehr richtig hochfährt und beim Start einfach wieder ausgeht, kann das noch ein Softwareproblem sein. Funktioniert die Platte im Firewire-Gehäuse wieder, eventuell an einem anderen Mac angeschlossen, sollten Sie alle Daten sichern und die Platte neu partitionieren, damit neben den Verzeichnisinformationen auch die Partitionstabelle neu angelegt wird. Danach kann sie für die Installation eines frischen Systems zurück in den alten Rechner.

Port defekt

Kann der Mac eine zusätzliche neue Festplatte nicht erkennen, testen Sie sie an einem anderen. Funktioniert die Platte dort, aktualisieren Sie am ersten Rechner Mac-OS X mit einem Combo-Update, oder installieren Sie das System mit "Archivieren und Installieren" neu. Schalten Sie außerdem den Mac aus, und halten Sie beim nächsten Start Befehl-Wahltaste-P-R gedrückt, um das PRAM zu löschen. Prüfen Sie, ob die verwendete Schnittstelle überhaupt im System-Profiler angezeigt wird. Wenn nein, ist sie vermutlich defekt.

Kapazität begrenzt

Power Mac G4 Quick Silver
Vergrößern Power Mac G4 Quick Silver

Erkennt der Mac von einer neuen großen Festplatte nur 128 GB, unterstützt sein Controller oder die Bridge des benutzten Festplattengehäuses keine 48-Bit-Adressierung. Davon betroffen sind Rechner mit ATA-5-Anschluss (Ultra ATA/66) und älter, zum Beispiel Power-Mac G4 bis zur ersten Quicksilver-Generation aus dem Jahr 2002. Ab ATA-6 (Ultra ATA/100) und S-ATA entfällt die Grenze.

Daten retten

Auch von einem beschädigten Volume, das nicht mehr auf dem Schreibtisch erscheint und sich auch nicht manuell mit dem Festplatten-Dienstprogramm aktivieren lässt, können Sie mit Data Rescue II noch Daten retten . Man startet das Programm entweder von einer anderen Festplatte oder der mitgelieferten startfähigen CD, wählt unter "Expert Mode" das Problemlaufwerk aus und startet einen "Thorough Scan". Nun muss man noch eine andere Festplatte für die temporären Daten auswählen. Je nach Größe und Zustand der zu prüfenden Festplatte kann der Scanvorgang mehrere Stunden oder sogar Tage dauern. Zum Schluss sichert man die gefundenen Daten auf ein anderes Medium.

Geräuschentwicklung

Macht eine Festplatte plötzlich ungewöhnliche Geräusche, zum Beispiel ein häufiges Klicken oder laute Laufgeräusche, oder braucht sie ungewöhnlich lange zum Hochfahren, können das Vorboten eines drohenden Ausfalls sein. Machen Sie schnellstmöglich eine Sicherungskopie, und testen Sie dann die Platte, indem Sie sie mit dem Festplatten-Dienstprogramm mit Nullen überschreiben lassen oder einen Oberflächentest mit Techtool Pro durchführen. Bei neueren Platten gibt auch der SMART-Status Informationen über den Zustand. Treten gehäuft Fehler auf, ersetzen Sie die Platte umgehend.

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