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Troubleshooting-Tipps für Leopard

26.11.2008 | 12:49 Uhr |

Tipps zu System und Programmen, Finder und Hardware: Alles, was man zu Mac-OS X 10.5 Leopard wissen muss, wenn das Betriebssystem hakt.

Startet man den Mac im gesicherten Modus, überprüft er unter anderem das Festplattenverzeichnis und löscht den Schrift-Cache.
Vergrößern Startet man den Mac im gesicherten Modus, überprüft er unter anderem das Festplattenverzeichnis und löscht den Schrift-Cache.

System und Programme

Sicherer Systemstart

Startet man den Mac im gesicherten Modus, überprüft er unter anderem das Festplattenverzeichnis und löscht den Schrift-Cache.
Vergrößern Startet man den Mac im gesicherten Modus, überprüft er unter anderem das Festplattenverzeichnis und löscht den Schrift-Cache.

Beim sicheren Systemstart behebt das System automatisch im Hintergrund einige Probleme

Ein schnelles Prüfinstrument bei Problemen mit dem System und den Programmen ist der sichere Systemstart. Dazu startet man den Mac mit gedrückter Umschalttaste neu und hält sie so lange gedrückt, bis das Anmeldefenster erscheint und dort in Rot "Sicherer Systemstart" zu lesen ist. Der Start dauert länger als gewöhnlich, da das System dabei das Festplattenverzeichnis überprüft und gefundene Fehler auch gleich repariert. Außerdem lädt das System nur notwendige Systemerweiterungen (Extensions) und übergeht sämtliche Startobjekte, löscht den Schrift-Cache, in dem das Mac-OS häufig be-nötigte Zeichensätze für den schnellen Zugriff aufbewahrt, und lädt nur die Schriften, die im Systemordner liegen. Im Anmeldefenster meldet man sich nun mit Name und Passwort an und prüft anschließend, ob die Probleme weiterhin auftreten. Sind sie behoben, startet man den Mac wieder im normalen Modus und prüft erneut, ob nun alles in Ordnung ist. Manchmal reicht der sichere Systemstart aus, um das eine oder andere Fehlverhalten des Rechners zu korrigieren. Gibt es weiterhin Probleme, macht man sich an die Ursachenforschung und überprüft unter anderem die Startobjekte, die Schriften und die Plug-ins für das Kontextmenü des Finders.

Rechte reparieren

Sind die Zugriffsrechte für wichtige Systemdateien und Ordner falsch gesetzt, kann man sie mit dem Festplatten-Dienstprogramm korrigieren.
Vergrößern Sind die Zugriffsrechte für wichtige Systemdateien und Ordner falsch gesetzt, kann man sie mit dem Festplatten-Dienstprogramm korrigieren.

Falsch zugewiesene Zugriffsrechte können zu Systemproblemen führen

Bei der Installation von System-Updates und von Programmen kann es in seltenen Fällen dazu kommen, dass das Installationsprogramm die Zugriffsrechte für Ordner sowie für System- und Programmdateien nicht richtig setzt. Das hat dann zur Folge, dass das System oder ein Programm nicht mehr richtig funktionieren oder ganz die Arbeit verweigern, da sie auf wichtige Dateien nicht zugreifen können. Das Festplatten-Dienstprogramm kontrolliert und repariert die Zugriffsrechte auf dem Start-Volume eines Mac, kann dies aber nur für die Systemdateien und diejenigen Programme erledigen, die mit dem Installationsprogramm des Systems installiert wurden. Zur Prüfung aktiviert man im Festplatten-Dienstprogramm links in der Liste den Namen des StartVolumes, klickt auf den Reiter "Erste Hilfe" und dann unten im Fenster auf "Zugriffsrechte des Volumes überprüfen" beziehungsweise "Zugriffsrechte des Volumes reparieren". Ist "Details einblenden" angekreuzt, listet das Programm im Fenster außerdem die Objekte mit falschen Einstellungen auf und teilt mit, was korrigiert wurde.

Startobjekte prüfen

Gibt es Probleme nach einem System-Update, überprüft man auch die Startobjekte, die eventuell nicht mehr kompatibel zur neuen Systemversion sind.
Vergrößern Gibt es Probleme nach einem System-Update, überprüft man auch die Startobjekte, die eventuell nicht mehr kompatibel zur neuen Systemversion sind.

Nicht kompatible Systemerweiterungen finden und löschen

Eine der Reparaturmaßnahmen zur Beseitigung von Systemfehlverhalten ist die Überprüfung der Startobjekte. Das sind Programme oder Systemzusätze, die beim Rechnerstart automatisch aktiviert werden. Sie befinden sich unter "Library/StartupItems". Man entfernt die im Ordner vorhandenen Startobjekte und legt sie vorübergehend an einer anderen Stelle, etwa auf dem Schreibtisch, ab. Dann startet man den Mac neu und nimmt wieder eine Kontrolle vor. Ist das Problem behoben, testet man, welche der Erweiterungen Probleme verursachen, indem man sie einzeln zurücklegt und dann jeweils neu startet. Nicht kompatible Erweiterungen löscht man und installiert gegebenenfalls eine aktuelle Version. Die Ursache für Probleme können ebenfalls inkompatible Input-Manager sein, die beispielsweise für manche Tastaturen und Mäuse von Drittherstellern installiert werden müssen. Sie finden sich unter "Library/InputManagers". Bei ihnen geht man genauso vor wie bei den Startobjekten.

Unsichtbar machen

Normalerweise unsichtbare Ordner erscheinen im Finder

Wenn nach der Installation von Mac-OS X 10.5 auf der Festplatte Ordner und Alias-Dateien zu sehen sind, die dort sonst nicht erscheinen, wie "Volumes", "bin", "dev" oder "etc", hat das Installationsprogramm für diese Objekte versehentlich die Eigenschaft "Unsichtbar" nicht gesetzt. Auf keinen Fall darf man diese Ordner und Alias-Dateien jedoch löschen. Im Prinzip lässt sich das Problem nur durch die nochmalige Neuinstallation beheben. Man kann aber mit Hilfe des Terminals eine - ebenfalls unsichtbare - Datei anlegen, die für diese Ordner die Unsichtbarkeit herstellt. Dazu startet man das Terminal, tippt Folgendes ein, um in das Wurzelverzeichnis der Festplatte zu wechseln, und drückt die Zeilenschaltung:

cd /

Nun geht es im Terminal weiter mit nachstehender Zeile und einer Zeilenschaltung:

nano .hidden

Daraufhin öffnet sich im Terminal das Fenster des Editors Nano, und man tippt nun nacheinander die Namen der Objekte ein, die unsichtbar werden sollen, jeweils gefolgt von einer Zeilenschaltung. Zum Schluss drückt man Control-Taste-o und dann die Zeilenschaltung, um die Datei zu sichern. Mit Control-Taste-x beendet man den Editor und landet wieder im Terminal. Nun schließt man das Programm, meldet sich am Rechner ab und wieder an, und die Verzeichnisse sind ab sofort unsichtbar.

Finder stürzt ab

Kontextmenü-Erweiterung bringt den Finder zum Absturz

Stürzt der Finder nach einem System-Update ab, wenn man das Kontextmenü aufruft, ist daran vermutlich eine Erweiterung für das Kontextmenü schuld, die nicht mehr mit der neuen Version von Mac-OS X kompatibel ist. Man entfernt als Erstes alle Plug-ins aus dem Verzeichnis "Library/Contextual Menu Items" und aus dem gleichnamigen Verzeichnis im eigenen Privatordner. Dann startet man den Finder neu, indem man mit gedrückter Wahltaste auf das Symbol des Finders im Dock klickt und "Neu starten" im Kontextmenü aufruft. Danach testet man, ob das Problem weiterhin auftritt. Falls nicht, legt man eine Erweiterung nach der anderen zurück, bis man das problematische Objekt gefunden hat. Man löscht es und installiert, falls verfügbar, eine neue Version.

Testbenutzer anlegen

Mit einem neuen Benutzer lassen sich schnell Fehler prüfen

Eine schnelle Methode, um zu prüfen, ob Programmprobleme eventuell durch Programmeinstellungen, Caches und Erweiterungen im eigenen Privatordner verursacht werden, besteht darin, einen neuen Benutzer anzulegen und sich als dieser anzumelden. Treten die Probleme bei diesem Benutzer nicht auf, macht man sich auf die Suche nach defekten Programmvorgaben (Preferences), löscht die Cache-Dateien des Programms (Caches) und prüft die im Privatordner installierten Programmerweiterungen (Contextual Menu Items, InputManagers und Internet Plug-ins).

Journaling

Aus dem Journal stellt das System die Festplatte wieder her

Standardmäßig ist beim Formatieren und Partitionieren von Festplatten das Format "Mac OS Extended (Journaling)" eingestellt. Dann führt das System Buch über alle Veränderungen am Inhalt eines Volumes und kann bei einem Systemabsturz aus den Informationen im Journal den letzten funktionstüchtigen Zustand des Volumes wiederherstellen. Nach diesem Zeitpunkt erstellte Dokumente sind aber verloren. Darum ist es grundsätzlich ratsam, das Journaling für jede Festplatte zu aktivieren.

Schriften prüfen

Eine defekte Schrift kann ein Programm zum Absturz bringen, deshalb prüft man dann auch die Zeichensätze mit der Schriftsammlung.
Vergrößern Eine defekte Schrift kann ein Programm zum Absturz bringen, deshalb prüft man dann auch die Zeichensätze mit der Schriftsammlung.

Bei Programmproblemen prüft man auch die Schriften

Manche Programme reagieren empfindlich auf eine defekte Schrift. Um diese Ursache auszuschließen, untersucht man die installierten Schriften mit der Schriftsammlung. Dazu markiert man im Fenster des Programms in der Spalte "Schrift" alle Zeichensätze und ruft "Schriften überprüfen" im Kontextmenü auf. Im sich nun öffnenden Fenster wird angezeigt, ob alles in Ordnung ist oder ob ein Fehler gefunden wurde. Schriften mit Fehlern entfernt man, indem man das Ankreuzkästchen markiert und auf "Auswahl entfernen" klickt. Die Schriften landen dann im Papierkorb. Auch Schriften, die nicht in einem Schriftordner installiert sind, lassen sich analysieren. Dazu ruft man im Menü "Ablage" den Befehl "Datei überprüfen" auf und wählt im Dialogfenster eine Schrift oder einen Ordner mit Schriften aus.

Festplatten

Notfallfestplatte

Eine externe, startfähige Festplatte für Notfälle einrichten

Möchte man für Notfälle eine externe Festplatte haben, von der sich der Rechner starten lässt, kann man mit einem Shareware-Programm wie Super Duper oder Carbon Copy Cloner (beide auf der Leser-CD) eine exakte Kopie der internen Festplatte erstellen. Bei Rechnern mit PPC-Prozessoren nimmt man eine Firewire-Platte, Intel-Rechner starten auch von USB-Laufwerken. Da beide Programme es beherrschen, inkrementelle Sicherungen zu machen, lässt sich die Kopie jederzeit bequem aktualisieren. Zudem ist es sinnvoll, die externe Platte zu partitionieren und auf eine kleine Partition von etwa 10 GB eine frische Systemkopie zu installieren und - falls erforderlich - auf den aktuellen Stand zu bringen. Dann ist bei Problemen auch immer eine frische Systemkopie für den Neustart zur Hand. Des Weiteren bietet es sich an, noch eine zusätzliche, ebenfalls rund 10 GB große Partition anzulegen und den Inhalt der Installations-DVD dorthin zu übertragen. Danach lässt sich der Mac auch von dieser Partition starten, und man kann beispielsweise die nur hier verfügbaren Hilfsprogramme verwenden oder das System neu installieren. Im ersten Schritt erstellt man mit dem Festplatten-Dienstprogramm ein Disk-Image der System-DVD. Dann wechselt man zur Abteilung "Wiederherstellen", klickt auf "Image" und wählt das zuvor erstellte Disk-Image aus. Nun zieht man die Partition, die die Daten aufnehmen soll, in das Feld "Zielmedium" und markiert "Zielmedium löschen". Per Klick auf "Wiederherstellen" wird die Installations-DVD auf die Partition übertragen.

Katalog defekt

Das Dateiverzeichnis prüft man mit dem Festplatten-Dienstprogramm, oder man macht einen sicheren Systemstart, um es auch gleich reparieren zu lassen.
Vergrößern Das Dateiverzeichnis prüft man mit dem Festplatten-Dienstprogramm, oder man macht einen sicheren Systemstart, um es auch gleich reparieren zu lassen.

Ein defektes Dateiverzeichnis führt zu ernsthaften Problemen

Das Inhaltsverzeichnis eines Volumes kann durch einen Systemabsturz so in Mitleidenschaft gezogen werden, dass beispielsweise Dateien vom System nicht mehr gefunden werden. Durch das Journaling (siehe Kasten) wird das Problem zwar weitgehend vermieden, trotzdem sollte man das Verzeichnis bei Systemproblemen prüfen und reparieren lassen. Dies geschieht entweder automatisch bei einem sicheren Systemstart, oder man verwendet das Festplatten-Dienstprogramm. Dort markiert man links das Start-Volume, aktiviert "Erste Hilfe" und klickt auf "Volume überprüfen". Reparieren kann man das Volume, von dem aus der Mac gestartet ist, aber nicht, sondern man muss dazu entweder von der System-DVD oder einer anderen Festplatte starten. In seltenen Fällen kommt es vor, dass ein so gravierendes Problem besteht, dass es sich nicht mit dem Festplatten-Dienstprogramm reparieren lässt. Bei einem sicheren Systemstart schaltet sich der Mac in diesem Fall einfach aus. Nun sichert man schnellstens alle wichtigen Daten und versucht die Reparatur anschließend mit einem kommerziellen Reparaturprogramm wie Disk Warrior, Drive Genius oder Techtool Pro, oder man formatiert die Platte neu, wobei aber alle Daten gelöscht werden.

Single-User-Modus

Das Dateiverzeichnis lässt sich im Notfall auch im Single-User-Modus reparieren.
Vergrößern Das Dateiverzeichnis lässt sich im Notfall auch im Single-User-Modus reparieren.

Das Dateiverzeichnis des Start-Volumes im Single-User-Modus reparieren

Hat man keine DVD zur Hand, um das Dateiverzeichnis mit dem Festplatten-Dienstprogramm zu reparieren, und funktioniert auch der sichere Systemstart nicht, kann man es im Single-UserModus versuchen. Dazu startet man den Mac neu und hält Befehlstaste-S gedrückt, bis ein schwarzer Bildschirm mit weißer Schrift erscheint. Zum Schluss stehen "localhost:/root#" und eine blinkende Markierung, an der man Nachstehendes eintippt, gefolgt von einer Zeilenschaltung:

fsck -fy

Da die deutsche Tastaturbelegung derzeit nicht funktioniert, gibt man den Bindestrich mit der Taste "ß" ein und das Ypsilon mit der Taste "Z". Vor dem Bindestrich befindet sich ein Leerraum. Nun überprüft das System das Festplattenverzeichnis und vermeldet, sofern etwas repariert werden musste, dieses mit dem Text "*****FILE SYSTEM WAS MODIFIED*****". Anschließend steht wieder "localhost:/root#". Man gibt denselben Befehl nochmals ein, bis schließlich "The volume [Name der Festplatte] appears to be OK" angezeigt wird. Nun tippt man "reboot" ein und drückt die Zeilenschaltung. Dann startet der Rechner neu.

Laufwerk nicht erkannt

Ein externes Laufwerk erscheint nicht mehr im Finder

Wenn ein Mac ein externes Firewire- oder USB-Laufwerk nicht mehr erkennt, prüft man im ersten Schritt alle Kabelverbindungen (auch den Anschluss des Netzteils!) und versucht es, sofern verfügbar, auch mit einem anderen Kabel. Sind mehrere Laufwerke angeschlossen, prüft man sie jeweils einzeln am Firewire- beziehungsweise USB-Anschluss. Sofern der Mac mehrere Anschlüsse hat, testet man das Laufwerk mit jedem Anschluss. Erscheint das Laufwerk weiterhin nicht im Finder, schaltet man den Rechner sowie alle externen Laufwerke und Geräte aus und löst dann sämtliche Kabelverbindungen inklusive Netzkabel mit Ausnahme von Maus und Tastatur. Bei einem mobilen Mac baut man, sofern möglich, auch den Akku aus. Nun wartet man rund fünf Minuten, schließt dann das Netzkabel wieder an und baut den Akku ein. Anschließend startet man den Rechner und testet, ob das Laufwerk wieder erkannt wird. Außerdem kann man prüfen, ob das Festplatten-Dienstprogramm das Laufwerk erkennt und versucht es dann mit einer Reparatur des Dateiverzeichnisses.

DVD-Laufwerk defekt

Bei Laufwerksproblemen im Firewire-Festplattenmodus installieren

Ist das DVD-Laufwerk eines Mac defekt, soll aber wegen des Alters des Geräts nicht mehr ersetzt werden, kann man trotzdem Software von CD und DVD installieren, wenn man noch einen anderen Mac hat. Dazu schließt man die beiden Geräte per Firewire-Kabel zusammen, startet den defekten Mac neu mit gedrückter Taste "T" und hält die Taste so lange gedrückt, bis auf dem Monitor das Firewire-Symbol erscheint. Nun befindet er sich im Firewire-Festplattenmodus, und seine Festplatte erscheint wie ein externes Laufwerk auf dem anderen Mac. Auf diesem legt man die Installations-DVD oder CD ein und wählt die Festplatte als Ziel für die Installation aus.

System Management Controller zurücksetzen

Start- und Aufwachprobleme bei Intel-Macs beheben

Apple empfiehlt bei Start- und Aufwachproblemen als eine Standardmaßnahme, den System Management Controller (SMC) eines Intel-Mac zurückzusetzen. Dazu schaltet man ein Macbook oder ein Macbook Pro aus, trennt alle Kabel inklusive Netzkabel vom Rechner, baut den Akku aus und hält dann den Einschaltknopf rund fünf Sekunden lang gedrückt. Anschließend befördert man den Akku wieder an seinen Platz und startet neu. Da sich beim Macbook Air die Batterie nicht ausbauen lässt, gibt es für dieses Modell ein anderes Verfahren. Man schaltet das Macbook Air aus, schließt aber das Netzteil in diesem Fall an. Nun drückt man gleichzeitig auf der linken (!) Seite der Tastatur Wahl-, Control- und Umschalttaste zusammen mit der Einschalttaste, lässt dann alle Tasten wieder los und startet nach rund fünf Sekunden Wartezeit das Macbook Air neu. Bei einem Mac Mini, Mac Pro oder iMac schaltet man den Rechner aus, löst alle Kabel inklusive Maus, Tastatur und Stromkabel und wartet dann mindestens 15 Sekunden. Anschließend steckt man Maus, Tastatur und Stromkabel wieder an und startet den Rechner neu.

Hardware

Apple Hardware Test

Bei den aktuellen Intel-Macs - mit Ausnahme des Mac Mini - ist der "Apple Hardware Test" intern im Rechner gespeichert und lässt sich ohne DVD starten.
Vergrößern Bei den aktuellen Intel-Macs - mit Ausnahme des Mac Mini - ist der "Apple Hardware Test" intern im Rechner gespeichert und lässt sich ohne DVD starten.

Der Apple Hardware Test überprüft die interne Hardware eines Mac

Bevor man mit dem Apple Hardware Test den Mac testet, steckt man alle externen Geräte, wie Festplatten, Drucker und Digitalkameras, vom Rechner ab. Nur Maus und Tastatur sowie der Bildschirm bleiben bei einem Desktop-Mac angeschlossen. Das Testprogramm befindet sich auf der mit dem Rechner mitgelieferten Installations-DVD, nicht aber auf einer separat gekauften System-DVD. Beim Macbook Air, dem Macbook und dem Macbook Pro (ab März 2008), dem Mac Pro (ab Januar 2008) und dem iMac (ab 2007) ist das Testprogramm zudem intern im Mac gespeichert. Man kann den Test bei diesen Macs ohne die DVD durchführen. Um das Testprogramm zu starten, legt man, sofern erforderlich, die DVD ein und startet dann einen Intel-Mac mit gedrückter Taste "D", bis das Fenster zur Auswahl der Sprache auf dem Monitor erscheint. Im Fenster des Hardwaretests hat man die Wahl zwischen einem einfachen und einem ausführlichen Test. Letzterer kann je nach Speicherausstattung viel Zeit in Anspruch nehmen. Drückt man vor dem Start eines Tests die Tasten Control-L, wird der Test in einer Endlosschleife durchgeführt. Im Fenster erscheint dann der Text "Endlosschleife aktiviert". Nochmaliges Drücken von Control-L schaltet die Endlosschleife wieder aus. Einen Mac mit Power-PC-Prozessor startet man für den Hardwaretest bei eingelegter System-DVD mit gedrückter Wahltaste. Dann blendet der Startmanager auf dem Monitor Symbole für die startfähigen Systeme und für den Apple Hardware Test ein. Man markiert Letzteren und klickt auf den nach rechts weisenden Pfeil.

Hardware testen

Bei Problemen überprüft man neu eingebaute Hardware

Hat man vor dem Auftreten eines Systemproblems (Absturz, Einfrieren des Systems, Startprobleme) neue Komponenten wie Arbeitsspeicher, Erweiterungskarten oder eine Festplatte in den Mac eingebaut oder neue externe Geräte angeschlossen, entfernt man alle Bauteile wieder und steckt alle externen Geräte wieder ab. Anschließend startet man neu und prüft, ob das Systemproblem weiterhin auftritt. Ist dies nicht der Fall, baut man ein Teil nach dem anderen wieder ein, prüft es insbesondere auf korrekten Sitz und schließt auch die externen Geräte wieder an, jedes Mal gefolgt von einem Neustart. Außerdem darf man nicht vergessen, auch die Kabel der externen Geräte zu testen und es jeweils mit einem anderen Kabel zu versuchen. So lässt sich meist herausfinden, welches Bauteil oder Gerät das Problem verursacht.

Arbeitsspeicher kaputt

Defekte Speicherbausteine verhindern den Rechnerstart

Intel-Macs testen während des Startens den eingebauten Arbeitsspeicher mit dem Power On Self Test (POST). Erkennt der Test den Speicher nicht oder entspricht dieser nicht den Spezifikationen, bleibt der Bildschirm nach dem Einschalten Schwarz, nur das LED-Licht blinkt kontinuierlich im Sekundenabstand. Bei manchen iMacs ertönt stattdessen ein Warnton, der sich im Abstand von fünf Sekunden wiederholt. Besteht der Arbeitsspeicher zwar diesen Test, kann aber das System nicht auf den Speicher zugreifen, bleibt der Bildschirm Grau, und die LED-Leuchte blinkt kurz drei Mal und wiederholt das Blinken nach fünf Sekunden. Außerdem ist ein dreifacher Warnton zu hören, der sich ebenfalls wiederholt. Bei manchen iMacs blinkt die LED-Leuchte nicht, nur der Ton ist zu hören. In allen Fällen schaltet man den Rechner durch längeres Drücken der Einschalttaste aus und überprüft als Erstes die RAM-Module auf korrekten Sitz. Führt das nicht zum Erfolg, baut man alle nicht von Apple stammenden Speicherbausteine aus und testet, ob der Rechner wieder arbeitet. Auch sollte man die Module in verschiedenen Steckplätzen ausprobieren, um herauszufinden, ob eventuell ein Steckplatz defekt ist.

Sicherer Tiefschlaf

Bei Strommangel sichert das Macbook das RAM auf die Festplatte

Geht ein Macbook in den Ruhezustand, weil der Akku nicht mehr genügend Strom liefert, kann man den Rechner nicht mehr aufwecken, um noch geöffnete Dokumente zu sichern. Die Daten gehen aber nicht verloren, auch wenn man das Netzteil nicht zur Hand hat, denn das System sichert bei ungenügender Stromversorgung den Inhalt des Arbeitsspeichers zuerst auf die Festplatte und geht dann in den Tiefschlafmodus. Sofern verfügbar, lässt sich auch ein frisch geladener Akku anstelle des leeren einbauen, ohne dass die Daten verlorengehen. Steht wieder Strom per Netzteil oder durch einen frischen Akku zur Verfügung, startet man das Macbook über die Einschalttaste, woraufhin das System den letzten Zustand des Rechners aus dem auf die Festplatte gesicherten Arbeitsspeicher wiederherstellt. Auf dem Monitor erscheinen während des Starts leicht abgeblendet die zuletzt geöffneten Fenster, und ein Fortschrittssymbol wird eingeblendet, bis die Wiederherstellung abgeschlossen ist. Nun kann man an der Stelle weiter arbeiten, an der man durch den Strommangel unterbrochen wurde.

Keine Ladung

Das Batteriesymbol in der Menüleiste zeigt ein rotes "X"

Hat man ein Macbook so lange im Akkubetrieb benutzt, bis es sich selbst ausgeschaltet hat, zeigt das Batteriesymbol nach dem Start mit angeschlossenem Netzteil in der Menüleiste manchmal ein rotes "X", und die Batterie wird nicht geladen. Ursache dafür ist folgender Vorgang: Das Macbook geht zuerst in den Ruhezustand, wenn der Akku nicht mehr genügend Strom liefert. Es bleibt jedoch noch eine Reserve, um den Ruhezustand aufrecht- zuerhalten. Ist auch diese Reserve verbraucht, schaltet sich der Mac aus, sichert aber zuvor die Daten aus dem Arbeitsspeicher auf die Festplatte (Safe Sleep). Schließt man später das Macbook an das Netzteil an und startet es, zeigt das Batteriesymbol in der Symbolleiste das rote "X", solange die Stromversorgung noch nicht ausreicht, um den Akku zu laden. Das Symbol verschwindet jedoch nach etwa fünf Minuten von alleine, und die Batterie wird wieder geladen.

PRAM löschen

Den permanenten Speicher eines Mac auf die Standardwerte zurücksetzen

In manchen Fällen hilft es bei Funktionsproblemen, wie Startverweigerung, fehlender beziehungsweise falscher Bildschirmanzeige oder fehlender Tonausgabe, das Parameter-RAM (PRAM) des Mac zurückzusetzen. Das PRAM (wird alternativ auch mit "NVRAM" bezeichnet) ist ein kleiner, permanent mit Strom versorgter Speicher auf der Hauptplatine des Mac, in dem Systemeinstellungen wie die Zeitzone, die Uhrzeit, die Bildschirmauflösung oder das Start-Volume gespeichert werden. Um diesen Speicher zurückzusetzen, startet man den Rechner mit der gleichzeitig gedrückten Tastenkombination Befehl-Wahltaste-P-R und hält die Tasten so lange gedrückt, bis der Rechner nochmals startet.

Dauerlüftung

Ein hängengebliebener Druckauftrag führt zu Überhitzung

Wird ein Powerbook oder Macbook plötzlich sehr heiß, und die Lüfter laufen an, kann dies an einem hängen- gebliebenen Druckauftrag liegen. Dies passiert etwa, wenn man Druckaufträge an einen nicht mehr verfügbaren Netzdrucker geschickt hat. Dann versucht das System kontinuierlich, diese an den Drucker zu übergeben, was die Prozessoren bis zu 100 Prozent auslasten kann und dann zum geschilderten Hitzestau führt. Zur Kontrolle öffnet man die Systemeinstellung "Drucken & Faxen", markiert jeweils einen Drucker und klickt auf "Drucker-Warteliste öffnen". Im sich nun öffnenden Fenster sind alle laufenden Druckaufträge aufgelistet. Man markiert die hängengebliebenen Aufträge und löscht sie. Alternativ öffnet man das Kontextmenü eines Druckersymbols und wählt "Drucksystem zurücksetzen" aus. Mit diesem Befehl löscht man sämtliche Druckaufträge und alle Drucker, die man anschließend neu einrichtet.

Ladezustand und Ladezyklen des Akkus prüfen

Der System-Profiler zeigt den aktuellen Ladezustand der Batterie eines mobilen Mac sowie die Zahl der bisherigen Ladezyklen an.
Vergrößern Der System-Profiler zeigt den aktuellen Ladezustand der Batterie eines mobilen Mac sowie die Zahl der bisherigen Ladezyklen an.

Die Informationen zum Ladezustand der Batterie findet man im System-Profiler

Hält der Akku eines mobilen Mac nicht mehr lange durch, kann man sich im System-Profiler die noch verfügbare Ladekapazität und die Anzahl der bisherigen Ladezyklen anzeigen lassen. Man ruft das Programm mit gedrückter Wahltaste im Apple-Menü auf und klickt links in der Liste auf "Stromversorgung". Lithium-Ionen-Batterien sollten laut Apples Angaben nach rund 300 Ladezyklen noch etwa 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität erreichen. Letztere wird im System-Profiler jedoch nicht angezeigt. Hier helfen dann Utilities wie die Freeware-Programme Coconut Battery oder Battery Health Monitor (beide auf der Leser-CD), die diese Information anzeigen.

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