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Alternativen zu Facebook und Twitter

03.07.2012 | 09:23 Uhr |

Viele soziale Netze mit unterschiedlichsten Schwerpunkten bieten reizvolle Alternativen zu Facebook und Twitter. Ein Überblick.

Ohne soziale Komponente ist das Internet undenkbar geworden. Streng genommen ist schon jedes Diskussionsforum eine Art soziales Netz mit einer Benutzergruppe, die sich irgendwann kennt und durch ein gemeinsames Interesse geeint wird. Aber auch etliche weitere Anbieter sozialer Dienste treten gegen die Etablierten von Facebook über Twitter bis Linkedin oder als Ergänzungen zu diesen an. Sieht man sich unter den aufstrebenden Netzen um, wird schnell deutlich, dass sich ein großer Teil der Aktivität eher weg von Mac und PC hin zu den Smartphones verlagert. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass man unterwegs mehr erlebt, was man der Welt mitteilen will, und das Smartphone gleich noch den Ort des Geschehens erfassen und Fotos schießen kann. Letztlich kommt man angesichts der Vielfalt kaum umhin, mehrere Netze parallel zu nutzen.

Alternativen zu Facebook & Co.

1. Pinterest

Bei Pinterest ( http://pinterest.com ) geht es vor allem um Bilder. Anwender nutzen den Dienst als Pinnwand, an die sie Bilderalben zu einem Interessensgebiet heften. Andere kommentieren und beurteilen die Fotos, können sie aber auch in eigene Kollektionen aufnehmen. Auch Videos lassen sich so verbreiten. Auffallend ist das recht hohe Qualitätsniveau der so dargereichten Bilder und Filme, das das Blättern zum Vergnügen macht und Mitmacher offensichtlich anspornt. Da die Kommentare sparsam ausfallen, das Pinnen eigener wie fremder Bilder aber sehr einfach ist, definieren sich die Teilnehmer über Bilder und ihre visuellen Vorlieben. Das Konzept geht erstaunlich gut auf.

2. Foursquare

Bei Foursquare ( www.foursquare.com ) geht es um Orte: Betritt man eine Bar, ein Restaurant oder anderen öffentlichen Ort, teilt man dies dem Netz mit und hinterlässt Empfehlungen oder Fotos. So entsteht eine Landkarte der öffentlichen Orte, die nicht nur für Ortsfremde sehr nützlich sein kann. Wer am häufigsten kommt, wird Bürgermeister, und auch darüber hinaus lassen sich Auszeichnungen sammeln. Darin kann man mit seinen Freunden wetteifern, deren letzte Check-ins man sehen kann. Naturgemäß brilliert Foursquare vor allem auf Smartphones, ist aber auch im Browser nutzbar und lässt sich mit anderen Netzen wie Facebook oder Twitter verknüpfen.

3. Path

Das noch recht neue Path ( https://path.com ) ist derzeit auf iPhones und Android-Phones beschränkt, erfreut sich aber wachsender Beliebtheit. Die Intention ist, Freunde über Aufenthaltsorte und Erlebnisse auf Stand zu halten. Ein sehr interessanter Ansatz ist dabei die Beschränkung auf maximal 150 Freunde, was Jäger und Sammler fernhält und sicherstellt, dass man seine Freunde sorgfältig auswählt. Die Privatsphäre bleibt dadurch besser als in vielen anderen Netzen gewahrt, und das Niveau ist entsprechend höher.

4. Klout

Wer über soziale Netze Einfluss ausüben will, bekommt kaum heraus, ob ihm das gelingt. Klout ( http://klout.com ) ermittelt die Reichweite dessen, was man mit seinen Social-Media-Aktivitäten in Netzen wie Facebook, Twitter, Youtube, Flickr oder auch Wordpress-Blogs erreicht. Dazu wertet der Dienst Kommentare, Likes, "Retweets" und vieles mehr aus, statt sich nur auf die Zahl der Follower zu verlassen. Daraus errechnet Klout etwas nebulös einen "Score", an dem sich der Einfluss auf andere ablesen lässt. Beinahe noch spannender ist es aber, den Einfluss anderer und die Gründe dafür zu erforschen.

Weitere soziale Netze

Neben den oben präsentierten, aufstrebenden Netzwerken gibt es natürlich noch etliche weitere, die sich teils nur auf kleinere Interessengebiete beschränken. Manche, wie die ehemals mächtigen Netze Schüler VZ für Schüler oder Studi VZ für Studenten, haben ihren Zenit offensichtlich hinter sich und verlieren massiv User an weniger abgeschottete Communities wie Facebook. Manch andere, wie Apples in iTunes integriertes Ping , bei dem sich User über Musik austauschen, haben gleich nie richtig abgehoben. Wer auch nur entfernt mit Anwender-Communities zu tun hat, gibt sich gern einen "sozialen Touch", indem er wie etwa der Videokonferenzanbieter Skype an Geburtstage der Personen in der Kontaktliste erinnert.

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