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Kamera und Fotos: Zwei Apps für bessere Bilder

29.09.2015 | 10:58 Uhr |

Während die Kamera-App unter iOS 9 praktisch gleich geblieben ist, wartet die App Fotos mit neuer Ordnung auf.

Verglichen mit den immer weiter gestiegenen Fähigkeiten der Kameras in iPhone und iPad, hatte Apple über lange Zeit die Kamera-App ziemlich vernachlässigt und Apps von Fremdanbietern das Feld überlassen. Mit iOS 8 hatte Apple aber deutlich nachgelegt und den Fotografen mehr Eingriffsmöglichkeiten und Features an die Hand gegeben. Mit iOS 9 ist nun allerdings erst einmal wieder Stillstand eingetreten, wenn man davon absieht, dass die Fähigkeiten neuer iPhone- und iPad-Modelle integriert werden.

In den Einstellungen lässt sich ein praktisches Raster im Sucherbild aktivieren. Längeres Drücken auf einen Punkt sperrt Belichtung und Schärfeneinstellung
Vergrößern In den Einstellungen lässt sich ein praktisches Raster im Sucherbild aktivieren. Längeres Drücken auf einen Punkt sperrt Belichtung und Schärfeneinstellung

Manuelle Eingriffe

Die Kamera-App ist eigentlich weitgehend selbsterklärend, doch manche Features erschließen sich erst auf den zweiten Blick. Dazu gehört die Möglichkeit, mit einem Fingertipp den Punkt im Bild zu bestimmen, auf den die App die Schärfe legt und der die Belichtung bestimmt. Mit einem Schieberegler daneben lässt sich die Belichtung dann auch manuell beeinflussen. Ein längerer Fingerdruck sperrt Belichtung und Fokus, bis man auslöst oder einen anderen Punkt antippt. Ein langer Druck auf den Auslöser erzeugt Serienbilder.

Die Panoramafunktion erzeugt sehr hoch auflösende Bilddateien. Ein langer Druck auf den Auslöser schießt Serienbilder mit enormer Geschwindigkeit.
Vergrößern Die Panoramafunktion erzeugt sehr hoch auflösende Bilddateien. Ein langer Druck auf den Auslöser schießt Serienbilder mit enormer Geschwindigkeit.

Im unteren Bereich lässt sich der Aufnahmemodus bestimmen, also Foto, Video und dergleichen. Einige davon wie Slow Motion, Panoramen oder Zeitraffer sind nur auf aktuelleren iPhone- und iPad-Modellen möglich, deren Kameras und Prozessoren die nötigen Features unterstützen.

Kleine Änderungen entfalten eine große Wirkung

Eine bessere Sortierung und optimierte Blättermöglichkeiten erhöhen den Komfort der Fotos-App deutlich. Das letzte Update der Fotos-App stand ganz im Zeichen der iCloud-Fotomediathek, die Apple dann in ihrer finalen Variante erst ein wenig später nachlegte. Um Bilder sinnvoll in die Cloud verlagern zu können, musste die App deutlich mehr Bearbeitungsmöglichkeiten für Fotos dazulernen. Davon profitieren aber auch diejenigen, die weiterhin beim alten Modell bleiben und ihre Bilder lieber auf dem Rechner oder mit einem anderen Dienst sammeln möchten.

Über die Bildleiste unten lässt sich in der Fotos-App sehr bequem blättern. Selfies und Screenshots bekommen automatisch eigene Bilderalben.
Vergrößern Über die Bildleiste unten lässt sich in der Fotos-App sehr bequem blättern. Selfies und Screenshots bekommen automatisch eigene Bilderalben.

Und wer sich auf die Fotomediathek nicht einlassen möchte, kann stattdessen weiterhin den Fotostream nutzen, der die letzten 1000 Bilder per iCloud zwischen iPhone, iPad und Mac synchronisieren kann.

Diashows auf iPhone und iPad sind in iOS 9 deutlich besser gestaltet als bisher.
Vergrößern Diashows auf iPhone und iPad sind in iOS 9 deutlich besser gestaltet als bisher.

Blättern, leicht gemacht

Eine kleine Ergänzung macht die Fotos-App deutlich angenehmer zu bedienen: Sieht man sich ein Bild an, blendet die App unten einen deutlich größeren Streifen mit Vorschaubildern als bisher ein, den man mit dem Finger packen kann und mit dessen Hilfe sich deutlich schneller als bisher durch die Bilder scrollen lässt. Für mehr Übersicht sorgen von iOS 9 automatisch angelegten Bilderalben für Selfies, also mit der Frontkamera aufgenommene Fotos, und Screenshots. Deutlich aufgepeppt mit neuen Designs im Magazinstil und Musik hat Apple übrigens auch die bislang eher langweilig geratenen Diashows.

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