Das richtige Tablet

Ratgeber iPad: Mini oder Maxi?

12.12.2012 | 10:13 Uhr | Christian Möller, Christiane Stagge, Patrick Woods

Das iPad Mini ist klein, leicht und trotzdem ein vollwertiges iPad. Das iPad 4 ist die leistungsstärkere Generation des großen iPad. Lesen Sie, welches iPad für wen das Richtige ist.

Es gab in der Vergangenheit viele Gerüchte um ein Mini-Tablet von Apple, nun ist es Realität. Auf einem Ende Oktober angesetzen Special Event stellte Apple eine ganze Ladung neue Rechner vor, dann betrat Apples Marketingchef Phil Schiller erneut die Bühne: „We’ve got a little more to show you.“ Dann präsentierte er dem Publikum das lange erhoffte iPad Mini und dazu auch gleich noch die vierte Generation des iPad. Offenbar will Apple seinen Führungsanspruch im Tablet-Bereich untermauern und Amazon, Google und Co. das Fürchten lehren.

Das iPad Mini  

Im Gegensatz zu den meisten Android-Modellen, die über ein 7-Zoll-Display verfügen, ist das iPad Mini mit einem 7,9 Zoll großen Touchdisplay ausgestattet. Ganze 0,9 Zoll mehr – das klingt nach wenig, doch, auf die Fläche hochgerechnet, ist das Display 35 Prozent größer.
 
Trotz des größeren Bildschirms ist das iPad Mini insgesamt so klein, dass man es in einer Hand halten kann. Das Mini-Pad ist lediglich 7,2 Millimeter dünn und wiegt knapp über 300 Gramm. Laut Schiller ist es damit so dünn wie ein Bleistift und so leicht wie ein Block Papier.

Das Alugehäuse des schwarzen iPad Mini besitzt wie das
iPhone 5 eine matte, grafit-farbene Rückseite.
Vergrößern Das Alugehäuse des schwarzen iPad Mini besitzt wie das iPhone 5 eine matte, grafit-farbene Rückseite.
© Apple

 
Wie schon zu erwarten war, hat Apple an der Pixelanzahl des Bildschirms im Vergleich zum Ur-iPad und zum iPad 2 nichts geändert. Die Auflösung beträgt 1024 mal 768 Pixel. Das bedeutet, dass vorhandene Apps auch auf dem iPad Mini optimal dargestellt werden und nicht extra angepasst werden müssen. Das heißt aber auch, dass die Darstellung im Vergleich zum iPad 2 etwas kleiner und dadurch schwieriger lesbar ist. Die Praxis muss zeigen, wie das bei Leseratten ankommt.

Zwei Kameras  

In puncto Ausstattung geht Apple beim iPad Mini keine Kompromisse ein. Man erwartet heute zwei Kameras und bekommt auch zwei: Vorn eine Facetime-HD-Kamera und auf der Rückseite die iSight-Kamera, die Bilder mit einer Auflösung von fünf Megapixel aufnimmt und Full-HD-Videos in 1080p. Die Kamera verfügt über einen Bildstabilisator und erkennt Gesichter automatisch. Die Fotos werden automatisch mit Ortsdaten (Geotags) versehen.

Zehn Stunden Laufzeit  

Uneingeschränktes Surfvergnügen soll die lange Akkulaufzeit von zehn Stunden bieten. Das iPad Mini unterstützt den Wi-Fi-Standard 802.11n und ist optional auch mit einem LTE fähigen Mobilfunkchip erhältlich. Ähnlich wie beim iPhone 5 unterstützt auch das iPad Mini lediglich das 1800-MHz-LTE-Frequenzband, das in Deutschland derzeit nur die Telekom anbietet. Wie beim iPhone 5 kommt auch beim Mini-Tablet eine Nano-SIM-Karte zum Einsatz. Das iPad Mini lässt sich als Hotspot nutzen und unterstützt Bluetooth 4.0.
 
GPS gibt es wie üblich nur in der LTE-Version. Im Inneren des iPad Mini arbeitet wie im iPad 2 und iPhone 4S ein Dual-Core-A5-Prozessor.

Passend zum iPad Mini gibt es auch eine kleine Version des
Smart Cover in sechs Farben (39 Euro).
Vergrößern Passend zum iPad Mini gibt es auch eine kleine Version des Smart Cover in sechs Farben (39 Euro).
© Apple

Lightning-Anschluss  

Apple verabschiedet sich weiter vom 30-Pin-Dock-Connector und setzt auch beim iPad Mini auf den kleinen mit dem iPhone 5 eingeführten Lightning-Anschluss. Mit der Vorstellung des iPad Mini wird auch eine Unsicherheit im Zusammenhang mit dem neuen Lightning-Port beseitigt: Apple hat nun spezielle Adapter vorgestellt, die die Videoausgabe auf VGA und HDMI unterstützen.
 
Im Lieferumfang sind ein Lightning-auf-USB-Kabel und ein USB-Ladegerät enthalten, aber iPad üblich kein Kopfhörer. Das iPad Mini gibt es in den Farben Schwarz/Grafit und Weiß/Silber.
 
Die Rückseite ist jeweils eloxiert. Mehr Farben bieten neue PU-Smartcover (39 Euro) in Pink, Grün, Blau, Hellgrau, Dunkelgrau und Rot. Seit dem 2. November ist das iPad Mini Wi-Fi im Shop verfügbar. Die „Wi-Fi + Cellular“-Variante mit UMTS und LTE ist seit Ende November im Handel erhältlich.
 

Welches iPad soll ich kaufen?

iPad 2, Mini oder doch das iPad 4? Wir versuchen, bei der Kaufentscheidung mit gutem Rat zu unterstützen

Sie sind viel unterwegs, lesen gern und haben eine Abneigung gegen
große Taschen, Rucksäcke oder zu viel Gepäck?
 
Dann ist das iPad Mini genau Ihr Fall. Mit 300 Gramm ist es unschlagbar leicht (gut für die
Handgelenke) und dazu das flachste aller iPads. Kein anderes iPad ist so mobil.
 
Oder sind Sie eher ein Medien-Junkie: Actionspiele, Kinofilme und
ausgiebig im Web surfen?
 
Dann kommen Sie nicht am iPad 4 vorbei. Hier gibt es die maximale iPad-Leistung und dazu das knackig-scharfe Retina-Display.
 
Achten Sie eher auf den Preis und wollen ein großes Tablet für
einfache Arbeiten unterwegs?
 
Dann sollten Sie sich das iPad 2 genauer ansehen. Hier gibt es keine Superlative – aber ein gutes Tablet zum günstigen Preis.
 
Die Speicherfrage: Für Mails, Surfen und Alltags-Apps sind 16 Gigabyte ausreichend. Wollen Sie viele Apps nutzen und auch viele Fotos und Musik auf dem iPad sichern, sollte es das mittlere Modell mit 32 Gigabyte sein. Denken Sie bei einem Tablet an eine mobile Spielkonsole und Kinofilme für unterwegs, sind 64 Gigabyte ratsam.
 
Ein letzter Tipp: Mit etwas Glück könnten Sie aktuell ein günstiges Exemplar des iPad 3 im Ausverkauf ergattern. Dort erhalten Sie das exzellente Retina-Display zum möglicherweise sehr attraktiven Preis.

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