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Kein Ärger mit falschen Farben

02.12.2010 | 11:14 Uhr |

Ob Print oder Web: Die bunte Welt der Marken und Firmen-Logos ist ein fester Bestandteil der aktuellen Medienlandschaft. Dabei ist es wichtig, dass ein Logo immer gleich aussieht. Das gilt vor allem für die Farben, ist aber nicht immer einfach

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Logos sind das zentrale Element, wenn es darauf ankommt, eine Marke bekannt zu machen. Oft werden die Entwürfe über Monate bearbeitet und getestet, bevor sie ein Unternehmen frei gibt.
Vergrößern Logos sind das zentrale Element, wenn es darauf ankommt, eine Marke bekannt zu machen. Oft werden die Entwürfe über Monate bearbeitet und getestet, bevor sie ein Unternehmen frei gibt.

Unternehmens-Logos beschränken sich in der Regel auf nur wenige Farben. Insbesondere die Farbgebung großer Konzerne ist oft bis ins Detail ausgetüftelt. Daher sollen diese Farben durchgängig immer gleich aussehen. Je höher die Streuung eines solchen Markenbilds ist, desto schwieriger wird das. Farbliche Abweichungen sind so geradezu vorprogrammiert.

Wichtigster Punkt: Information

Für Grafikdesigner und Layouter beginnt das Problem mit der vorhandenen oder fehlenden Information: Wie genau ist das Blau des Lufthansa-Logos beschaffen? Wie das zugehörige Gelb? Welches Rot verwendet Indesign-Hersteller Adobe? Wie grün setzt sich das Grün von Bündnis 90/Die Grünen zusammen? Ohne genaue Information darüber, welche Farben bei der Logo- oder CI-Gestaltung zum Zug kommen, werden Print- oder Online-Abbildungen schnell zum farblichen Freestyle. Gutes Beispiel dafür sind die abgebildeten Varianten des Lufthansa-Logos - gefunden via Google-Bildersuche.

Punkt eins, um Logo-Farben möglichst farbprägnant rüberzubringen, ist das Einholen von Informationen. Geht es nur darum, eine oder mehrere Farben in Erfahrung zu bringen, kann eine zielgerichtete Google-Suche Wissenswertes zutage fördern. Mittlerweile gibt es im Web Blogs und Portale, die sich auf das Thema Corporate Design kapriziert haben. Eine Übersicht findet sich im Kasten "Infos & Hilfsquellen" sowie online in einer Tabellenübersicht mit CI-Farben ( "CI-Farben" ).

Wer allerdings für ein Unternehmen arbeitet, etwa einen Katalog für einen großen Reiseanbieter erstellt, dem reicht die Info "Pantone XY" nicht aus. Viele Unternehmen, Institutionen, Parteien und ähnliche Träger erstellen oft umfangreiche CI-Guides. Diese enthalten alle wichtigen Vorgaben für die Gestaltung des Firmenauftritts: Farben, Schriften, sonstige CI-Elemente, Richtlinien, welche Farben (nur) als Logo-Farben zum Zug kommen, welche als Flächen- oder Spotfarben, und so weiter.

Für Grafikdesigner und Layouter, die mit diesen Vorgaben umgehen müssen, sind CI-Guides eine zwiespältige Angelegenheit. Im besten Fall unterstützen und vereinfachen sie den Workflow. Oft ist die Information jedoch zu komplex, unvollständig oder chaotisch zusammengefasst. Gute Styleguides stehen auch optisch für das, was sie vermitteln sollen: ein gestalterisches System. Nachteil: Für viele Externe ist es schwierig, an derartige Informationen heranzukommen. Zwar gibt es auch Unternehmen und Institutionen, die ihre CI-Manuals offen kommunizieren, die meisten behandeln ihre CI jedoch vertraulich.

Infos und Hilfsquellen im Internet

Wer Angaben zu CI-Farben und Logos sucht, kann die entsprechende Marke einfach googlen

Zielgerichteter sucht man über folgende Adressen:

users.ncrvnet.nl/mstol/index.html

Webseite zum Thema Corporate Identity. Unter Catalogue sind Basic-Infos zu Farben und Logo zahlreicher Unternehmen zu finden. Unter Ressource gibt es Links zu weiteren Hilfsquellen und CI-Guides.

www.designtagebuch.de/wiki/corporate-design-manuals/

Deutschsprachige Designer-Webseite mit Dutzenden von Direktlinks zu Styleguides unterschiedlicher Unternehmen und Institutionen.

de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite

Die Online-Enzyklopdie Wikipedia enhält nicht nur zahlreiche Lexikoneinträge über Firmen und andere Insititutionen, sondern auch Abbildungen in unterschiedlichen Formaten und Größen. Viele Abbildungen eignen sich sogar als Druckvorlage, man sollte jedoch die Farben checken.

www.ppc-publishing.de/RAL/RAL.html

Umrechnungstabelle für RAL-Farben zu CMYK, online gestellt vom Mainzer Print-Dienstleister ppc - print & publishing complex.

www.trademarks-logos.com/

Umfangreiche Vektorgrafik-Bibliotheken mit tausenden von Firmenlogos sowie weiteren Piktogrammen in unterschiedlichen Teil-Zusammenstellungen.

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