Mac-OS X 10.6 Snow Leopard
Windows unter Mac-OS X 10.6 Snow Leopard
Wer die Apple-Lösung Boot Camp oder eine Virtualisierung für Windows am Mac nutzt, muss beim Umstieg auf Snow Leopard einiges beachten.
Viele Anwendungen, vor allem aus dem kaufmännischen Bereich, werden ausschließlich für Windows angeboten. Seit über zehn Jahren sind Lösungen auf dem Markt, die den Mac in die Lage versetzen, Windows-Programme zu nutzen. Und seit Apple Intel-Prozessoren in seine Rechner baut, ist die Performance solcher Lösungen so hoch wie noch nie. Es gibt im Wesentlichen zwei Ansätze, um Windows auf den Mac zu bekommen.
Wege zu Windows
Da wären zunächst Virtualisierungslösungen wie Parallels Desktop und VMware Fusion, die einen Windows-PC emulieren, das heißt, ihn per Software nachbilden. Apples Boot Camp macht den Mac dagegen komplett zum Windows-PC, ohne Mac-OS X im Hintergrund.
Snow Leopard vs. Windows 7
Der Finder von Mac-OS X 10.6 bietet die gewohnten Übersichtsfunktionen und soll deutlich schneller sein.
Auch das Finder-Äquivalent Explorer bietet eine Vielzahl an Ansichtsoptionen.
Mit der Taste Tabulator ruft man den Programmwechsler auf..
den auch Windows seit vielen Versionen bietet.
Viele Bildschirmhintergründe sind unter Snow Leopard vorinstalliert.
Das Auswahlfenster von Windows 7 sieht recht ähnlich aus.
Auch als Symbolübersicht kann man die Systemeinstellungen von Windows 7 aufrufen
Die Systemeinstellungen von Snow Leopard sind ähnlich aufgebaut.
Windows-Update meldet neue Systemupdates.
Updates für Snow Leopard organisiert das Tool "Softwareaktualisierung"
Die Miniprogramme von Windows 7 erinnern an das Dashboard.
Die Minianwendungen zeigen etwa Börsenkurse und das Wetter
Das Angebot an Widgets ist unter Mac-OS X 10.6 allerdings größer als bei Windows 7.
Die integrierte Hilfe von Snow Leopard basiert auf einem Browser.
Auch die Hilfe von Windows 7 nutzt Webtechnologie.
An der Oberfläche des Rechnerprogramms kann man kaum noch etwas verbessern.
Auch der Rechner von Windows 7 unterscheidet sich nur marginal
Eine funktionelle Suche ist in Windows integriert, die auch Dateiinhalte durchsucht.
Spotlight wurde für Mac-OS X 10.6 weiter verbessert und bietet mehr Optionen
iTunes dient schon lange nicht mehr nur dem Abspielen von MP3s.
Gegenüber iTunes wirkt der Media Player fast schon funktionsarm.
Verschiedene Backup-Funktionen sind integriert, auch das Systembackup auf eine externe Festplatte.
Time Machine unterscheidet sich vor allem durch die aufwendige Oberfläche von den Windows-Backupsystemen.
Mit Word Pad kann man problemlos auch längere Texte verfassen.
Für den Brief an das Finanzamt genügt auch Textedit.
Die neue Taskleiste von Windows 7 ähnelt sehr stark dem Dock von Mac-OS X.
Auch über das Dock kann man Zusatzinformationen über offene Programmfenster aufrufen.
Wie bei Quicklook kann man auch im Explorer problemlos Mediendateien abspielen.
Eine Funktion wie Expose hat Windows 7 nicht zu bieten.
Erstmals kann Mac-OS X ohne Drittsoftware auf Exchange-Server zugreifen.
Daten-Medien kann man auch ohne teure Brennsoftware beschreiben - Nero und Toast sind nur noch als Spezialisten gefragt. DVD-Authoring ist mit iDVD und Windows DVD Maker möglich.
Windows 7 bietet kein Foto-Verwaltungsprogramm wie iPhoto. Man kann Bilder aber problemlos importieren, ordnen, umbenennen und sichten.
Mit Boot Camp erlaubt Apple die Installation von Windows XP (ab Servicepack 2) und Vista auf einer separaten Partition. Wenn Sie Windows als Startsystem auswählen, übernimmt es die Kontrolle über den Mac, der sich dann wie ein normaler PC verhält. Die von Apple mitgelieferten Treiber erlauben die Nutzung vieler Mac-eigener Komponenten.
Parallels Desktop und VMware Fusion erzeugen einen virtuellen PC (die Virtual Machine, kurz VM), auf dem Windows als Betriebssystem gestartet wird. Es lassen sich sogar mehrere virtuelle PCs gleichzeitig starten. Außerdem sind beide Produkte in der Lage, ihre VMs jederzeit anzuhalten und fortzufahren oder sie zu sichern und zu klonen. So können Sie zu einem früheren Stand zurückkehren, falls mal etwas schiefgegangen ist.
Bei der Verbindung von Mac-OS X und Windows haben beide Produkte ein hohes Niveau erreicht. Windows kann nicht nur im Fenster oder Fullscreen, sondern auch unsichtbar im Hintergrund arbeiten. In diesem Fall blendet die VM den Windows-Desktop aus und zeigt die Programmfenster direkt im Finder an, sodass Mac- und Windows-Applikationen einträchtig nebeneinander arbeiten.
Umstieg von Leopard auf Snow Leopard
Während beim Umstieg von Mac-OS X 10.5 auf Snow Leopard die Sicherung und Neuinstallation der beiden Virtualisierungslösungen recht einfach ist, müssen Nutzer von Boot Camp ein paar Schritte mehr gehen. Die VM-Lösungen legen das komplette Windows-System in einer Datei ab, die sich vor dem Systemupdate per Finder-Kopie sichern lässt. Nach der Neuinstallation von Mac-OS X 10.6 muss man die aktuelle Version von VMware Fusion beziehungsweise Parallels Desktop installieren und die jeweils zugehörigen Dateien öffnen. Ein eventuelles Update der Windows-Treiber der VM-Lösungen erfolgt bei beiden Programmen dann automatisch.
Für Boot-Camp-Nutzer bieten sich zwei Wege. Wer ein Update von Leopard vornimmt, findet nach dessen Durchführung die Boot-Camp-Partition unangetastet vor. Hier ist nur die Snow-Leopard-Installations-CD einzulegen, die Treiber der neuen Boot-Camp-Version 3.0 werden automatisch geladen. Wer Snow Leopard neu installiert, startet Boot Camp und legt die Partition neu an. Dann wird Windows entweder neu aufgesetzt oder aus dem Winclone-Backup wieder eingespielt.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 1 von 7
Nächste Seite





Login über einen Foren Account
Gastposting
Gastbeiträge müssen erst freigeschaltet werden, bevor Sie auf der Seite erscheinen.