Mac-OS X Lion
Mac App Store unter Mac-OS X Lion nutzen
Unter Lion wird der App Store künftig noch mehr zur Softwarezentrale als im vorherigen System. Wir zeigen, wie Sie Apps kaufen, herunterladen und Lizenzen verwalten
Gleich zum Start von Mac-OS X Lion ist der Mac App Store fest integriert und für den Einkauf geöffnet. Eigentlich logisch, schließlich wickelte Apple diesmal sogar das Systemupdate erstmals komplett ohne DVDs, sondern nur noch per elektronischen Download ab. Das zeigt, dass der Mac App Store künftig eine noch wichtigere Rolle spielt: Er wird wie auf dem iPhone oder iPad zur Softwarezentrale - auch wenn Sie weiterhin auf dem Mac noch wie gewohnt Programme von DVD installieren können. Ans iOS erinnern auch die Erweiterungen: Per Push können Apps jetzt benachrichtigen, ohne laufen zu müssen. Und künftig ist es auch möglich, aus Apps heraus weitere Inhalte dazuzukaufen, wie Spiele-Levels, Filter, Vorlagen und vieles mehr. Selbst wenn Sie nicht in den App-Kaufrausch verfallen wollen: Neben kostenlosen Apps kümmert sich der App Store um die bequeme Installation und Suche nach Updates. So bleiben viele Programme ohne Stress aktuell - auch auf mehreren Macs. Der Download von Aktualisierungen klappt jetzt schneller: Wenn ein Update für eine App verfügbar ist, überträgt der Mac App Store unter Lion nur noch die Daten, die von der vorherigen Version abweichen. Das spart auch Bandbreite. Wir zeigen, wie Sie unter Lion im App Store stöbern, ein Konto anlegen und wie die Verwaltung von Apps funktioniert.
Gesten: Eine der wichtigsten Verbesserungen ist die umfassendere Unterstützung von Trackpadgesten. Apple trägt hier den Verkaufszahlen der Macbooks Rechnung. Wer unter Lion mit der Maus arbeitet, ist fast im Nachteil. Vieles kann man per Multitouch-Geste steuern und so mit drei oder sogar vier Fingern über die großen Trackpads wischen.
Mit diesen Gesten kann man beispielsweise zwischen Vollbildanwendungen blättern oder vom Desktop zu Dashboard wechseln.
Mission Control: Dieser eigentümliche Name steht für eine Erweiterung der Fensterübersicht Exposé. Hier sieht man nicht nur Fenster, sondern auch offene Programme und Arbeitsbereiche auf einen Blick. Mission Control kann man ebenfalls schnell per Geste aufrufen.
Launchpad: Für eingefleischte Mac-Veteranen ein glatter Affront: Eine Programmübersicht zum Durchblättern von "Apps", die von der Oberfläche des iPhone inspiriert ist. Nüchtern betrachtet ist Launchpad aber nur eine weitere Möglichkeit um Programme zu starten – und dabei nicht einmal eine schlechte.
Adressbuch: Auch das Adressbuch von Lion bekommt einen natürlicheren Anstrich, der ebenfalls ein optischer Schwenk näher zu iOS ist.
iCal: Apple Kalender hat einen neuen Anstrich bekommen und ähnelt jetzt dem iPad-Kalender sehr.
Air Drop: Eine neue, ganz einfache Methode des Dateiaustauschs. Ein Klick auf den entsprechenden Reiter im Finder sucht nach umliegenden Macs mit Lion. Die Technik nutzt eine Adhoc-WLAN-Verbindung. Dafür ist kein Router und kein Netzwerk nötig. Leider müssen alle Beteiligten aktuell ein Air-Drop-Fenster offen haben, damit man sich findet.
Air Drop: Der Versand und auch…
… das Empfangen von Dateien per Air Drop ist spielend leicht.
Mail: Apple Mailclient zeigt jetzt auch zusammenhängende Mails auf Wunsch gemeinsam an. Zudem hat sich die Oberfläche von Mail deutlich verändert.
Mail: Die Spalte mit der Postfachübersicht (hier ganz links) wird standardmäßig ausgeblendet – wohl um Platz zu sparen. Man erreicht die wichtigsten Bereiche auch über die Buttons in der Leiste darüber.
Filevault: Neu ist auch die Verschlüsselung der gesamten Festplatte. Dies sollte für mehr Sicherheit sorgen.
Sticks verschlüsseln: Unter Lion kann man jetzt auch USB-Laufwerke wie Sticks verschlüsseln.
Backups verschlüsseln: Auch die Backups via Time Machine sind jetzt mit einem Kennwort verschlüsselt.
Rettungspartition: Sollte das System einmal spinnen, kann man von einer Not-Partition booten und hat die üblichen Rettungstools zur Hand.
Versions: Dies ist eine besonders wichtige und praktische neue Funktion: eine automatische Versionierung für Dokumente. Es ähnelt in der Praxis Time Machine – nur für einzelne Dateien. So kann man alle Versionen des Dokuments in der Übersicht sehen und wiederherstellen. Anwendungen müssen dies aber unterstützen, sonst funktioniert Versions nicht.
Versions: Man sieht des Versions-Status oben im Titel der Anwendung. Dort ruft man auch das entsprechende Menü auf, um alle Versionen zu sehen, die aktuelle Version zu sperren etc. Jetzt muss man auch nicht mehr manuell speichern, bevor man ein Programm schließt. Dies kann nun automatisch geschehen, wenn das Programm dies unterstützt.
Finder: Die Seitenleiste des Finders hat sich nicht nur optisch verändert. ganz oben findet man nun eine Datenbankübersicht über alle bestimmten Dateitypen auf dem Rechner…
… wer dagegen manuell durch Laufwerke und Ordner wühlt, der muss jetzt viel scrollen. Apple hat die Übersicht über Geräte, Laufwerke und andere physische Medien ganz nach unten gelegt – bislang stand sie ganz oben.
Safari: Im Browser Safari hat Apple jetzt eine Markierungsfunktion integriert. Damit kann man Artikel ablegen, um sie später zu lesen. Hier hat sich Apple bei Drittanbietern wie "Read it later" inspirieren lassen.
Safari: Wie früher kann man immer noch per Geste vor- und zurückspringen. Jetzt ist dies jedoch bedeutend schöner und praktischer animiert: Safari schiebt volle Screenshots der entsprechenden Seite ins Bild.
Safari: Auch Safari hat jetzt einen Vollbildmodus. Dies lässt bei vielen Webseiten aber einen großen weißen Rand entstehen.
Safari: Um den Vollbildmodus zu verlassen, muss man oben die Menüleiste aufrufen und klickt rechts auf das Vollbildsymbol.
Facetime: Unter 10.6 Snow Leopard musste man Facetime noch nachkaufen, bei Lion ist es mit dabei.
Spotlight: Sehr schön – die Suche Spotlight zeigt jetzt schon eine Vorschau des Suchergebnisses, wenn man darüber fährt. Dies funktioniert nicht bei allen Dateien.
Spotlight: Eine weitere Verbesserung in Spotlight: Man kann jetzt schon suchen, während Spotlight die Festplatte noch indiziert.
Java: Apple liefert die Java-Umgebung nicht mehr mit. Wer entsprechende Programme nutzen will, muss Java nachladen und installieren. dies passiert aber automatisch.
Erst nach der Installation von Java kann man entsprechende Programme nutzen.
Nicht alles funktioniert unter Lion. Diese Systemeinstellung, die USB-Massenspeicher, die in Belkin-Router stecken, mountet, ist unter Lion ohne Funktion. Gerade Treiber, Systemerweiterungen und ähnliche Software ist anfällig, unter einem neuen System nicht mehr zu funktionieren.
PPC-Software: Mit Lion kommt das Ende von Rosetta und damit auch von alter PowerPC-Software. Nur Intel- und Universal-Programme funktionieren unter Lion.
Auch Laufwerkstreiber haben es unter Lion schwer. Weder USB 3.0-Treiber noch der NTFS-3G-Treiber, der das Windows-Dateisystem nutzen kann, funktionieren unter Lion.
Suche im Mac App Store
Top-Charts
Was im App Store am meisten gekauft wird, ist oft auch die interessanteste Software. Ein Blick auf die Lieblings-Apps der anderen lohnt sich. Klicken Sie in der Symbolleiste auf "Top Charts", um die Hitliste der Verkäufe zu sehen. In der Liste sehen sie meistgekaufte, meistgeladene (kostenlose) und umsatzstärkste Apps.
Kategorien im Mac App Store
Wenn Sie schon etwas Bestimmtes im Sinn haben, lohnt sich ein Klick auf "Categories". Sie sehen nun eine Übersicht der im App Store eingerichteten Kategorien wie "Unterhaltung" oder "Soziale Netze". Wechseln Sie in eine Kategorie, zeigt der App Store die enthaltenen Programme sowie die üblichen Listen der Top-Downloads. Über die Begriffe im Kasten "Alles auf einen Klick" können Sie jederzeit in eine andere Kategorie wechseln, ohne erst zur Übersicht zurückzugehen.
Suchfunktion im Mac App Store nutzen
Wissen Sie schon den Namen einer App? Oder suchen Sie ein Programm, mit dem Facebook besser auf dem Mac klappt? Dann ist die Suchfunktion oben links die schnellste Möglichkeit. Sie findet nicht nur Programmnamen, sondern auch -beschreibungen. Schon beim Eingeben des Begriffs erscheinen Vorschläge, den Suchvorgang starten Sie mit dem Zeilenschalter. Darauf erscheint eine Liste aller dazu passenden Apps. Über ein Menü unter dem Eingabefeld der Suche lässt sich die Sortierung verändern, zum Beispiel nach Erscheinungsdatum oder Kundenbewertung.
Apps vergleichen
Oft gibt es mehrere Apps, die Ähnliches bieten. Klicken Sie auf den Namen einer App oder deren Icon, um Details wie eine Beschreibung, Update-Infos und Abbildungen, die sich über Miniaturen auswählen lassen, einzublenden und zu vergleichen. Rechts daneben finden Sie die Systemvoraussetzungen und weitere Angaben. Gibt es vom gleichen Hersteller weitere Apps, erscheint hier auch der Kasten "Mehr Apps von?…" Unten schließen sich die Bewertungen und Rezensionen anderer Nutzer an, zur aktuellen und auf Klick auch zu älteren Versionen.
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