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Systemeinstellungen in Mac-OS X Lion

26.07.2011 | 12:35 Uhr |

Zu den wichtigsten Schritten nach der Installation gehört die Konfiguration der Systemeinstellungen. Hier können Sie die Eigenschaften von Mac-OS X konfigurieren und das Verhalten Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen

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Die Systemeinstellungen sind die Schaltzentrale des Systems. Hier können Sie Lion für die Praxis konfigurieren. Ob Aussehen der Oberfläche, Verwaltung der Hardware oder Netzwerkdienste, fast alles lässt sich hier konfigurieren. Wir erklären, welches Modul wofür zuständig ist.

Schneller Zugriff

Die Systemeinstellungen erreichen Sie am schnellsten über das Symbol im Dock oder den Eintrag im Apfelmenü. Die Einstellungsmodule sind nach der Installation in vier Kategorien unterteilt. Installieren Programme weitere Module, werden sie unter "Sonstige" gesammelt.

Läuft das Programm bereits, können Sie über das Kontextmenü des Docksymbols direkt auf jedes einzelne Modul zugreifen.

Über die integrierte Suchfunktion lässt sich innerhalb der Systemeinstellungen nach Stichworten suchen, wobei die Fundstellen in einem Menü unterhalb des Suchfelds angezeigt werden. Dazu werden alle Bereiche der Systemeinstellungen, in denen etwas gefunden wurde, mit kleinen Lichtspots hervorgehoben.

Das ist neu in Lion

Konfiguration von E-Mail, Kalender und Adressbüchern

Mission Control ersetzt und erweitert Exposé & Spaces

Sicherheit jetzt mit Privatsphäre

Ausblenden von Programmstatus im Dock

Neue Einstellungen für Gesten

Einstellung für Scrollrichtung

23 Sprachen in Voice-over

Time Machine mit Versionenunterstützung

Softwareaktualisierung listet installierte Updates

Allgemein : Unter Mac-OS X 10.6 hieß die Systemeinstellung noch "Erscheinungsbild", genau darum kümmert sie sich auch weiter unter ihrem neuen Namen. Steuerelemente, Menüs und Fenster lassen sich optional grau darstellen. Weitere Einstellungen betreffen die Funktion der Rollbalken. Sie können festlegen, dass ein einfacher Klick in einen Rollbalken ein Weiterblättern um eine Seite im Dokument zur Folge hat. Ein Doppelklick in die Titelleiste eines Dokuments legt das Fenster auf Wunsch im Dock ab. Außerdem können Sie die Zahl der benutzten Programme, Dokumente und Server bestimmen, die sich das System merken und im Apfelmenü des Finders anzeigen soll.

Darüber hinaus lässt sich festlegen, ab welcher Textgröße von 4 bis 12 Punkt die Textglättung von Lion aktiv werden soll.

Bedienungshilfen : In "Bedienungshilfen" lässt sich die Benutzung des Macs für Anwender mit eingeschränkten Seh- und Hörfähigkeiten oder motorischen Schwierigkeiten erleichtern. Man kann beispielsweise die Darstellung vergrößern, invertieren oder auf Graustufen umstellen. Außerdem lässt sich der Mac praktisch komplett per Tastatur steuern. Über "Bedienungshilfen" kann man auch Voice-over einstellen. Mithilfe der Technologie beschreibt Lion die sichtbaren Elemente von Fenstern und Menüs und liest Texte vor. Bisher verstand sich Voice-over nur auf Englisch, mit Lion stehen nun 23 Sprachen zur Verfügung, darunter auch Deutsch .

Benutzer & Gruppen: Hier finden Sie die Benutzer- und Rechteverwaltung von Mac-OS X . Sie können neue Accounts und Gruppen anlegen. Die Anmeldeoptionen, etwa die automatische Anmeldung beim Systemstart, der schnelle Benutzerwechsel oder die Startobjekte, sind ebenfalls hier zu finden.

Bluetooth : Die Bluetooth-Einstellungen sind nur sichtbar, wenn der Mac über ein entsprechendes Modul oder einen USB-Adapter verfügt. Hier können Sie die Funkverbindung und deren Statusmenü an- und ausschalten, Bluetooth-Geräte anmelden oder verwalten sowie den Datenaustausch mit diesen regeln.

CDs & DVDs : Mit diesem Modul legen Sie fest, wie das optische Laufwerk auf ein eingelegtes Speichermedium reagiert. Das System unterscheidet dabei CD- oder DVD-Rohlinge sowie bereits bespielte Musik-, Bilder- und Videoscheiben. Für jeden der fünf Typen kann man unter diversen Möglichkeiten wählen: Mac-OS X ist in der Lage, automatisch ein bestimmtes Programm oder ein Script zu starten beziehungsweise das Medium zu ignorieren.

Datum & Uhrzeit: Neben der manuellen Einstellung von Datum und Uhrzeit kann hier auch der Eintrag eines Timeservers erfolgen, von dem sich das System die aktuellen Daten aus dem Netz holen soll. Außerdem kann die gültige Zeitzone anhand von bekannten WLAN-Hotspots bestimmt werden.

Die Menüleistenuhr lässt sich auf analoge Anzeige umstellen und mit einer gesprochenen deutschen Zeitansage versehen. Bis Mac-OS X 10.6 bot sich auch hier nur die englische Sprache. Zusätzliche Sprachen werden automatisch von Apples Servern geladen.

Dock : Hier lässt sich die Größe der Docksymbole einstellen und deren automatische Vergrößerung unter dem Mauszeiger aktivieren. Außerdem kann man das Dock auch an den Seiten positionieren. Für kleine Bildschirme empfiehlt sich das automatische Ein- und Ausblenden. Neu ist die Option, die Anzeige der geöffneten Programme im Dock auszublenden, jenes kleinen blauen Punkts unter dem Programm-Icon.

Drucken & Scannen: Das Kontrollfeld " Drucken & Scannen " regelt die Anmeldung von Druckern und Scannern sowie deren gemeinsame Nutzung im Netz. Unter Snow Leopard hieß die Systemeinstellung noch "Drucken & Faxen". USB-Faxmodems und Multifunktionsgeräte mit Fax lassen sich trotz der Namensänderung weiterhin verwalten.

Energie sparen: Hier finden Sie Einstellungen zur Aktivierung des Ruhezustands für Bildschirm, Festplatte und den gesamten Rechner. Zusätzlich lässt sich der Mac per Zeitplan an-, aus- und in den Ruhezustand schalten oder nach einem Stromausfall oder "Einfrieren" automatisch neu starten. Auf mobilen Macs gibt es getrennte Einstellungen für Netz- und Batteriebetrieb zur Optimierung von Stromverbrauch oder Leistung.

Freigaben : Lion unterstützt auch in der Client-Version bereits verschiedene Serverdienste, wie zum Beispiel Filesharing via AFP und SMB. Die noch bis Mac-OS X 10.6 unterstützte FTP-Serverfunktion ist in Lion weggefallen. Weiterhin wird der Apache-Webserver hier aktiviert. Über Drucker- und Internet-Freigabe kann man anderen Benutzern lokale Drucker und eine Internet-Verbindung zur gemeinsamen Verwendung im Netz anbieten.

Die Bildschirmfreigabe gestattet die Übertragung des Bildschirminhalts auf einen anderen Mac, um diesen einfach fernzusteuern oder jemanden bei Problemen um Hilfe bitten zu können. Hier lässt sich jetzt auch eine Apple ID als Zugangsname nutzen. Mit der Möglichkeit, Apple-Events von anderen Rechnern zuzulassen, sollte man übrigens vorsichtig sein, da sich dem Mac darüber praktisch alles befehlen lässt.

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