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Systempflege: Die Top 10

01.05.2008 | 16:09 Uhr |

Die zehn wichtigsten Maßnahmen für ein sauberes und fehlerfreies System

Backup machen Die wichtigste Wartungsarbeit ist das Backup als Schutz vor Datenverlusten. Dabei bietet sich in Snow Leopard natürlich die automatische Variante per Time Machine an, aber zur Not tut es auch die manuelle Sicherung per Brennordner auf CD/DVD-Rohlingen oder die Kopie auf eine externe Platte. Bei Handarbeit besteht aber immer die Gefahr, dass man die Intervalle zu groß werden lässt.

Volume-Check Das regelmäßige Testen der Verzeichnisstrukturen mit der Funktion "Volume überprüfen" des Festplatten-Dienstprogramms stellt sicher, dass alle Laufwerke ordnungsgemäß arbeiten. Zumindest das Startvolume sollte so einmal pro Woche auf mögliche Fehler untersucht werden.

Sofort reparieren Wenn sich das System seltsam verhält oder der Volume-Check einen Fehler ausspuckt, sollten Sie nicht länger warten und sofort zur Reparatur schreiten beziehungsweise ein Backup einspielen. Ansonsten riskieren Sie, dass aus einem kleinen Anfangsfehler viele weitere Folgefehler entstehen, die irgendwann nicht mehr reparabel sind.

Platz lassen Achten Sie darauf, dass Ihr Startvolume nicht zu voll wird, da sich die virtuelle Speicherverwaltung des Systems sonst regelrecht festfahren kann. Außerdem nimmt auf einer sehr vollen Platte die Fragmentierung von Dateien schnell zu, was Plattenzugriffe bremst. Als Faustregel sollten etwa 5 bis 10 Prozent des Startvolumes, aber mindestens 5 Gigabyte frei bleiben.

Updates laden Im Interesse der Stabilität und Sicherheit des Systems sollten Sie ungefähr wöchentlich prüfen, ob wichtige Updates vorliegen. Dieser Vorgang lässt sich über die eingebaute Softwareaktualisierung automatisieren. So sollten vor allem die Security-Updates und Bugfixes für wichtige Systemkomponenten wie Time Machine oder die Airport-Software unbedingt installiert werden. Bei anderen lesen Sie die Erläuterungstexte, um ihre Dringlichkeit zu prüfen.

Viren suchen Noch sind Mac-Viren zwar kaum ein Thema, aber das kann sich schnell ändern. Sie sollten vorsichtshalber von Zeit zu Zeit einen Virenscanner wie zum Beispiel die Freeware Clamxav über die Platte laufen lassen, um sicherzugehen. Eventuell haben sich auch Dokumente mit PC-Viren eingeschlichen, die Kollegen und Bekannte mit Windows-PCs Ärger bereiten könnten.

Einstellungen prüfen Defekte Voreinstellungsdateien können unter anderem dazu führen, dass sich Programme ihre Einstellungen nicht merken können, abstürzen oder eventuell sogar überhaupt nicht mehr starten. Die Freeware Preferential Treament kann überprüfen, ob die Struktur der Plist-Dateien in "Library/Preferences" in Ordnung ist. Auch das ebenfalls kostenlose Onyx bietet eine ähnliche Testfunktion. Es reicht aber in der Regel ein monatlicher Testlauf.

Zugriffsrechte checken Das Reparieren der Zugriffsrechte auf dem Startvolume ist zwar nicht das Allheilmittel, als das es oft angepriesen wird, hat aber unter bestimmten Umständen auch zur Prävention seine Berechtigung. Zu Problemen mit den Zugriffsrechten von Systemdateien kommt es meist nach Installer-Abstürzen oder durch fehlerhafte Installations-Scripte. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt die Zugriffsrechte auch nach dem Lauf von Third-Party-Installern überprüfen.

Wartungs-Scripte starten Wenn die verschiedenen Scripte für die regelmäßige Wartung nicht wie vorgesehen in ihrem täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Rhythmus gestartet werden, wird Ihr Mac normalerweise trotzdem klaglos funktionieren. Damit die Log-Dateien für den Fall der Fehlersuche nicht zu unübersichtlich werden, können Sie dennoch gelegentlich nachhelfen und die Wartungs-Scripte wie auf Seite 20 beschrieben zumindest einmal im Monat manuell starten.

Software testen Last but not least haben wir noch einen Tipp zum Ausprobieren von unbekannter Free- und Shareware oder Betasoftware aller Art. Da man sich nie ganz sicher sein kann, ob es hier zu Problemen kommt, die dann vielleicht auch andere Daten in Mitleidenschaft ziehen, sollte man unsichere Programme lieber auf einem isolierten Testsystem ausprobieren. Zur Not reicht auch ein weiteres System auf einer eigenen Partition oder noch besser einer externen Festplatte. Auf Produktionsrechnern haben solche Programme grundsätzlich nichts verloren.

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