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iBooks und Zeitungskiosk: Lesestoff fürs iPad

18.10.2012 | 16:54 Uhr |

Auf dem iPad steht eine riesige Auswahl an Zeitungen, Magazinen und Büchern zur Verfügung und verschiedene Wege, darauf zuzugreifen. Wir zeigen, wie Sie sich unterwegs jederzeit mit Lesestoff versorgen können.

Beim Thema Lesen mit dem iPad denkt man zuerst an iBooks und die elektronischen Bücher aus dem iTunes Store, doch auch die aktuellen Ausgaben vieler Zeitungen und Zeitschriften lassen sich mit dem iPad lesen. Zum Laden brauchen Sie lediglich eine Internet-Verbindung, sodass Sie sich auch auf Reisen problemlos via iPad mit Unterhaltung und aktuellen Informationen versorgen können. Selbst im Ausland reicht ein kurzer Zugriff auf das WLAN von Hotel oder Internet-Café, um die gewohnte Zeitung zu beziehen und komfortabel auf dem iPad zu lesen.

Lesen mit iBooks

Die Standardlösung für Bücher ist natürlich iBooks. Die kostenlos von Apple angebotene App ist die Voraus­setzung für die Nutzung der E-Books aus Apples Online-Buchladen. Sie können die Bücher entweder auf dem Rechner aus dem iTunes Store kaufen und beim Synchronisieren in iBooks aufs iPad übertragen. Oder Sie greifen direkt mit der App auf dem iPad auf den Store zu. iBooks übernimmt die Verwaltung der E-Books sowie die Rolle des Readers. Neben Büchern unterstützt iBooks auch PDF-Dateien als flexibles freies und anbieterneutrales Format.

Der Zeitungskiosk

Speziell für periodisch erscheinende Leseprodukte hat Apple seit iOS 5 den Zeitungskiosk eingeführt. Diese mitgelieferte App ist eigentlich ein spezieller Ordner, der daran angepasste Apps für Zeitungen und Zeitschriften aufnimmt. Diese werden ebenfalls im iTunes Store gekauft und dann über den Zeitungskiosk genutzt. Dazu gehört auch eine zentrale Verwaltung der über In-App-Käufe abgeschlossenen Abos und die Information über neue Ausgaben in der Mitteilungszentrale des iOS.

Je nach Medium können Sie einzelne Ausgaben kaufen oder Abos mit unterschiedlichen Laufzeiten abschließen. So lassen sich zum Beispiel viele Tageszeitungen ganz bequem per iPad beziehen. Zu den Pionieren auf dem iPad gehört Die Welt mit einer gelungenen, speziell für die iPad-Ausgabe entwickelten Oberfläche, die sich für 30 Tage, drei Monate oder ein Jahr beziehen lässt. Ein Vorteil der digitalen Ausgabe ist die Möglichkeit, interaktive Inhalte einzubinden. Dies zeigt die ebenfalls vom Springer Verlag produzierte Auto Bild sehr schön. Sie bietet Audio- und Videoinhalte und erlaubt, Bilder durch Antippen zu verändern, zum Beispiel die Farbe oder Ansicht eines gezeigten Autos. Auch die iPadWelt steht Ihnen natürlich im Zeitungskiosk zur Verfügung – für 6,99 Euro pro Heft. Sie bietet zum Beispiel weiterführende Links ins Web.

E-Books

Die elektronischen Versionen von Büchern, Zeitungen und Zeitschriften lassen sich praktisch überall mit dem iPad laden und lesen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man jederzeit Zugriff auf sein komplettes Archiv hat. Außerdem können sie im Gegensatz zur gedruckten Version auch aktive Links auf Webinhalte sowie Audio- und Videobeiträge enthalten.

Einige Publikationen sind nur mit der zum Kauf benutzten Apple-ID oder einer Mail-Adresse verknüpft und lassen sich nach deren Eingabe auch auf weiteren Geräten laden, bei anderen ist die Zahl der Downloads begrenzt. Hierfür gibt es keine einheitliche Regelung.

Außerhalb des Kiosks

Einige Verlage haben ihre Angebote (noch) nicht in den Zeitungskiosk integriert. Sie erscheinen dann wie alle anderen Apps irgendwo auf dem iPad. Hierzu gehören zum Beispiel die beliebten Nachrichtenmagazine Der Spiegel und Stern. Sie verzichten auf die Systemintegration des Zeitungskiosks, sind aber trotzdem komfortabel nutzbar.

Ein weiterer eigenständiger Vertriebsweg ist der konventionelle Download als PDF. Dann laden Sie die Ausgabe einfach in Safari und importieren sie über „Öffnen mit“ in iBooks, um sie dort zu lesen. Oder Sie laden die Ausgabe am Rechner und synchronisieren sie bei Bedarf zwischen iTunes und iBooks.

Es gibt auch Mischformen der genannten Methoden. So können Sie zum Beispiel zum gedruckten Spiegel auch eine PDF-Version abonnieren. Oder Sie geben in der App auf dem iPad Ihre Daten des Printabos ein und erhalten dann kostenlos die digitale Ausgabe dazu. So kann einer zu Hause in Papierform lesen und der Partner auf der Bahnfahrt ins Büro auf dem iPad. Das klappt zum Beispiel beim Stern oder dem HamburgerAbendblatt .

Amazon Kindle

Eine Alternative zu Büchern aus dem iTunes Store sind E-Books für Amazons Kindle-Geräte. Diese lassen sich nämlich auch mit der kostenlosen Kindle-App für iPad und iPhone nutzen. Der Einkauf funktioniert hier nicht über iTunes und Apple-ID, sondern über ein Amazon-Konto. Die Bücher werden über die Webseite ausgesucht und gekauft. Anschließend startet man die Kindle-App, gibt seine Kontodaten ein, und schon kann man alle hierüber gekauften E-Books sehen und laden. Die App dient gleichzeitig als komfortabler Reader, auch parallel zu einem echten Kindle. Dazu gibt es bei Amazon öfter günstige oder sogar kostenlose Angebote.

Print vs. iPad

Einige E-Publikationen nutzen das Originallayout der Printausgabe, andere wie der Spiegel setzen zur Beschleunigung schlankere Formate ein oder eine spezielle Oberfläche zur Navigation (Die Welt, Hamburger Abendblatt). Hier hilft nur – wie am richtigen Kiosk – Zeitungen und Zeitschriften auszuprobieren, bis man den richtigen Mix aus Inhalt und Lesbarkeit findet. Dabei helfen Kurzabos und kostenlose Leseproben.

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