OS X Lion
Manueller Datentransport zum Mac
Der komplette Umzug per Migrationsassistent ist bequem, aber nicht immer die beste Wahl. Kopiert man manuell, behält man die Kontrolle darüber, was übertragen wird, und kann schon beim Kopieren eine gewisse Vorauswahl treffen. Das ist genau wie beim Umzug in eine neue Wohnung. Das alte Gerümpel vom Dachboden, kann zum großen Teil einfach in den Müll. Auf dem Rechner sieht es oft entsprechend aus. Hier liegen längst vergessene Archive mit alter Shareware und Dokumenten, die man mittlerweile gar nicht mehr öffnen könnte geschweige denn noch braucht.
Manueller Datentransport zum Mac
Für den Transport vom Windows-PC zum Mac empfehlen sich externe Speichermedien, möglichst eine externe USB-Festplatte. Die formatiert man am besten im FAT-Format, das sich unter beiden Systemen ohne Einschränkungen lesen und schreiben lässt. Alternativ tun es natürlich auch ein USB-Stick oder ein paar gebrannte DVDs. Die Festplatte hat aber den Vorteil, auf jeden Fall genug Platz zu bieten. Außerdem werden einem USB-Laufwerke in den Angeboten der einschlägigen Märkte schon fast nachgeworfen.
Eine 1-TB-Festplatte bekommt man im ordentlichen USB-Gehäuse schon für 50 bis 60 Euro. Da tut es kaum weh, die Festplatte nach erfolgreicher Übertragung der wichtigen Daten einfach als Backup des PCs in den Schrank zu stellen. Oder man wählt eine etwas teurere 2,5-Zoll-Platte, die ohne eigene Stromversorgung auskommt und dadurch auch weiterhin prima für den Datentransport genutzt werden kann.
Vorhandene Daten am PC vorbereiten
Bei Kontakten, Terminen, Bookmarks, Fotos und anderen Dokumenten muss man darauf achten, sie in ein Format zu bringen, dass man am Mac öffnen kann. Das erledigt man am besten schon auf dem Windows-PC. Hierzu geben wir im Folgenden diverse Tipps für Formate und geeignete Standardanwendungen. Welches Programm auf dem Mac die beste Wahl ist, hängt oft davon ab, ob man die Daten zukünftig nur noch am Mac nutzen oder ob man sie auch weiterhin mit Windows-Anwendern austauschen will.
Pages, Numbers und Keynote verwenden
Apples iWork-Suite ist auf dem Mac immer eine gute Wahl. Die Bedienung erfordert zwar eine große Umstellung, wenn man vorher mit Microsoft Office gearbeitet hat, dafür nutzen die Apps bereits neue Lion-Funktionen wie das praktische Autosave mit Versionsverwaltung und den Vollbildmodus. Die iWork-Apps können nicht zu komplexe Office-Dokumente öffnen. Beim Speichern wird allerdings nur Office 97/98 unterstützt, zudem kann man Fremdformate nur als Kopie exportieren, was auf Dauer den Workflow stört. Die iWork-Programme sind im App Store einzeln für je 16 Euro erhältlich. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Apple auch Apps für iPhone und iPad anbietet. Sie nutzen das gleiche Format und können demnächst per iCloud synchronisiert werden.
Microsoft Office - das Original
Das Office-Paket von Microsoft ist in fast identischer Form für Windows und OS X erhältlich, das heißt, Office-Nutzer können nach dem Wechsel wie gewohnt weiterarbeiten. Der Dateiaustausch ist kaum eingeschränkt, sodass man auch als Mac-Anwender komplexe Dokumente mit Windows-Usern zusammen bearbeiten kann. Die Home-&-Student-Version von Office 2011, die man für nicht kommerzielle Arbeiten nutzen darf, ist mit einem Straßenpreis von unter 100 Euro durchaus erschwinglich. Zum Ausprobieren gibt es eine 30-Tage-Demo.
Openoffice, die freie Alternative
Eine freie Alternative zu iWork und MS Office ist die leistungsfähige Suite von
Openoffice.org. Sie kennt zwar eigene (freie) Dateiformate, besitzt aber auch eine sehr weitgehende Kompatibilität zu MS Office 97/98. Die neueren Office-Dokumente lassen sich zumindest lesen. Auch dabei unterstützt Openoffice deutlich mehr Funktionen als iWork. Da die Suite kostenlos erhältlich ist, ist sie auch eine prima Ergänzung zu iWork, wenn man öfter Office-Dokumente erhält oder an andere weitergeben muss.
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