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Mit dem iPad und iPhone auf Haus und Baby aufpassen

02.05.2013 | 13:28 Uhr |

Philips Insight HD-Babyphone lässt sich nicht nur zur Überwachung der lieben Kleinen nutzen. Gesteuert vom iPad, erlaubt die Lösung dem Benutzer auch, Haus und Hof im Blick zu behalten

Systeme zur Heimautomatisierung und -überwachung mit Steuerung über Tablet-PC oder Smartphone sind eines der Top-Themen dieses Jahres. Apple hat den Trend natürlich auch erkannt und bietet im Apple Store unter „ App-fähiges Zubehör “ einen eigenen Bereich für Apps, die mit externer Hardware direkt kommunizieren.

Philips ist hier mit zwei Kamerasystemen zur Überwachung vertreten, dem Insight Wireless Home Monitor (130 Euro) und dem Insight Drahtloses HD-Babyphon (170 Euro). Beide Systeme lassen sich natürlich zur Heimüberwachung einsetzen, das teurere Modell bietet eine höhere Auflösung sowie zusätzliche Funktionen – Philips vermarktet es als Babyphone und damit als Nachfolger der seit den 1980er-Jahren verbreiteten Funküberwacher.

Philips Insight HD-Babyphon erlaubt nicht nur die Überwachung Ihrer kleinen Kinder, sondern auch von Heim und Firma.
Vergrößern Philips Insight HD-Babyphon erlaubt nicht nur die Überwachung Ihrer kleinen Kinder, sondern auch von Heim und Firma.
© Philips

Babymonitor de luxe

Während das einfachere Modell von Philips lediglich eine VGA-Auflösung (640 mal 480 Pixel) bietet und automatische Aufnahmen bei Bewegungs- oder Geräuscherkennung startet, bietet das HD-Babyphon HD-Auflösung (720p) und verfügt über einen zusätzlichen Sensor für die Erfassung der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit.

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Einrichtung und Netzwerk

WLAN-fähige Kameraüberwachung gibt es schon lange Zeit, das Problem war und ist in den meisten Fällen das Setup, bei dem der Benutzer die Kamera in das lokale WLAN-Netzwerk integrieren muss. Philips geht bei beiden Systemen einen Weg, der das deutlich vereinfacht – zumindest theoretisch. Nach Anschluss und Positionierung der Insight-Kamera laden Sie die kostenlose App Insight (für iPad und iPhone) und starten sie. Zunächst ist ein kostenloser Account bei Philips einzurichten.

Nach der Einrichtung legen Sie über die Einstellung fest, bei welchen Werten ein Alarm ausgelöst und die Videoaufzeichnung begonnen wird (Bild oben). Warnmeldungen kann man in der App aufrufen.
Vergrößern Nach der Einrichtung legen Sie über die Einstellung fest, bei welchen Werten ein Alarm ausgelöst und die Videoaufzeichnung begonnen wird (Bild oben). Warnmeldungen kann man in der App aufrufen.

Um dem Benutzer die umständliche WLAN-Konfiguration zu ersparen, hat Philips einen pfiffigen Weg gewählt. Nach dem Einschalten funkt das HD-Babyphone über das integrierte Wi-Fi-Modul in einem anderen WLAN-Netz. Zur automatischen Einrichtung wählen Sie in der App die Option „Neuen Monitor einrichten“. Im nächsten Schritt ist das Passwort Ihres WLAN-Netzwerks einzutragen, den Namen des Netzwerks hat die App aus Ihrer WLAN-Einstellung automatisch übernommen. Hier ist eines zu beachten: Moderne Dualband-Router funken gleichzeitig im 2,4- und im 5-Gigahertz-Band. Nutzt das iPad das 5-Gigahertz-Band, schalten Sie es zur Erstkonfiguration auf das 2,4-Gigahertz-Band um. Die App Insight erzeugt nämlich einen QR-Code auf dem iPad-Display mit Ihren WLAN-Daten, die an das Kamerasystem übergeben werden. Die Philips-Lösung nutzt wie alle anderen Systeme ihrer Art auch nur ein 2,4-Gigahertz-WLAN-Modul.

In der Praxis gelang uns die Konfiguration der Kamera, gelegentlich bedarf es einiger Versuche, bis die Verbindung von HD-Babyphon und WLAN-Netz steht.

Philips-Cloud und Dropbox

Um das System nutzen zu können, betreibt Philips wie viele andere Hersteller von Überwachungs-Hardware ein eigenes Cloud-System, mit dem die Überwachungskamera über Ihren Internet-Zugang verbunden ist. Das Konstrukt ist notwendig, damit etwa Statusmeldungen, Bewegungsalarm und Bilder der Kamera auch bei einer UMTS-/LTE-Verbindung unterwegs auf Ihrem iPad landen. Dazu unterstützt Insight natürlich Mitteilungen in iOS.

Da das System nicht nur Bewegungen, Geräusche und Temperatur erkennt und Meldungen abschicken kann, sondern auch Fotos und Videosequenzen aufzeichnet, hat Philips Dropbox als Partner für die Lagerung der Aufzeichnungen gewählt – Sie müssen einen kostenlosen Dropbox-Account nutzen, um die Speicherfunktion einzusetzen.

Konfiguration

Insight HD-Babyphon verfügt über einen Audio- und einen Bewegungssensor sowie einen Lautsprecher im Gerät, über ein kurzes Kabel ist ein Sensor für die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit angebracht. Der Sensor bietet auch dem mitgelieferten Netzteil den Anschluss.

Die Insight-App bietet auch Liveüberwachung per Streaming, dazu die manuelle Videoaufnahme (im Bild). Tippen Sie das Mikrofonsymbol unten an, lässt sich Ihre beruhigende Stimme übertragen.
Vergrößern Die Insight-App bietet auch Liveüberwachung per Streaming, dazu die manuelle Videoaufnahme (im Bild). Tippen Sie das Mikrofonsymbol unten an, lässt sich Ihre beruhigende Stimme übertragen.

Die Funktionen des Systems werden komplett über die App gesteuert, etwa Bewegungs- und Geräuschmelder. Je nach Einstellung reicht dann die kleinste Bewegung oder ein leises Geräusch im überwachten Bereich, um die Videoaufnahme zu starten. Der Benutzer wird per Push-Mitteilung sofort informiert, aufgenommene Videos speichert das Insight HD-Babyphon im Dropbox-Volume des Benutzers. HD-Babyphon bietet auch eine recht ordentliche Nachtsichtfunktion, bei der allerdings keine Bewegungserkennung erfolgt.

Im Gegensatz zum einfacheren Insight Heimmonitor kann das System Push-Mitteilungen auch versenden, wenn eine von Ihnen bestimmte Raumtemperatur unter- oder überschritten wird. Über den integrierten Lautsprecher in der Kamera können Sie auf die lieben Kleinen auch aus der Ferne beruhigend einreden, Sie sind ja live verbunden.

Wunsch an Philips

Die Lösung überzeugt im Betrieb, dennoch ist „noch Luft nach oben“. Als Nachteil empfinden wir etwa den Preis für den In-App-Kauf der Pro-Version (22 Euro pro Jahr). Sie bietet längere Zeitintervalle (zwei Stunden statt fünf Minuten) beim Betrachten des Live-Videostreams unterwegs, speichert mehr Warnmeldungen und mehr. Der Verbindungsaufbau von unterwegs über WLAN oder UMTS/LTE dauert relativ lange, Push-Mitteilungen benötigen oft einige Minuten, bis sie das iPad oder iPhone erreichen. Hier wäre eine kürzere Reaktionszeit wünschenswert. Der guten Lösung stünde auch ein Aufpeppen der App-Optik gut zu Gesicht, hier ist Philips gefordert.

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