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Mit dem iPad zu Hause einkaufen

26.04.2013 | 14:21 Uhr |

Es gibt gute Argumente für den Einkauf im Internet. Das gilt auch für Lebensmittel. Wir stellen verschiedene Online-Supermärkte vor und geben Tipps für den bequemen Einkauf von zu Hause

Wenn es im Kühlschrank mal wieder fast nur noch Senf und Licht gibt, wird es Zeit, einkaufen zu gehen. Wer gerade nicht aus dem Haus kann oder sich den Weg sparen will, hat auch die Möglichkeit, das ohne Kassenschlange bequem vom Sofa aus mit dem iPad zu erledigen. Schließlich gibt es nicht nur Bücher und Elektrowaren im Internet zu kaufen, sondern auch Lebensmittel, vom einfachen Joghurt bis zum kompletten Wocheneinkauf. Auch der Wein zum Geburtstagsdinner oder ausgefallene Spirituosen für danach sind kein Problem.

Startschwierigkeiten

Während der Verkauf über das Internet in vielen Bereichen boomt, sind Lebensmittel in dieser Hinsicht offenbar ein schwieriges Pflaster. Der Markt will einfach nicht so recht in Gang kommen. Lagerhaltung und Transport sind für Frischware, die oft in kleinen Mengen verkauft wird und dabei auch noch gekühlt werden muss, eine echte Herausforderung. Discounter-Preise sind damit nicht zu erreichen. Das passt auch nicht zur „Billig billig“-Mentalität, die bei Kunden im Internet oft anzutreffen ist.

An den Problemen sind bereits einige zunächst vielversprechend wirkende Start-ups gescheitert. Froodies musste Insolvenz anmelden, Supermarkt.de hat ebenfalls den Betrieb eingestellt, und der Feinkost-Spezi Gourmondo.de gehört inzwischen zum Mitbewerber Lebensmittel.de . Selbst Branchengröße Kaiser’s Tengelmann testet mit Die Bringmeister nur vorsichtig regional in Berlin, Düsseldorf und München.

Lebensmittel.de hat ein ähnlich großes Sortiment wie Mytime. Auch hier kann man den kompletten Wocheneinkauf erledigen. Größere Getränkelieferungen werden wegen eines Versandzuschlags ab 25 kg Liefergewicht etwas teurer.
Vergrößern Lebensmittel.de hat ein ähnlich großes Sortiment wie Mytime. Auch hier kann man den kompletten Wocheneinkauf erledigen. Größere Getränkelieferungen werden wegen eines Versandzuschlags ab 25 kg Liefergewicht etwas teurer.

Lebensmittel aus dem Netz
Bundesweit im Rennen sind neben Lebensmittel.de auch der Anbieter Allyouneed.com , bei dem die Deutsche Post DHL nach Weggang eines der Gründer eingestiegen ist, und Mytime.de , das zur Bünting Unternehmensgruppe gehört. Außerdem ist die Edeka Gruppe mit verschiedenen Angeboten sehr aktiv im Online-Handel. Große Partner oder Mutterkonzerne stellen zumindest sicher, dass den Anbietern finanziell nicht so schnell die Luft ausgeht.

Bei Mytime kann man sich komplett mit Lebensmitteln versorgen. Der Shop bietet praktisch alles, was man auch im Supermarkt findet. Für die Kühlgutboxen wird ein Pfandsystem verwendet.
Vergrößern Bei Mytime kann man sich komplett mit Lebensmitteln versorgen. Der Shop bietet praktisch alles, was man auch im Supermarkt findet. Für die Kühlgutboxen wird ein Pfandsystem verwendet.

Als Quereinsteiger im Lebensmittelbereich baut auch Amazon.de sein Sortiment entsprechend aus. Neben eigenen Angeboten nutzen viele kleinere Firmen im Marketplace die Plattform des Internet-Riesen zum Verkauf. Die Sortimente sind aber im Vergleich zu den echten Lebensmittelanbietern deutlich kleiner.

Lebensmittel bei Amazon

Der Lebensmittelbereich des großen Internet-Versandhändlers befindet sich derzeit noch in der Testphase und kann vom Umfang daher noch nicht mit den großen Shops mithalten. Den Gang zum Supermarkt kann Amazon noch nicht ersetzen. Auf Kühlprodukte muss man hier zum Beispiel komplett verzichten, dafür ist die Bestellung relativ günstig. Ab 20 Euro bekommt man seine Bestellung versandkostenfrei ins Haus geliefert. Diverse Marketplace-Anbieter ergänzen das Angebot.


Einkaufen mit dem iPad
Während Amazon und Edeka speziell für das iPad optimierte Apps als Zugang zu ihren Internet-Shops anbieten, verzichten Allyouneed, Lebensmittel.de und Mytime darauf. Das iPad-Display ist zwar groß genug, um die normale Website problemlos zu nutzen, trotzdem sind die iPad-Apps ein guter Service. Mit ihnen kommt man meist schneller zum Ziel, da zum Beispiel weniger Hintergründe und Werbung geladen werden. Menüs und andere Shopelemente liegen bereits lokal vor, wodurch Wartezeiten reduziert werden und der Shop einfach flüssiger reagiert. Die Apps machen das Einkaufen schlicht und einfach etwas komfortabler.

Das Angebot von Allyouneed ist zwar noch etwas kleiner, aber der Online-Shop ist dennoch sehr gut sortiert. Eine coole Idee ist der intelligente Einkaufszettel, der bevorzugte Produkte lernt und sich automatisch mit einer iPhone-App abgleichen kann.
Vergrößern Das Angebot von Allyouneed ist zwar noch etwas kleiner, aber der Online-Shop ist dennoch sehr gut sortiert. Eine coole Idee ist der intelligente Einkaufszettel, der bevorzugte Produkte lernt und sich automatisch mit einer iPhone-App abgleichen kann.

Wer auch gelegentlich mit dem iPhone oder einem iPod Touch einkaufen will, ist dagegen fast schon auf eine für das kleinere Display optimierte Darstellung angewiesen. Hierfür bieten alle Anbieter bis auf Lebensmittel.de eine passende App zur Unterstützung des Anwenders beim Einkaufen an.

Einkaufszettel-Sharing

Eine coole Ergänzung zum Internet-Einkauf, die sich aber auch ganz konventionell im Supermarkt nutzen lässt, ist die App Buy Me a Pie (2,69 Euro). Sie erlaubt das Anlegen eines Einkaufszettels, wobei man die gewünschten Produkte einfach in einer Liste ankreuzen kann, die wahlweise alphabetisch oder nach farblich markierten Rubriken sortiert wird. Der eigentliche Clou ist aber der Abgleich zwischen mehreren Geräten über den Server des Anbieters. So können Familien, WGs oder andere Gruppen komfortabel einen gemeinsamen Einkaufszettel führen. Die App funktioniert sowohl auf dem iPad als auch auf dem iPhone.

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