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QR-Codes am iPhone nutzen

20.05.2011 | 13:39 Uhr |

Die Barcodes sind im Kommen. Wir zeigen, wie Sie die in den Codes versteckten Texte, Adressen, URLs oder Geolocations nutzen

QR-Code Macwelt
Vergrößern QR-Code Macwelt

Die Strichcodes auf Lebensmitteln sind inzwischen Alltag. Mehr und mehr finden sich auf Plakaten oder in Zeitschriften auch quadratische Codes mit wirren Mustern. Die 1994 für die japanische Autozulieferindustrie entwickelten QR-Codes (englisch für "Quick Response", "schnelle Antwort") bringen diverse Informationen auf kleinerer Fläche unter, sind also Minidatenspeicher. Ein QR-Code fasst bis zu rund einer halben Seite Text, URLs, Adressdaten, Mailadressen und mehr. Da Smartphones mit Kamera und entsprechenden Apps die Codes nutzen können, hat die Werbeindustrie die mobile Auszeichnung (Mobile Tagging) auch in Deutschland für sich entdeckt. Wir zeigen, wie Sie QR-Codes am iPhone nutzen.

QR-Code als Datenspeicher

QR-Codes wurden in Japan entwickelt und sind dort auch an fast jeder Straßenecke zu finden - der Trend schwappt zurzeit in die USA und nach Europa. Ob auf Riesenplakaten, T-Shirts, in Zeitschriften oder als Tattoo auf der Haut - die Codes sind immer quadratisch. Die Matrix mit der Mischung aus Strichen und Punkten bietet im Gegensatz zu den hier bekannteren Strichcodes eine Menge Speicherplatz für Informationen. Während der EAN-Strichcode (European Article Number) auf 13 Ziffern limitiert ist, kann ein QR-Code theoretisch bis zu rund 4000 Zeichen enthalten. Damit auch Lesegeräte wie die vergleichsweise schlechten Handykameras die Informationen lesen können, ist die Zahl der Zeichen meist auf maximal 400 begrenzt. QR-Codes sind meistens schwarz-weiß, müssen das aber nicht sein. Einzig wichtig ist ein guter Kontrast. Neben reinen Texten können sie auch URLs zu Webangeboten, Adressinformationen, Telefonnummern, Geolocations und mehr enthalten. Für das iPhone gibt es diverse QR-Code-Apps zum Lesen, etwa die kostenlosen Apps Red Laser oder Scan. Probieren Sie einfach ein paar der Gratislösungen aus, unser Favorit ist auf jeden Fall Red Laser.

QR-Codes am Rechner erstellen

Alle wichtigen kommerziellen Programme zum Erzeugen von Strichcodes können inzwischen auch QR-Codes generieren.

Werbeagenturen und andere Unternehmen, die die bei uns noch neuen Codes einsetzen, nutzen die Programme. Für Privatanwender und auch die meisten professionellen Nutzer reichen aber kostenlos nutzbare Dienste im Internet wie etwa Kaywa oder das deutschsprachige Portal Goqr Me . Bei Letzterem lassen sich Codes für Texte, Adressen und URLs erstellen, dazu Anruf- und SMS-Codes. Der Benutzer lädt und druckt sie. Beim Format geht fast alles, von Plakatgröße für Häuserwände über Codes für Visitenkarten. Der Code sollte allerdings mindestens 3 mal 3 Zentimeter messen.

QR-Codes am iPhone nutzen

Die Einsatzgebiete für QR-Codes sind enorm vielfältig. Inzwischen nutzen Nahverkehrsbetriebe die Codes: An Haltestellen angebracht, bekommt der Benutzer direkte Verbindung zum Fahrplan-Portal im Internet - an iPhone, Android-Handy und anderen Smartphones mit Kamera und QR-Apps . Das Tolle daran: Im Beispiel oben hat der Code-Nutzer mit iPhone die Möglichkeit, die im QR-Code untergebrachte Adresse direkt in die App Kontakte zu übernehmen. URLs führen den Benutzer direkt zum Webangebot eines Werbetreibenden - Mobile Safari wird am iPhone geöffnet. URLs, die Geodaten enthalten, eignen sich klasse für Schnitzeljagdspiele. Eine SMS oder ein Telefonanruf lässt sich nach dem Scan des QR-Codes automatisch führen. Wer etwa auf seiner Visitenkarte neben den üblichen Informationen den zugehörigen QR-Code unterbringt, erleichtert es anderen, die Infos schnell zu digitalisieren: Ein Tipp für Nutzer, die Ortsdaten verwenden wollen. Tragen Sie in Google Maps eine Adresse ein, und lassen Sie sie anzeigen. Im Browserfenster klicken Sie auf "Link". Die URL kopieren Sie und verpacken sie als URL-QR-Code. Am iPhone werden Karten geöffnet.

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