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Netatmo June - Sonnencoach für die Frau

26.08.2014 | 14:39 Uhr |

Mit June stellt Netatmo ein Armband für Frauen vor, das mit dem iPhone verhindern hilft, dass die Haut zu viel Sonne abbekommt. Wir haben es ausprobiert.

Das Unternehmen Netatmo ist iPhone-Fans vermutlich durch die Wetterstation Urban Weather Station bekannt, deren Innen- und Außensensoren Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO2-Gehalt messen und auf iPhone und iPad anzeigen, via Netatmo-Cloud auch unterwegs. Mit dem neuen Produkt June verlässt Netatmo nicht das Terrain, aber die Zielgruppe. June ist ein kleiner UV-Sensor, der die Sonneneinstrahlung misst und via Bluetooth an die gleichnamige kostenlose App überträgt. Die Daten werden in der App kontinuierlich aufgezeichnet und ausgewertet, um bei Erreichen der maximalen Sonnendosis rechtzeitig zu warnen. June richtet sich explizit an Frauen, sowohl von der Aufmachung als auch vom Design und der Kundenansprache. Laut Netatmo berät June frau dahingehend, wie sie ihre Haut „Tag für Tag vor den Auswirkungen der Sonne schützen kann. Sonneneinstrahlung verursacht bekanntlich sogar an bewölkten Tagen Sonnenbrand und führt so zu frühzeitiger Hautalterung“ (und zu schlimmeren Dingen – auch bei Männern, die Red.).

UV-Messung

June verfügt über einen integrierten UV-Sensor , der, am Armband oder als Brosche getragen, kontinuierlich die UV-Werte erfasst und an die zugehörige App auf dem iPhone überträgt. Je nach bei der Einrichtung festgelegtem Hauttyp und verwendetem Sonnenschutz teilt die App der Benutzerin mit, wann es Zeit ist, in den Schatten zu gehen. June richtet sich explizit an Frauen, wäre aber natürlich auch für den hautbewussten Mann geeignet.

Nettes Design

Da der Autor dieses Beitrags nicht in die Zielgruppe fällt, musste die Partnerin herhalten und June für uns drei Wochen testen. Während die meisten Männer nach allgemeiner Auffassung bei technischen Gadgets hauptsächlich auf die Funktionalität, weniger auf das Design Wert legen, musste June zunächst die optische Überprüfung überstehen.
June wird am Armband oder als Brosche getragen, laut Netatmo von der französischen Schmuckdesignerin Camille Toupet im Stil eines (sehr großen) Diamanten designt. Dem Autor dieses Beitrags sagt schon der Name der Designerin nichts.
Unsere Testerin kennt die Designerin und findet June auf Anhieb okay, „kann man tragen“. Die Wahl fällt auf das Lederarmband, das zweimal um das Handgelenk zu wickeln und zu binden ist. Alternativ gibt es eines aus Kautschuk. Der Versuch des Autoren, das Armband zweimal um das eigene Handgelenk zu wickeln, bestätigt die Zielgruppe – zu eng für einen Mann.

Voreinstellungen

Beim ersten Start der App muss sich frau bei Netatmo registrieren. Erst auf Nachfrage teilte man uns mit, dass hierbei nicht nur die Registrierungsdaten auf Netatmos Server übertragen werden, sondern in der Folge auch die Aufzeichnungen von June. Laut Netatmo hilft das bei Support-Anfragen und auch wenn ein neues iPhone angeschafft und die Daten übernommen werden. Natürlich verspricht Netatmo, die Daten nicht an Dritte zu geben.

Zur Bestimmung des Hauttyps fragt June dann nach der Augenfarbe, Haarfarbe, ob Sommersprossen oder nicht, Hautfarbe, Reaktion auf Sonne ohne Hautschutz und danach, ob die Haut nach Sonneneinstrahlung bräunt. Hier arbeitet June die anerkannten Kriterien zur Hauttypbestimmung ab. Danach muss die Benutzerin die Bluetooth-Verbindung erlauben, June startet mit der Aufzeichnung.

Aktiver Sonnenschutz

Die June-App beginnt sogleich mit der Aufzeichnung der erfassten UV-Einstrahlung, gibt anhand der bereits „genossenen“ Dosis kontinuierlich Tipps für die restliche Zeit eines unbedenklichen Sonnenbades und warnt per Mitteilung bei Überschreitung. June geht davon aus, dass Sonnenschutz mit dem Faktor 15 aufgetragen ist. Wurde das vergessen, lässt sich die Restzeit ohne Sonnenschutz anzeigen.

June zieht sich die Wettervorhersage von Meteogroup für eine Woche sowie den aktuellen Aufenthaltsort, versorgt die Userin mit Informationen zum Sonnenschutz und gibt bei entsprechendem Wetter den Hinweis, Sonnenbrille und Hut nicht zu vergessen. Will frau sehen, welche Sonnendosis die Haut in den vergangenen Tagen abbekommen hat, wird auch das angezeigt. Das Interface der mersprachigen App gefällt der Testerin – und auch dem Autoren.

June ist zwar spritzwassergeschützt, aber sollte vor dem Bad im Meer abgenommen werden. Solange darf die Begleitung June tragen, um weiterhin die Einstrahlung, die ja auch beim Schwimmen Wirkung zeigt, mit aufzuzeichnen.

Der wiederaufladbare Akku hält bei unseren Tests immer rund eine Woche, dann mahnt June das Aufladen an und unterbricht die Verbindung. Im Lieferumfang ist ein kurzes USB-Kabel mit einem „Ladeschuh“, der auf der Rückseite von June zum Laden über Nacht eingeklemmt wird. June gefällt dem Autoren des Beitrags durch die gute Ausstattung und die mit Liebe gemachte, funktionelle App. Letztere begeistert auch unsere Testerin, die mit dem Preis von 95 Euro für June kein Problem hat. Ob die Erfassung der June-Daten in der Netatmo-Cloud sein muss, bezweifeln hingegen sowohl der Autor als auch unsere Testerin – die June trotzdem behalten möchte.

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