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Daten clever speichern

17.04.2009 | 10:08 Uhr |

Um gemeinsam auf Daten im Netz zuzugreifen, legt man sie auf einem Netzlaufwerk ab. Damit ist der Speicher im Netzwerk überall zu erreichen. USB-Festplatten sehen

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Um gemeinsam auf Daten in einem lokalen Netz zuzugreifen, kann man entweder File-Sharing auf den Macs aktivieren, einen Rechner als Server einsetzen oder ein Netzlaufwerk verwenden, das mit Network Attached Storage (NAS) bezeichnet wird. Eine Sonderstellung nimmt Time Capsule von Apple ein, das Gerät ist eine Kombination aus WLAN-Router und Netzlaufwerk.

Server eingebaut

Ein Netzlaufwerk ist mehr als nur eine normale Festplatte, die man einfach mit dem Netzwerk verbindet. Im Prinzip handelt es sich um einen Computer mit eingebauter Festplatte und Ethernet-Schnittstelle, dessen Betriebssystem jedoch nur einen beschränkten Funktionsumfang hat. Das Betriebssystem, in der Regel ein abgespecktes Unix- oder Linux-System, stellt verschiedene Dienste zur Verfügung, um die Daten auf der Festplatte zu speichern, zu verwalten und auf sie zuzugreifen. Außerdem gibt es Netzlaufwerke, in die mehrere Festplatten eingebaut sind, das Betriebssystem des Laufwerks verwaltet diese dann als RAID.

Ein Netzlaufwerk wird über seinen Ethernet-Port mit einem Router oder Switch verbunden. Netzlaufwerke gibt es auch mit mehreren Festplatten, die in der Regel als RAID konfiguriert sind.
Vergrößern Ein Netzlaufwerk wird über seinen Ethernet-Port mit einem Router oder Switch verbunden. Netzlaufwerke gibt es auch mit mehreren Festplatten, die in der Regel als RAID konfiguriert sind.

Zentrale Funktion eines Netzlaufwerks ist der Fileserver für die Datenverwaltung. In der Regel unterstützt dieser mehrere Protokolle. Immer verfügbar ist ein SMB-Server (Server Massage Block). Das ist das Standardprotokoll für Datei- und Druckdienste unter Windows, wird aber unter Einsatz von zusätzlicher Software (zum Beispiel Samba) auch von Unix und Linux unterstützt. Mac-OS X kann direkt mit einem SMB-Server zusammenarbeiten. Ein HTTP-Server gehört ebenfalls zur Grundausstattung eines Netzlaufwerks. Dieser dient zum einen dazu, Daten über einen Browser zu verwalten, und stellt zum anderen die Schnittstelle dar, um das Gerät über den Browser zu konfigurieren. Etwas seltener findet man Netzlaufwerke mit einem FTP-Server oder einem Server für das Protokoll NFS (Network File System) von Unix. Einige Hersteller bieten darüber hinaus Netzlaufwerke mit einem AFP-Server an (Apple Filing Protocol). Das ist das Protokoll des Mac-Betriebssystems für den Datentausch, das auch von der Serverversion des Mac-OS benutzt wird.

Multimedia

Netzlaufwerke werden mehr und mehr dazu verwendet, Multimedia-Inhalte im lokalen Netz auf unterschiedliche Geräte zu übertragen. Das können Rechner sein, auf denen zum Beispiel iTunes seine Daten anstatt von der lokalen Festplatte vom Netzlaufwerk holt, oder netzfähige Fernseher, auf denen man auf dem Netzlaufwerk gespeicherte Inhalte abspielt. Für das Speichern und Bereitstellen der Multimedia-Dateien ist ein Mediaserver auf dem Netzlaufwerk installiert. Als Protokoll für die Übertragung wird UPnP (Universal Plug-and-Play) eingesetzt. Alle Geräte, die dieses Protokoll unterstützen, können über das Netz auf den Server zugreifen. UPnP ist wie Bonjour selbstkonfigurierend, so dass sich die Geräte automatisch finden.

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