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NAS - Network Attached Storage

29.11.2006 | 13:41 Uhr |

Informiert man sich über Storage-Lösungen, stößt man häufig auf die Begriffe RAID, NFS, NAS und SAN. Wir erklären in diesem Artikel ihre Bedeutung.

Die Bezeichnung NAS steht für Network Attached Storage und bezeichnet ein an ein Netz angebundenes Speichergerät.

NAS

Der Unterschied zu einem echten Server ist fließend, NAS sollen aber vor allem leichter zu installieren und zu bedienen sein als ein vollwertiger Server. Es gibt NAS-Systeme, die sich bis auf eine Ethernetschnittstelle kaum von einer externen Festplatte unterscheiden, aber auch Profi-Geräte mit mehreren Festplatten und leistungsfähiger Hardware sind verfügbar.

Grundlage bildet in der Regel ein SMB/CIFS- und FTP-Server, über den eine oder mehrere Festplatten im Netz zur Verfügung stehen. Die Preisspanne ist enorm: Von Conceptronic und Raidsonic gibt es leere Festplattengehäuse mit Ethernet-Schnittstelle für unter 60 Euro, ein Stor-Center von Iomega kann dagegen über 2000 Euro kosten. Nachteilig für Mac-Anwender ist, dass NAS-Systeme fast immer mit dem Protokoll SMB, auch Samba genannt, arbeiten. Mac-OS X verfügt über einen eigenen SMB-Client und kann per Finder auf die Volumes zugreifen, es gibt in der Praxis aber gelegentlich Probleme mit dem Austausch von Daten.

Datentransfers per SMB sind in der Regel auch langsamer als ber Apples eigenes Protokoll AFP. Einige NAS-Gerte wie die Netzgerte von Buffalo untersttzen zwar AFP, verwenden dabei aber in der Regel eine Open-Source-Version namens Netatalk. Auch hier kann es in der Praxis zu Problemen kommen, so kommen ltere Versionen von Netatalk nicht mit bestimmten Dateinamen zurecht. Fr das Heimnetz und kleinere Arbeitsgruppen bieten NAS-Systeme aber eine preiswerte Alternative zu einem Server, sind kleiner und verbrauchen weniger Strom sowie Platz. Neben der Bereistellung von Speicher knnen manche Gerte als Druckserver dienen und andere Serverdienste erfllen etwa als Medienserver. Durch den Einsatz langsamer Prozessoren und wenig Arbeitsspeicher ist die Performance dagegen oft weit schlechter als bei einem vollwertigen Server wie beispielsweise dem Xserve. Die den Gerten beiliegende Konfigurations- und Backupsoftware luft oft nur unter Windows.

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