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Vor Schadprogrammen schützen

14.07.2010 | 14:38 Uhr |

Auf einem Mac reichen bisher gesundes Misstrauen und einige Vorsichtsmaßnahmen aus, um sich gegen Schädlinge zu schützen

Illustration Wurm im Apfel (Schädling am Mac)
Vergrößern Illustration Wurm im Apfel (Schädling am Mac)

Hilfe vom System

Schadprogramme (Malware) werden von ihren Programmierern dazu hergestellt, auf den betroffenen Rechnern entweder Schaden anzurichten, wozu sie beispielsweise Daten zerstören oder löschen, oder es wird versucht, an persönliche Daten der Benutzer zu gelangen (Spyware). Mac-OS X ist bisher von Angriffen durch Viren und Würmer verschont geblieben, während Versuche, als nützliche Software getarnte Schadprogramme auf einem Mac zu installieren durchaus vorkommen.

Apple hat in das System eine Funktion eingebaut, die verhindern soll, dass man vorschnell ein aus dem Internet geladenes Programm startet. Hat man eine Image-Datei aktiviert und startet dort das enthaltene Programm, öffnet sich ein Warnhinweis, und man kann per Klick auf "Webseite anzeigen" die Webseite im Browser öffnen, von der das Image stammt. Bei Anwendungen aus ZIP-Archiven gibt es nur die Nachfrage, ob man das Programm wirklich starten möchte. Man kann sich aber auch in diesem Fall den Herkunftsort anzeigen lassen. Dazu markiert man das ZIP-Archiv und öffnet mit Befehlstaste-I das Informationsfenster. Unter "Weitere Informationen" wird bei "Quelle" angezeigt, woher die Datei stammt. Diese Quellinformation erscheint grundsätzlich bei allen Dateien, die man aus dem Internet heruntergeladen hat. Sind die Dateien per Anhang in Mail eingetroffen, wird stattdessen der Absender der Nachricht bei "Quelle" angezeigt.

Sichere Dateien

Aktiviert man in den Vorgaben von Safari die Option "Sichere Dateien nach dem Laden öffnen", entpackt der Browser aus dem Internet übertragene Dateien automatisch nach der Übertragung und öffnet sie mit der dazugehörigen Anwendung. Wer lieber immer selbst entscheidet, ob ein Dokument oder eine Image-Datei geöffnet werden soll, lässt die Option besser ausgeschaltet.

Virenschutz

Virenschutzprogramme schützen nicht nur vor Viren, sondern auch vor Würmern und bekannten trojanischen Pferden. Die Programme machen dabei keinen Unterschied zwischen Mac und Windows. Es werden also auch Schädlinge gefunden, die für das Mac-OS unschädlich sind. So kommt man im Zweifelsfall nicht zu der Ehre, einen Windows-Virus versehentlich weitergegeben zu haben.

Ob man auf einem Mac ein Virenschutzprogramm braucht oder nicht, darüber gehen die Meinungen immer noch weit auseinander. Auf jeden Fall sollte man eine für das E-Mail-Konto verfügbare Virenprüfung in Anspruch nehmen und auf der Webseite des Anbieters aktivieren. Dann werden die Nachrichten schon auf dem Server auf Viren hin geprüft und bei Befall erst gar nicht in das Eingangspostfach gelegt. In der Regel bekommt man dann noch eine Nachricht, dass ein Virus gefunden und entfernt wurde. Entscheidet man sich für einen Virenschutz auf dem Rechner, hat man die Wahl zwischen kommerziellen Produkten wie Norton Antivirus von Symantec und Virus Barrier von Intego, oder man nimmt das kostenlose ClamXav.

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