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Mac-OS X auf einem USB-Stick

29.01.2009 | 12:35 Uhr |

Ein USB-Stick kann einen ganzen Mac ersetzen. Voraussetzung ist ge­nügend Speicherplatz auf dem Stick und etwas Geduld bei der Einrichtung. Aber: Nur Macs mit Intel-Prozessor können von einem USB-Gerät starten - sei es eine Festplatte oder ein USB-Speicher-Stick.

Er ist kleiner als ein Finger, wiegt nur wenige Gramm - und kann doch im Fall der Fälle einen ganzen Mac ersetzen: ein USB-Stick mit Mac-OS X. Wer mit seinem mobilen Mac viel unterwegs ist, sollte sich einen solchen Stick für Notfälle einrichten. Denn nichts ist ärgerlicher, als im Hotel im Ausland beim Auspacken festzustellen, dass die Festplatte die Reise nicht überlebt hat. Ein startfähiger USB-Stick mit den wichtigsten Programmen und Daten kann als Rettungsanker in solchen Notsituationen Wunder wirken: einstecken, Mac vom Stick starten und schon ist alles in bester Ordnung.

Um es gleich am Anfang zu sagen: Mac-OS X auf einem USB-Stick ist ein Kompromiss, ein Notnagel für schwere Momente. Denn damit gelingt zwar der Start eines Mac, doch die Einrichtung und auch jeder Startvorgang dauern erheblich länger als von einer Festplatte. Unser erster Versuch zum Beispiel mit einem 8 GB fassenden Stick scheitert komplett - es ist schlicht zu wenig Platz. Erst der zweite Anlauf mit einem 16-GB-Stick funktioniert. Selbst auf diesen "großen" USB-Stick passen nur ein Zehntel der Daten, die auf der internen Festplatte des Macbook Platz finden. Doch 16 GB reichen zumindest für das Betriebssystem, einige Daten und vielleicht ein oder zwei wichtige Programme. Bei 8 GB dagegen ist schon das erste Update des Betriebssystems eine Übung, die sich nur mit einigen Tricks bewältigen lässt.

Keine Vorsicht beim Kauf

Im einschlägigen Handel finden wir (fast) ausnahmslos USB-Sticks, die laut Packungsaufschrift am Mac funktionieren. Ausnahme ist ein Gerät, das verspricht, die Daten mit einer speziellen Hardware zu verschlüsseln. Die nötige Software zum Entschlüsseln funktioniert nur unter Windows. Auf einigen USB-Sticks ist Windows-Software vorinstalliert. Die­se soll unter Windows einen gewissen Schutz der gespeicherten Daten bieten, ist aber unter Mac-OS X nicht nutzbar. Da für unseren Einsatz als Notfall-Stick diese Software überflüssig ist, verzichten wir auf eine Sicherung der Software und löschen den Stick bei der notwendigen Neuformatierung komplett.

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