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Produktives OS X – Finder, Dock und Menüleiste produktiv einrichten

13.03.2014 | 10:53 Uhr |

OS X versteckt hinter den schönen Logos und Menüleisten viele Kniffe und Funktionen, mit denen der Mac zu einem wahren Arbeitstier wird. Unsere Tipps schaffen die perfekte Grundlagen für eine produktive Arbeitsumgebung.

In OS X Mavericks hat Apple vor allem den Finder auf ein neues Niveau gehoben . Mitsamt dem Dock, der systemweiten Suche Spotlight und der Menüleiste bilden diese Komponenten das Grundgerüst einer jeden Version von OS X. Das Verstehen des Zusammenspiels und der Funktionen dieser Helfer ist also Grundvoraussetzung für das weitere Arbeiten am Mac.

Der Finder - Mehr als ein lachendes Dock-Symbol

Ein Symbol im Dock ist immer aktiv und kann nicht geschlossen werden: Der Finder. Dieser regelt nicht nur die Darstellung des Dateisystems, er ist auch für die Anzeige aller Programme und Symbole unter OS X zuständig. Das lachende Symbol ist also Ausgangspunkt aller Aktivitäten. Mit Mavericks hat Apple diesem wichtigen Helfer neue Funktionen wie Tabs und Tags spendiert.

Tabs haben im Finder ähnliche Eigenschaften wie im Browser: Die Tastenkombination Command (cmd) + T öffnet einen neuen Reiter innerhalb des gleichen Fensters, man vermeidet damit, den gesamten Bildschirm mit Finderfenstern zu füllen. Mit der in OS X Mountain Lion spendierten Vollbildfunktion lässt sich so vor allem auf kleineren Bildschirmen angenehmer arbeiten.

Seit Mavericks lassen sich Dateien mit Tags versehen. Diese verhalten sich wie Etiketten, nur lassen sich im Gegensatz zu früheren OS-X-Versionen mehrere an eine Datei hängen: Ein PDF von der letzten Gehaltsabrechnung kann beispielsweise die Tags "Finanzen", "Arbeitgeber" und "Lohnsteuer 2014" enthalten. Über eine geeignete Ordnerstruktur muss man sich jetzt weniger Gedanken machen, Dateien können dynamisch über Tags zusammengeführt werden. Im Detail heißt das: Egal, in welchen Ordner eine Datei abgelegt ist, mit einem Klick auf einen Tag in der Seitenleiste des Finders wird sie angezeigt. Der Speicherort ist somit sekundär, die intelligente Suche nach Tags findet alle relevanten Dateien.

Tags erscheinen als neue Unterkategorie in der Seitenleiste. Alle Dateien, denen ein Tag vergeben wurde, erscheinen beim Klick auf das jeweilige.
Vergrößern Tags erscheinen als neue Unterkategorie in der Seitenleiste. Alle Dateien, denen ein Tag vergeben wurde, erscheinen beim Klick auf das jeweilige.

Das Dock: Alt bewährt sich

Eine Leiste mit den am meist genutzten Anwendungen und einer gezielten Auswahl an Ordnern: Fertig ist der perfekte Begleiter durch den Arbeitsalltag. Das Dock ist seit jeher die Gürteltasche der digitalen Arbeitswelt. Am meisten Sinn ergibt, im Dock nur die Programme, Dateien und Ordner abzulegen, die man häufig benötigt, etwa den Ordner Downloads oder die täglich genutzten Programme. Nur Papierkorb und Finder sind fest im Dock integriert, alle anderen Elemente lassen sich frei verschieben und gegebenenfalls entfernen.

Wer einen kleineren Bildschirm nutzt, etwa auf einem Macbook, der kann das Dock verkleinern und es auf einer der Seiten des Bildschirms platzieren, anstatt unten. Webseiten und Dokumente nutzen selten die volle Breite des Bildschirms aus, benötigen in der Regel aber die komplette Höhe. Das Dock lässt sich auch automatisch Ein- und Ausblenden, fährt man mit der Maus an den Rand des Bildschirms.

Spotlight: Das lokale Google

Neben den Tags für eine Vereinfachung der Dateiorganisation bietet Apple auch eine systemweite Suche an. Man kann neben dem Dateinamen auch gezielt nach Tags, Dateiart und vielen weiteren Attributen suchen. Online würde sich keiner eine Ordnerstruktur für seine Informationen erstellen, warum also lokal nicht auch den Komfort einer systemweiten Suche nutzen? Hat man sich an einheitliche Benennung der Dateien gewöhnt, lässt sich noch gezielter suchen. Häufige Suchanfragen kann man speichern und in der Seitenleiste des Finders platzieren. Dies ist eine weitere Auflockerung der starren Ordnerstruktur und sorgt für mehr Flexibilität.

 

Gespeicherte Suchen erscheinen als ein neuer Ordner, und können damit einem Klick auf den Seitenleisten-Eintrag jederzeit wieder ausgeführt werden.
Vergrößern Gespeicherte Suchen erscheinen als ein neuer Ordner, und können damit einem Klick auf den Seitenleisten-Eintrag jederzeit wieder ausgeführt werden.

Die Menüleiste: Das Dock für Systemprogramme

Neben dem Dock ist die Menüleiste das zweite auffällige Merkmal von OS X. Darüber erhält man Zugriff  auf die Systemprogramme, Spotlight, die Uhrzeit und Icons für die wichtigsten Systemeinstellungen sind so nur einen Mausklick entfernt. Viele Dritthersteller spezialisieren sich genau auf diesen Bereich und bieten für fast jeden Verwendungszweck ein Menüleisten-Programm an.

Geht es also um die Produktivität am Mac, sollte man nicht in erster Linie an Zusatzprogramme denken, sondern vielmehr mit diesen vier Grundpfeilern starten. Sind diese erstmal eingerichtet und auf die eigenen Bedürfnisse angepasst, macht das Arbeiten am Mac nicht nur mehr Freude, es erlaubt auch eine leichtere Handhabung des Systems und damit Konzentration auf die wesentlichen Aufgaben.

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