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Produktives OS X – Dateistruktur optimieren, Daten schneller finden

17.03.2014 | 10:30 Uhr |

Schon mit den Bordmitteln allein ist OS X ein geeignetes Produktivsystem, Software von Drittherstellern ist weitgehend überflüssig. Teil 2 unseres Workshops.

Auch ohne Zusatzsoftware ist ein produktives Arbeiten unter OS X möglich. Benutzer tendieren dazu, Programme zu verwenden, die im Grunde die gleichen Funktionalitäten wie OS X selbst bieten. Unwissen oder ein chaotisches System führen dann zu weiteren Investitionen. Die vier charakteristischen Funktionen von OS X ( Finder, Dock, Menüleiste und Spotligh t) sparen bereits den ein oder anderen Euro und viel Zeit.

Ob Dateiinteraktionen, Ordner-Struktur oder das  Anzeigen von Meta-Informationen: Der Finder ist die Schaltzentrale am Mac. Für eine produktive Arbeitsumgebung lässt sich die Darstellung des Finders anpassen. Dazu öffnet man ein Finder-Fenster und klickt in der Menüleiste auf “Darstellung”. Anschließend lassen sich die Punkte “Pfadleiste einblenden” und “Statusleiste einblenden” aktivieren, das Fenster zeigt nun in seinem unteren Bereich zwei Leisten an, die den Pfad zum aktuellen Ordner und weitere Informationen wie Dateianzahl und Größe preisgeben.

Neben den Darstellungsarten und der Suche bietet die Symbolleiste – der obere Teil des Fensters – noch mehr Möglichkeiten. MEin Rechtsklick ruft das Menü “Symbolleiste anpassen…” auf. Wichtige Befehle kann man nun per Drag-and-drop der Symbolleiste hinzufügen. Häufige Aktionen sind beispielsweise “Neuer Ordner erstellen”, “Datei in den Papierkorb verschieben” und “Dateiinformationen anzeigen”. Jedes Symbol erspart mehrere Klicks.

Mit einfachem Halten&Ziehen kann die Menüleiste erweitert und nach den eigenen Bedürfnissen zusammengestellt werden. Nach einem Rechtsklick auf diese Leiste wählen anschließend nur noch den Eintrag "Symbolleiste anpassen..." aus, und schon kann die Konfiguration beginnen.
Vergrößern Mit einfachem Halten&Ziehen kann die Menüleiste erweitert und nach den eigenen Bedürfnissen zusammengestellt werden. Nach einem Rechtsklick auf diese Leiste wählen anschließend nur noch den Eintrag "Symbolleiste anpassen..." aus, und schon kann die Konfiguration beginnen.

In die Seitenleiste gehören Ordner die öfter als andere besucht werden. Arbeitet man also gerade an einem bestimmten Projekt, oder verwendet öfter den Ordner “Musik”, so zieht man diesen einfach in die Seitenleiste.

Produktive Dateistruktur

Ist die Umgebung eingerichtet, ist es wichtig auch schnell und effizient die gerade benötigten Dateien zu finden. Apple hat mit Mavericks Tags eingeführt. Wie eine neue Struktur/Hierarchie aussehen kann, wird am Beispiel Finanzen deutlich: Anstatt wie bisher die Rechnungen nach Jahren, Kategorie oder Adressat zu sortieren, kann man auch alle Dateien in einen einzigen Ordner ablegen. Der Dateiname jeder Rechnung fängt mit Jahr und Monat an, und schließt mit einem sprechenden Titel ab. Beispiel: "2013_08_gehalt_arbeitgeber.pdf". Für die Steuererklärung 2013 versieht man alle Dateien mit dem Tag “Steuererklärung”, auch Dateien außerhalb dieses Ordners können dieses Tag bekommen.

Dateien schneller finden

Anstatt sich durch unzählige Unterordner zu hangeln und anschließend alle relevanten Dateien an einem Ort zwischen zu lagern, kann man jetzt auf den Tag “Steuererklärung” klicken und findet alle relevanten Dateien unabhängig von ihrem Speicherort. Auch Spotlight, Apples Suche, wird so effizienter: Entweder sucht man nach bestimmten Tags oder gibt einfach “2013_” ein, um alle Dateien zu finden, die in diesem Jahr relevant waren.

Die Möglichkeiten, die eine richtige Benennung und Tagging bieten, sind zahlreich. Die Pfadleiste unterstützt auch hier: So kann man von der Tag-Ansicht zu einem Ordner direkt navigieren und trotzdem den Überblick behalten.

Menüleiste ausreizen

Auch die Menüleiste steckt voller Möglichkeiten. Eine erste versteckt sich hinter der Uhrzeit. In den Systemeinstellungen „Sprache & Region” findet sich rechts unten die Schaltfläche „Weitere Optionen…”. Der Reiter „Datum” erlaubt es, die genaue Uhrzeit aus den gebotenen Möglichkeiten selbst zusammen zu stellen. Dabei sind einige Felder vorgegeben, es lassen sich auch weitere Texte hinzufügen. Mit einem Klick auf die Uhrzeit in der Menüleiste wird der Eintrag „Vollständig“ angezeigt. So lässt sich etwa die Kalenderwoche hinzufügen, der Blick in die Kalender-App wird überflüssig.

Apple versteckt zahlreiche Möglichkeiten die Zeit- & Datumsanzeige zu verändern. Eine nützliche Erweiterung ist die Anzeige der Kalenderwoche. Ziehen Sie den Eintrag "Kalenderwoche" in die letzte Textzeile ("Vollständig"), und schreiben KW davor. So sparen Sie sich das Öffnen des Kalenders.
Vergrößern Apple versteckt zahlreiche Möglichkeiten die Zeit- & Datumsanzeige zu verändern. Eine nützliche Erweiterung ist die Anzeige der Kalenderwoche. Ziehen Sie den Eintrag "Kalenderwoche" in die letzte Textzeile ("Vollständig"), und schreiben KW davor. So sparen Sie sich das Öffnen des Kalenders.

Menüleistenprogramme von Drittherstellern

Drei sehr nützliche Funktionen bieten:

Spectacle (kostenlos): Mit Tastenkommandos Fenster platzieren und verschieben

Caffeine (kostenlos): Mit einem Klick den Bildschirmruhezustand verhindern

ClipboardHistory (4,49 Euro): Erweitert Copy&Paste um 200 oder mehr Speichermöglichkeiten

Zusammenspiel zwischen Finder und Dock

Das Dock ist vor allem bei  kleineren Bildschirmen am linken oder rechten Bildschirmrand besser aufgehoben. Viele Inhalte reizen die Höhe, nicht jedoch die Breite aus. Nur die absolut notwendigen Programme sollten also ins Dock, den Rest kann man über Spotlight oder das Launchpad aufrufen. Vom Finder aus kann man eine Datei direkt auf ein Programm-Symbol ziehen, um es direkt mit der gewünschten Anwendung zu öffnen.

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