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Outlook und iCloud unter Windows verbinden

28.03.2015 | 15:49 Uhr |

Seit Herbst 2012 bietet Apple ein Extra-Programm für alle Windows Nutzer, die das iPhone mit dem eigenen Rechner synchronisieren wollen.

Während man früher für die Synchronisationsaufgaben unter Windows jedes Mal iTunes bemühen musste, funktioniert es jetzt mit den aktuellen Betriebssystemen auch direkt über iCloud. Dafür bietet Apple seinen iPhone-Anwender mit dem Windows PC ein Extra-Programm iCloud-Systemsteuerung für Windows, das man sich auf der Webseite des Herstellers herunterladen kann.

Systemanforderungen (aktualisiert am 30.03.2015)


Nach mehreren Iterationen steht nun die vierte Version des Programms "iCloud für Windows" zur Verfügung. Unterstützt werden die Versionen Windows 7 oder 8. Der native Mail-Client Outlook wird ab der Version 2007 unterstützt. Dazu braucht man auf dem Rechner eine aktuelle Version des Brausers für die synchronisierten Lesezeichen, iCloud für Windows unterstützt Firefos 22 und neuer, Internet Explorer 9 und neuer oder Chrome 28 und neuer. Seit Herbst 2014 bietet die Funktion noch einen Dokumenten-Abgleich via iCloud Drive. Dafür sind auf der iOS- und OS-X-Seite mindestens Yosemite und iOS 8 notwendig.

Einrichtung

Die Installation des Programms funktioniert denkbar einfach: Hat man es heruntergeladen und gestartet, blendet sich zuerst das Fenster mit der Apple ID, hier trägt man die entsprechende Mail-Adresse und das Passwort ein. Danach kann der Nutzer auswählen, welche Dateien er mit dem Windows-PC synchronisierten will. Mails, Kontakte, Kalender und Aufgaben sind in der neueren Version der iCloud-Systemsteuerung für Windows  zusammengeführt.

Allerdings muss man unter Windows auf einige Funktionen verzichten, die die Mac-Benutzer mit iCloud verbinden können.

Die iCloud-Einrichtung auf dem Windows-Rechner ist in wenigen Schritten erledigt.
Vergrößern Die iCloud-Einrichtung auf dem Windows-Rechner ist in wenigen Schritten erledigt.

Fehlende iCloud-Funktionen unter Windows

In seiner Windows-Version hat sich Apple nur auf das Wesentliche konzentriert: Mails, Kontakte, Kalender und Aufgaben sowie Bookmarks und Fotos aus Fotostream kann man zwischen dem iPhone und eigenem PC abgleichen. Für diese Dienste muss der Nutzer eine alternative Lösung suchen:

  • Notizen

  • Dokumente und Daten

  • Zugang zu meinem PC

  • Meinen PC suchen

Nach der Einrichtung prüft das Programm die Richtigkeit der Angaben. Die iCloud-Systemsteuerung für Windows verschickt eine Test-E-Mail auf die Apple-ID-Adresse. Ist die angekommen, erscheint eine Meldung „Einrichtung erfolgreich“.

iCloud-Daten in Outlook

Die Funktionen der Systemsteuerung für Windows sind recht begrenzt – damit kann der Nutzer den iCloud-Sync einrichten und ändern, zusätzlich kann man den Speicherplatz des eigenen iCloud-Kontos, ähnlich wie auf dem Mac, verwalten. Startet man nach der Installation Outlook, merkt man, dass sich die Seitenleiste des Mail-Clients etwas geändert hat. Aktiviert man Mail-, oder Kalender- oder Kontakte-Ansicht, findet man dort einen oder mehrere Einträge der iCloud-Daten. In der Mail-Ansicht legt Outlook zwei neue Ordner an: „iCloud“ und meine-appleid@icloud.com . Der iCloud-Ordner ist auf den ersten Blick leer, darin sind alle Daten außer Mails gespeichert, sie erscheinen dann in den entsprechenden Ansichten wie Kalender oder Kontakte. Der Ordner mit der Apple-ID-Adresse ist für den Austausch der Mails zwischen dem Rechner und iPhone verantwortlich. Erstellt man dort neue Unterordner oder verschickt die elektronischen Briefe mit dem Konto, gleicht iCloud sie auch automatisch mit dem iPhone ab.

Sonderfall Notizen

In dem gleichen Ordner hat Outlook den Eintrag „Notizen“ hinzugefügt. Dort landen alle Textschnipsel, die der Nutzer auf dem iPhone oder Mac mit dem gleichnamigen Programm erstellt hat. Auf dem Windows-PC mit Outlook sind Notizen nur bedingt nützlich. Man kann mit Outlook die iPhone-Notes sichten, gegebenenfalls die Textstellen kopieren oder einzelne Einträge löschen. Die neu erstellten Notizen kommen auf dem iPhone oder Mac als eine E-Mail an, mit dem namensgebenden Programm werden sie nicht synchronisiert.

Die iCloud-Notizen kann man zwar in Outlook sichten, neue Einträge sind allerdings als Mails verschickt.
Vergrößern Die iCloud-Notizen kann man zwar in Outlook sichten, neue Einträge sind allerdings als Mails verschickt.

Troubleshooting Outlook mit iCloud

Problem: Die iCloud-Systemsteuerung für Windows ist installiert, die richtigen Passwörter sowohl für die Apple ID als auch für die iCloud-E-Mail eingetragen. Die neuen Mails gleicht aber Outlook mit dem iPhone nicht ab.

Lösung: Damit der Abgleich zwischen dem Windows-Rechner und einem iPhone funktioniert, liefert Apple zusammen mit der Systemsteuerung auch ein Outlook-Addinn, das automatisch für den Mail-Client unter Windows installiert wird. Ist das Addin deaktiviert, kann Outlook auch keine iCloud-Mails abgleichen. Um nachzuprüfen, ob das Zusatzprogramm aktiviert ist, wechselt man in der Menüleiste „Extras“ zu dem Eintrag „Vertrauensstellungscenter…“. In der rechten Spalte listet Outlook alle Aspekte des Datenschutzes und der Sicherheit, die der Nutzer verwalten kann. Unter dem Eintrag „Addins“ sind alle aktiven und deaktivierten Zusatzprogramme gelistet. Für den Abgleich mit iCloud ist „iCloud Outlook Addin“ verantwortlich. Taucht es in der Liste mit deaktivierten Addins auf, kann kein Abgleich zu Stande kommen. Wer es wieder einschalten will, muss noch ein paar Klicks tätigen: Im gleichen Fenster wählt man im Drop-down-Menü „Verwalten“ den entsprechenden Adinn-Typ (COM-Add-In), und klickt auf „Gehe Zu…“ In der erscheinenden Liste muss der Nutzer nur noch den Haken gegenüber „iCloud Outlook Addin“ setzen und mit OK bestätigen. Die Synchronisation sollte danach wie gewohnt funktionieren.

Ist das iCloud-Addin in Outlook abgeschaltet, kommt kein Abgleich zu Stande.
Vergrößern Ist das iCloud-Addin in Outlook abgeschaltet, kommt kein Abgleich zu Stande.

Problem:  Beim Versuch, die Einstellungen in der iCloud-Systemsteuerung für Windows zu ändern, blendet sich eine Fehleranzeige „Ihre Konfiguration konnte auf Grund eines unbekannten Fehlers nicht gestartet werden“.

Lösung: Bei der Installation legt iCloud im Outlook-Systemorder die Datenbank-Dateien an. Die Einträge aus diesen Datenbanken synchronisiert das Programm mit den CalDAV-Servern, wo sich die Original-Einträge aus iCloud befinden. Ist eine dieser Dateien beschädigt, kann Outlook die Daten nicht synchronisieren. Diesen Fehler kann man beheben, indem man die iCloud-Systemsteuerung deinstalliert, die Programmdatei von der Apple-Webseite neu lädt und die Systemsteuerung neu einrichtet. Davor kann man zur Sicherheit den iCloud-Ordner mit beschädigten Datenbanken löschen. Dazu wechselt man in Outlook zu der Menüleiste „Extra – Kontoeinstellungen“. Wählt man die iCloud-E-Mail und geht zu dem Reiter „Datendateien“, listet Outlook alle Datenbanken und Archive, die das Konto abruft. Ist die Zeile „iCloud“ ausgewählt, klickt man auf „Ordner öffnen…“, es öffnet sich daraufhin der gesuchte Systemordner mit Datenbankdateien. Diesen kann man getrost löschen, bei der Neu-Einrichtung legt iCloud einen neuen mit den unbeschädigten Datenbankdateien an.

Outlook und iPhone über iTunes 11 manuell synchronisieren

Seit der Vorstellung von iTunes 11 hat sich die Info-Leiste beim verbundenen iPhone etwas geändert: Die meisten Einträge für den Kalender-, Mail- und Kontakte-Sync sind deaktiviert. Der manuelle Abgleich dieser Daten über iTunes ist scheinbar nicht mehr möglich. Aus Sicherheitsgründen verbieten aber manche Firmen den drahtlosen Mail-Abgleich mit dem eigenen iPhone. Damit iTunes unter Windows wieder die Daten mit Outlook synchronisiert, muss man zuerst den iCloud-Sync auf dem iPhone deaktivieren. In der Einstellungen-App schaltet man unter „iCloud“ die Regler „Mail“, „Kontakte“ und „Kalender“ ab. Verbindet man das iPhone mit iTunes neu, kann man wie in der Vorgängerversion die Daten manuell mit Outlook abgleichen.

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