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Aufnahmefehler mit Photoshop korrigieren

02.04.2012 | 11:17 Uhr |

Nach dem Fotografieren geht der Foto-Workflow am Mac weiter: Perspektiven korrigieren, ästhetische Bildausschnitte sowie ein passendes Endformate für die Fotos wählen. Photoshop hilft dabei

((Evt Aufmacher: Linkes Bild, Bilderinsel mit 258013)) Hier ist eine Komplettkorrektur nötig: Stürzende Linien, ungerade Gebäudekante oben und eine kissenförmigen Wölbung. Rechts nach der Bearbeitung.
Vergrößern ((Evt Aufmacher: Linkes Bild, Bilderinsel mit 258013)) Hier ist eine Komplettkorrektur nötig: Stürzende Linien, ungerade Gebäudekante oben und eine kissenförmigen Wölbung. Rechts nach der Bearbeitung.

Die meisten der gängigen Aufnahmefehler lassen sich mittlerweile zielgerichtet korrigieren. Adobe hat in Photoshop , nach wie vor die führende Anwendung im Profi-Bereich, die Fotoverfeinerungs-Tools in den letzten Programmversionen stetig ausgebaut. Auch Photoshop Elements bietet hier gute Werkzeuge.

Kern der Aufnahmekorrekturen ist der Filter " Typische Aufnahmefehler Der Hauptaugenmerk beim Betrachten eines Fotos liegt ungefähr auf der Kreuzung der vertikalen und horizontalen Drittellinien. Bildmittelpunkte an diesen Stellen erzeugen eine optische Spannung, die eine Bildkomposition interessant und dynamisch erscheinen lässt. Oft rückt das Motiv beim Fotografieren zu sehr in die Bildmitte, dies lässt sich am Rechner korrigieren Schiefer Horizont Bei manchen Bildern können schiefe Horizonte gewollt sein. Doch ist der Horizont unabsichtlich schief, genügt beim Korrigieren ein leichtes Drehen - entweder mit dem Lineal-Werkzeug, dem Filter Objektivkorrektur oder via Transformation. Die Bildmittelpunktregel gilt auch für Horizonte. Hier können sowohl die Bodenszenerie als auch der Himmel als Flächenschwerpunkt genommen werden. Perspektive Stürzende und fliehende Gebäudelinien sind ein unvermeidbares Ergebnis der perspektivischen Abbildung. Bei Architekturaufnahmen wirkt dieser Effekt oft störend - vor allem dann, wenn er mit weiteren Abbildungsverzerrungen einhergeht. Verstärkt wird diese Form der Abbildungsverzerrung durch Weit-winkelobjektive. Ebenso durch manuelle Fehler - beispielsweise zu weit nach unten oder oben gehaltene Kameras. Wie gut eine Korrektur gelingt, hängt vom konkreten Motiv ab. In der Regel leistet der Filter Objektivkorrektur gute Dienste. In manchen Fällen (zum Beispiel bei Türmen) hilft zusätzlich eine unproportionale Skalierung - ein Mittel, dass mitunter auch bei Personenaufnahmen zum Zuge kommt. VignettenDie Abdunklungen in den Bildrändern treten vor allem bei Gegenlicht ohne Sonnenblende und einem Weitwinkelobjektiv mit offener Blende deutlich auf. Die beiden Regler Stärke und Mittenwert im Filter Objektivkorrektur liefern ein effizientes Instrument zum Beseitigen von Bildvignetten. Ein beliebtes Stil-mittel ist, die Randabdunklung zu verstärken. Das ist mit dem Objektivkorrekturfilter auch möglich. Chromatische Aberration Dieser durch das Objektiv verursachte Fehler macht sich an den Bildrändern in Form von Farbsäumen an starken Bildkonturen bemerkbar. Ein völliges Beseitigen dieses Fehlers ist schwer. Allerdings bieten die beiden Objektivkorrekturregler genügend Möglichkeiten, diesen Fehler deutlich zu lindern. Verzerrungen Objektive verursachen oft kissen- oder tonnenförmige Verzerrungen. Photoshop bietet hier die Automatikkorrektur via Objektivprofil, die eine gute Vorarbeit leistet. Hinzu kommt, ebenfalls im Filter Objektivkorrektur, die manuelle Korrekturmöglichkeit. Kratzer und Flecken Gegen Flecken auf dem Bild hilft am besten eine saubere Fotoausrüstung. Insbesondere das Objektiv sollte pfleglich behandelt werden. In Photoshop ist das Ausbessern meist leicht erledigt, kostet aber Zeit. Werkzeuge sind hier neben dem Kopierstempel für schwerere Fälle das Ausbessern-Werkzeug. Rote Augen Umgehen lässt sich dieser Effekt während der Aufnahme nur durch Vermeiden von Blitzaufnahmen, bei denen sich der Blitz sehr nahe am Objektiv befindet. In Photoshop lassen sich Rote Augen aber problemlos retuschieren, daher kann man bei der Aufnahme getrost rote Augen in Kauf nehmen. Verwendet man einen Vorblitz, geht meist die spontane Aufnahmesituation verloren. Bildrauschen Bei Nachtaufnahmen, Langzeitbelichtungen sowie generell Aufnahmen, die mit einem hohen ISO-Wert aufgenommen wurden, fällt das Farbrauschen im Bild störend auf. Mit dem Rauschfilter von Photoshop lässt sich das Rauschen zwar reduzieren, allerdings gehen so auch Details verloren. Belichtungsfehler Falsche oder unpassende Belichtungsfehler sind eine unvermeidbare Begleiterscheinung der Fotografie. Bei Aufnahmen von Motiven mit sehr starken Lichtunterschieden hilft bei zulaufenden Tiefen und ausbrechenden Lichtern das Werkzeug Tiefen/Lichter von Photoshop. Wer hier die beste Qualität herauskitzeln möchte, nimmt das Motiv im RAW-Format unterschiedlich belichtet auf und erzeugt eine DRI-Aufnahme, Photoshop bietet auch dazu Werkzeuge. Falscher Weißabgleich Der bei vielen Kameras voreingestellte automatische Weißabgleich ist nicht in jeder Situation treffsicher. Nimmt man im RAW-Format auf, ist das egal, denn der Weißpunkt wird hier später am Mac bestimmt und nicht schon von der Kamera festgelegt und in eine JPEG-Datei geschrieben. Wer lieber im JPEG-Format fotografiert, nutzt die Boardmittel der Kamera: Verändern der Farbbalance oder automatische Tonwertkorrektur mit Mittelton-Ausgleich. Objektivkorrektur ". Dieses Modul dient mittlerweile als Universal-Werkzeug. Hinzu kommen ein paar Werkzeuge, die auf das gezielte Beseitigen einzelner Fehler spezialisiert sind. Einige Werkzeuge wie das Lineal-Werkzeug enthalten seit Version CS5 neue Funktionen. Andere Korrektur-Werkzeuge wie etwa das Werkzeug "Rote Augen" entfernen sind bereits seit einigen Versionen mit dabei.

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