Von Günter Schuler - 13.03.2012, 08:00

Photoshop

Porträtfotos mit Photoshop schnell verbessern

Nicht nur auf Bewerbungsfotos möchte man gut aussehen, auch bei der Selbstdarstellung auf Facebook helfen ein paar Tricks.
Jede Aufnahme lässt sich in Photoshop oder einer anderen Bildbearbeitung digital verbessern. Dabei kann man beliebig hohen Aufwand betreiben. Während es bei den meisten privaten Aufnahmen mit dem Verbessern von Kontrast und Farben getan ist, erfordert die Perfektion von Beauty-Retuschen den Einsatz versierter Techniken. Bei Bewerbungsfotos ist eine möglichst neutrale Wiedergabe sinnvoll. Korrekturen roter Augen, grober, sichtbarer Hautunreinheiten sowie eines ungünstigen Bildausschnittes sind heute Standard. Was sonst noch ansteht, hängt von der Verwendung des Fotos ab.

Bildausschnitt richtig wählen

Pose und Gesichtsausdruck in unserem Beispiel links stimmen, aber der Hintergrund im oberen Teil dominiert, die Proportionen stimmen nicht. Allround-Tool zum Korrigieren der Bildausschnitte in Photoshop ist das Freistellungs-Werkzeug. Es liefert nicht nur ein Hilfsraster für ein leichteres Festlegen des optischen Mittelpunkts. Ein Ausschnitt lässt sich drehen sowie perspektivisch verzerren, wenn die Option "Perspektivisch" in der Werkzeugoptionsleiste unter dem Menü aktiviert ist. Ein weiteres Plus ist die Möglichkeit, feste Seitengrößen als Werkzeugvorgabe zu speichern. Im konkreten Fall haben wir einen kleineren Ausschnitt gewählt und diesen leicht gedreht. Ergebnis: Die Person auf der Abbildung wirkt statischer.

Farben mit Photoshop neutral darstellen

Pass- und Bewerbungsfotos oder Aufnahmen für die Mitarbeitervorstellung auf der Firmen-Website sollen seriös wirken. Dies erreicht man über neutrale Farben. Erste Option für neutralere Bildfarben ist die Graupipette unter "Tonwertkorrektur". Mit ihrer Hilfe nimmt man im Bild einen Tonwert auf, der später neutralgrau erscheinen soll. Zweite Anlaufstelle sind die Optionen für die Automatikkorrektur über den gleichnamigen Knopf. Das Aktivieren der Option "Neutrale Mitteltöne ausrichten" kann ebenfalls eine Verbesserung bewirken. Oft hilft es, die Farbsättigung zu reduzieren. Ist ein Farbstich die Ursache, kann man die dominierende Farbe über das Verstärken der Komplementärfarbe(n) unter "Farbbalance" abschwächen. Letzte Möglichkeit: Das Bild in ein Graustufen- oder Duplexbild umwandeln.

Hautfarbe vereinheitlichen

Der Trick ist, Gelbtöne röter und Rottöne gelber zu machen. Dazu steuert man als Erstes unter "Farbton/Sättigung" den Bereich "Rottöne" an und schiebt den Regler für Farbton leicht nach rechts (+5 bis +10). Bei den Gelbtönen wählt man denselben Regler, zieht ihn aber nach links (Wert: -5 bis -10). Abhängig vom Bild ist es ratsam, die Werte für Sättigung und Helligkeit ebenfalls zu verringern oder zu erhöhen.
Eine andere Technik funktioniert über das Aufnehmen eines Referenz-Hautfarbtons als Vordergrundfarbe. Durch Erstellen einer Füllebene vom Typ Farbfläche wird das Bild mit dieser Farbe überlegt. Durch Zuweisen der Füllmethode "Farbe" und Reduzieren der Deckkraft (Orientierungswert: 70 Prozent) wird aus der erzeugten Farbebene eine realistisch wirkende Tönungsebene.
Damit die Korrekturen nur für Hautpartien gelten, sollte man ihre Wirkung durch eine Ebenenmaske begrenzen. Eine Möglichkeit besteht darin, vor dem Anlegen der Farbfläche-Füllebene über "Auswahl > Farbauswahl" die Hauttöne auszuwählen und die getroffene Auswahl gegebenenfalls über "Auswahl > Kante verbessern" zu optimieren. Wenn man nun eine Farbflächenebene erstellt, wird aus der Auswahl automatisch eine Ebenenmaske. Alternativ kann man oberhalb der Bildebene eine neue leere Ebene anlegen, als Füllmethode "Farbe" und als Deckkraft 70 Prozent einstellen, und die Farbe mit einer weichen breiten Pinselspitze in der leeren Ebene auftragen.
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