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Desktop-Publishing-Programme unter OS X Lion: Praxis-Check

12.12.2011 | 16:50 Uhr |

Die Devise "never change a running system" macht Sinn, wenn man in komplexen Produktionsumgebungen arbeitet und das reibungslose Zusammenspiel von Hard- und Software schätzt. Der Test zeigt, wie sich OS X in Publishing-Umgebungen schlägt

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Adobe und Quark sind zwei der wichtigsten Lieferanten von Publishing-Software für den Mac. Adobes Creative Suite und Quark Xpress sind deshalb zwei Kandidaten, die man bei einem Update des Betriebssystems im Auge behalten muss. In unseren Tests funktionieren die meisten der geprüften Programme (ab Adobe CS3 und ab Quark Xpress 9.1). Überraschungen gibt es an Stellen, wo man es zuerst nicht vermutet: Neu-Installation, Drucken und Datenaustausch zwischen mehreren Programmen. Zudem muss man sich etwa entscheiden, ob man auf dem Mac eine eigene Version der Schrift Helvetica Neue verwenden will oder ob ein funktionierender Kalender von Apple wichtiger ist - Erfahrungen mit drei Monaten OS X Lion.

Vorbereitung auf Lion-Update

Es muss nicht immer die neueste Version einer Software sein. Versuchen Sie, die installierte Version auf die aktuellste Fassung zu bringen: Adobe Photoshop Lightroom sollte beispielsweise ab Version 2.7 ohne Fehler unter OS X Lion arbeiten. Frühere Versionen funktionieren wahrscheinlich auch, allerdings empfehlen wir dringend das Update auf Version 2.7 (oder neuer) über den Befehl "Hilfe > Nach Updates suchen". Die Installation von Version 2 von DVD ist nicht möglich - das Installationsprogramm startet nicht. Adobe empfiehlt, ein beliebiges Update von Lightroom 2.x von Adobes Internet-Seiten zu laden und zu installieren. Es genügt dann, dort die Seriennummer neu einzugeben.

Quark Xpress ist erst ab Version 9.1 mit OS X Lion kompatibel, frühere Version plagen unter anderem Druck- und Exportprobleme.

Java-Installation nach dem Update

Fast jede Adobe-Software (ab Version CS3) benötigt Java, eine Programmiersprache und eine virtuelle Maschine (Java VM), die die Befehle dieser Sprache ausführt. Apple liefert Lion zwar ohne Java VM aus, doch theoretisch lässt sich das einfach abstellen:

Beim ersten Start einer Adobe-Software, die Java als Grundlage benötigt, wird man von OS X Lion gefragt, ob man Java nachträglich installieren will. Da die Adobe-Software auf die Java VM angewiesen ist, sollte man die Installation nach Möglichkeit sofort erledigen. Ohne Java VM starten die meisten Adobe-Programme nicht, andere stürzen ab.

Wer Java selbstständig installieren möchte, erhält die Software als Download von Apple (" Java for Mac OS X 10.7 Update 1 ").

Das gesamte Download-Paket hat ungefähr den Umfang von 63 MB. Die Installation startet allerdings nach dem Download erst, wenn man die Image-Datei (" JavaForMacOSX10.7.dmg ") mit einem Doppelklick öffnet und anschließend im Finder noch einmal auf die dort gespeicherten Installationsdaten " JavaForMacOSX10.7.pkg " doppelt klickt.

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