1047712

Apples Abo Modell in der Praxis

18.04.2011 | 12:27 Uhr |

Apple hat ein Abomodell für App-Store-Inhalte eingeführt. Verlage können Abos parallel als In-App-Kauf und über die eigene Webseite anbieten. Dafür macht Apple aber strenge Auflagen.

Macwelt iPad App
Vergrößern Macwelt iPad App

Zur großen Präsentation des iPad-Magazins "The Daily" passte Apple die Richtlinien des iTunes Store an, um den Vertrieb von Abos über In-App-Verkäufe zu ermöglichen. Dabei macht der iPhone-Hersteller den Verlagen und deren Entwicklern erneut strenge Vorschriften - in diesem Fall, wie ein Abos auszusehen hat und ob Apps außerhalb des App Store abgeschlossene Abos nutzen dürfen.

Abo à la Apple

Bisher konnten über die Kauffunktion von Apps nur einmalige Leistungen abgerechnet werden. Neben Erweiterungen der Fähigkeiten der App ließen sich so auch Leistungen für einen bestimmten Zeitraum bestellen. Neuerdings sind zudem Abos möglich, deren Bezug sich automatisch verlängert. Wird das Abo nicht beendet, verlängert es sich jeweils um die ursprüngliche Bezugsdauer. Ist das nicht erwünscht, lässt sich die Verlängerung über die Account-Einstellungen abschalten. Erhöht der Anbieter den Abopreis, wird die Verlängerung automatisch deaktiviert.

App Store ist Pflicht

Gleichzeitig kommt Apple den Verlagen entgegen und erlaubt den Abovertrieb außerhalb des App Stores, wo nicht die obligatorischen 30 Prozent an Apple fällig werden. Jedoch nur unter der Bedingung, dass das Abo auch als In-App-Kauf zum gleichen Preis oder günstiger angeboten wird. Wird das Abo über die App abgeschlossen, erhalten die Verlage die Käuferdaten erst nach dessen Einwilligung von Apple.

Die Aborichtlinien bedeuten im Umkehrschluss, dass die Duldung von Apps, die ausschließlich extern abgeschlossene Abos nutzen, bald enden dürfte. Entweder sie passen sich an, oder sie müssen mit dem Rauswurf aus dem Store rechnen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1047712