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Fehler im Arbeitsablauf der Programme mit Automator suchen

25.02.2011 | 10:55 Uhr |

In dieser Folge des Automator-Workshops zeigen wir einige nützliche Tricks, mit denen sich selbst entwickelte Programme testen und Fehler im Arbeitsablauf leichter aufspüren lassen

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Bisher haben wir in jeder Folge dieses Workshops neue Aktionen vorgestellt und daraus nützliche Arbeitsabläufe gebaut. Wir haben unter anderem Fotos konvertiert, Backups auf einem Server gemacht oder Serien-E-Mails erstellt. Damit wollten wir natürlich auch Anregungen für eigene Projekte liefern und zeigen, wie leicht man sich mit Automator kleine Hilfsprogramme basteln kann. Um Sie dabei weiter zu unterstützen, zeigen wir dieses Mal Möglichkeiten, wie man Fehler in Automator-Abläufen schnell aufspüren kann, wenn sie mal nicht auf Anhieb so funktionieren wie geplant.

Ein als Programm gesicherter Ablauf lässt sich noch bearbeiten, indem man ihn auf das Icon von Automator zieht. So lassen sich auch die Beispiele früherer Workshop-Folgen , als Vorlage für eigene Anwendungen nutzen.

Pausen einlegen

Die Aktion "Bestätigung verlangen" hält das Programm nach dem Start an dieser Stelle an und erzeugt eine Dialogbox. Für diese können Sie eine Überschrift und erklärenden Text eingeben. Darunter befinden sich zwei Knöpfe, wovon der linke zum Abrechen des Programms dient, der rechte zum Fortsetzen. Normalerweise würde man mit dieser Aktion eine Warnung ausgeben und sich die weitere Ausführung bestätigen lassen. Sie hilft aber auch beim Einkreisen von Fehlern. Man kann so Haltepunkte definieren, um zu sehen, ob das Programm sie überhaupt erreicht und ob es die bis dahin vorgesehenen Aufgaben wirklich alle erledigt hat. Haben Sie Letzteres überprüft, lassen Sie das Programm weiterlaufen.

Aktion deaktivieren

Manchmal hilft es, zum Testen Aktionen des Ablaufs zu überspringen, zum Beispiel weil sie sehr lange dauern oder bestimmte Randbedingungen erfordern, die noch nicht gegeben sind. Statt sie zu löschen, kann man sie vorübergehend deaktivieren. Hierzu klicken Sie bei gedrückter Control-Taste (oder mit der rechten Maustaste) auf die Titelzeile der Aktion und wählen im Kontextmenü "Deaktivieren". Nun wird die Aktion bei der Ausführung übersprungen. Als Zeichen dafür wird sie blass dargestellt. Zum Reaktivieren der Aktion benutzen Sie erneut das Kontextmenü.

Schrittweise ausführen

Arbeitsabläufe lassen sich auch Aktion für Aktion prüfen. Dafür benutzen Sie oben rechts im Automator-Fenster die Taste "Schritt". Mit jeder Betätigung dieser Taste schreitet die Ausführung eine Aktion weiter. Die bereits ausgeführten Aktionen erhalten ein grünes Icon. Lässt sich eine Aktion nicht ausführen, wird sie rot markiert und eine Meldung erscheint. Längere Sequenzen sollte man vorher möglichst teilweise deaktivieren oder lediglich Teile zum Testen kopieren, da diese Methode sonst schnell sehr langwierig wird. Mit "Stoppen" wird die Ausführung des Ablaufs abgebrochen.

Übergebene Dateien prüfen

Eine häufige Fehlerquelle ist die Übergabe der falschen Dateien im Automator-Ablauf. Man wählt die falschen Objekte aus, oder eine Aktion verhält sich bei der Ausgabe anders als erwartet. Mit der Aktion "Ergebnisse anzeigen" können Sie sichtbar machen, welche Objekte von einer Aktion zur nächsten übergeben werden. Die bei der Fehlersuche sehr nützliche Aktion wird einfach zwischen zwei anderen eingefügt und zeigt dann im Automator-Fenster die übergebenen Argumente, in der Regel in Form einer Applescript-Liste .

Verzögerungen aufspüren

Wenn Sie einen Ablauf im Automator-Fenster starten, protokolliert das Programm haarklein, wie lange es für jede Aktion gebraucht hat und ob es dabei zu Problemen kam. Um das Protokoll einzublenden, klicken Sie auf die Taste mit dem Listensymbol unterhalb des Arbeitsablaufs oder benutzen den Befehl im Darstellungsmenü. Jede Zeile im Protokoll entspricht einer Aktion. Am Anfang steht ein Symbol, grün für problemlose Ausführung, gelb für Warnungen und rot für Abbruch des Ablaufs. Die rechte Spalte zeigt die benötigten Zeiten. Falls ein Programm unerwartet lang braucht, sehen Sie hier, welche Aktion die Verzögerung verursacht.

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