Von Walter Mehl, Matthias Zehden - 04.10.2010, 12:45

Ratgeber: Backup mit Time Machine

Die acht wichtigsten Fakten zu Time Machine

Mit Time Machine kann man automatisch den Inhalt der Festplatte sichern und bei Bedarf sehr einfach wieder auf die Dateien im Backup zugreifen.

Wie arbeitet Time Machine?

Im Gegensatz zu konventionellen Backup-Tools verdichtet es die Daten jedoch im Laufe der Zeit noch weiter. Es behält die Backups der letzten 24 Stunden. Von den nächsten 30 Tagen bleibt nur jeweils ein Backup übrig und danach vergrößert sich das Intervall auf ein Backup pro Woche bis das Volume voll ist.
Die Daten liegen im Ordner "Backups.backupdb", der für jeden Rechner ein Verzeichnis enthält und darin für jeden Backup-Lauf einen Ordner, dessen Name mit Datum und Uhrzeit gekennzeichnet ist. Jeder einzelne Ordner zeigt den Zustand des Mac zum jeweiligen Zeitpunkt. Um Platz zu sparen, erzeugt Apple für unveränderte Objekte einen speziellen Verweis auf die Originaldatei, ähnlich einem Unix-Hardlink. Aus diesem Grund tauchen die Dateien in jedem Backup gleichberechtigt auf, ohne dass sie mehrfach Platz belegen, was folglich Speicherplatz spart.
Ist die Filevault-Verschlüsselung aktiviert, kann Time Machine nicht auf einzelne Dateien des Benutzerordners zugreifen. Stattdessen wird das verschlüsselte Image des Accounts gesichert, wenn sich der Filevault-Benutzer abmeldet.

Time Machine nicht mit NAS

Apple macht ein großes Geheimnis daraus, doch die genauere Analyse des Datenverkehrs zwischen Apples Time Capsule und einem Mac macht den Unterschied deutlich: Apple verwendet für Time Capsule die Protokollsprache "AFP", Version 3.2 beziehungsweise brandaktuell Version 3.3. Viele Festplatten mit Ethernet-Anschluß (alias "NAS") aber sprechen bestenfalls AFP, Version 3.1. Dort fehlen zwei Befehle "FPSyncDir" und "FPSyncFork", die Time Machine benötigt, um zu ermitteln, wann ein Ordner respektive eine Datei wirklich vollständig auf der Festplatte gespeichert ist. In Version 3.3 kommt noch "ReplayCache" hinzu, was Time Machine nutzt, um nach einen Verbindungsfehler zu überprüfen, ob die zurückliegenden Speicherbefehle erfolgreich waren. Ohne diese drei Befehle kann Time Machine nicht zuverlässig über Netz Daten speichern. Trotzdem findet man immer wieder den Tipp den Mac mit dem Befehl "TMShowUnsupportedNetworkVolumes" zu präparieren. In unseren Tests lassen sich danach solche Netz-Festplatten tatsächlich für Time Machine nutzen, doch meistens ist einige Monate später Schluss: Time Machine erkennt die Backup-Daten nicht mehr und kann keine Daten mehr sichern. Auch die Wiederherstellung ist dann unmöglich.
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