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Besser Fotografieren mit dem iPhone

24.05.2012 | 08:24 Uhr |

Wer ein iPhone mit seiner zwar nicht perfekten, aber durchaus guten Kamera in der Tasche hat, lässt den Fotoapparat meistens zu Hause. Wir zeigen, wie Sie alles aus der Fotofunktion herausholen

Die Kamera des iPhone hat eine erstaunliche Qualitätssteigerung hinter sich: Hüllte man über die Kameras der ersten beiden Generationen besser noch den Mantel des Schweigens, lassen sich spätestens mit dem iPhone 4 und erst recht dem 4S sehr manierliche Fotos und Filme machen. Da dürfte trotz mancher Einschränkungen die „richtige“ Digitalkamera oft genug zu Hause in der Fototasche bleiben. Eine dezidierte Kamera bietet sicher mehr Einstellmöglichkeiten, ein Zoomobjektiv und viel Platz dank Speicherkarten, doch das iPhone hält mit seiner ständigen Verfügbarkeit wacker dagegen.

Alles automatisch

Das iPhone gehört, wenn man es als Kamera betrachtet , eindeutig in die Schnappschussgattung, denn einzustellen gibt es für den Anwender praktisch nichts. Das aktuelle iPhone 4S bietet eine standesgemäße Auflösung von acht Megapixeln, ein vergleichsweise lichtstarkes Objektiv mit einem Öffnungsverhältnis von 1 zu 2,4 und ein klassisches 35-Millimeter-Objektiv. Die Bildqualität reicht durchaus für passable Drucke.

Die zugehörige Kamera-App ist Apple-typisch sehr simpel gehalten, weshalb ambitionierte Fotografen sich vielleicht nach Alternativen umsehen werden. Doch wer unsere Hinweise beachtet, wird auch dem Original schöne Bilder entlocken können.

Grundfunktionen der Kamera

Die Startzeit überbrückt eine kleine Animation, danach zeigt der Schirm eine Livevorschau mit allen Knöpfen. Die Kamera startet auch direkt vom Sperrbildschirm.
Vergrößern Die Startzeit überbrückt eine kleine Animation, danach zeigt der Schirm eine Livevorschau mit allen Knöpfen. Die Kamera startet auch direkt vom Sperrbildschirm.

Für das Aufnehmen von Fotos ist die Kamera-App zuständig, die man sich am besten stets griffbereit auf die erste Seite oder sogar in die Schnellstartleiste am unteren Rand legen sollte – so mancher dürfte mehr fotografieren als Musik hören. Nach dem Start der App verhält sich das iPhone beinahe schon wie eine digitale Kompaktkamera, indem es den Bildschirm für eine Livevorschau nutzt und alle wesentlichen In­formationen und Bedienelemente dort einblendet. Zum Auslösen steht der Knopf unten oder aber der Lautstärkeknopf zur Verfügung, sodass die Bedienung einer normalen Kamera sehr ähnelt.

Um schnell schussbereit zu sein, lässt sich die Kamera-App mittlerweile auch direkt vom Startbildschirm aus starten. Schieben Sie einfach das kleine Kamerasymbol nach oben, um direkt in der Kamera-App zu landen. Ist das iPhone mit einer Code-Sperre geschützt, hat man von hier nur Zugriff auf die Fotos, die man gerade aufgenommen hat, so dass die Vertraulichkeit der Bilder gegeben ist. Kleiner Tipp: Das Abdeckglas des Objektivs ist erstaunlich oft verschmiert und von Fingerab­drücken übersät. Das Putzen mit einem weichen Tuch befreit die Aufnahmen von Nebel und steigert sichtbar den Kontrast.

Aufnahmehilfen

Wer dazu neigt, die Kamera schief zu halten, sollte das Raster zum leichteren Ausrichten einblenden. Über die gewohnte Kneifgeste mit zwei Fingern lässt sich ein digitaler Zoom aktivieren.
Vergrößern Wer dazu neigt, die Kamera schief zu halten, sollte das Raster zum leichteren Ausrichten einblenden. Über die gewohnte Kneifgeste mit zwei Fingern lässt sich ein digitaler Zoom aktivieren.

Raster: Über den Optionenknopf oben lässt sich ein Raster einblenden, das beim Ausrichten der Auf­nahmen sehr hilfreich sein kann. So kann man den Horizont oder Gebäude nutzen, um die Kamera gerade zu halten. Schiefe Fotos lassen sich natürlich auch nachträglich begradigen, doch das kostet Mühe und Bildauflösung.

Zoomen: Mit zwei Fingern lässt sich ein digitaler Zoomeffekt aufrufen, der schlicht zu einer Ausschnittsvergrößerung und so zu Auflösungsverlust führt. Fast immer ist es besser, dies, wenn überhaupt, später am Rechner zu machen. Und noch besser ist es, die Füße zu benutzen und einfach bei der Aufnahme näher heranzugehen.

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