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Fenster-Manager: Alternativen zu Exposé

14.10.2010 | 12:09 Uhr |

Auf einem aktuellen Mac hat man schnell mehrere Dutzend Programmfenster vor sich. Jede Hilfe, die mehr Übersicht verspricht, kann deshalb nur recht sein. Nicht nur die Systemfunktion Exposé dient als Fenster-Manager.

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Als Abhilfe für die Orientierung über die vielen Fenster bietet Apple seit Mac-OS X 10.3 Panther die Systemfunktion Exposé. Seit Mac-OS X 10.6 bietet das mittlerweile mit Spaces zusammengefasste Exposé sogar neue Dock-Optionen - klickt man längere Zeit auf ein Programmsymbol, sieht man eine Übersicht der Fenster eines Programms. Expose hat offenbar viele Mac-Softwareautoren eher inspiriert als entmutigt: Vor allem im letzten Jahr sind eine Vielzahl Fenster-Manager als Alternativen zu Exposé erschienen, die versprechen, dass man damit effektiver arbeitet.

Zwei verschiedene Probleme wollen diese Fesnter-Manager lösen: Die erste Aufgabe ist, eine Übersicht über die vielen offenen Programm- und Finder-Fenster zu liefern. Zweite Aufgabe ist das schnelle Positionieren der Fenster. In Produktivumgebungen wie einem Grafikbüro kann man damit nämlich viel Zeit sparen. Statt die Fenster von FTP -Client, Indesign, Finder und Mail ständig zu suchen und neu anzuordnen, speichert man einmal die richtige Fenster-Position und ruft sie mit einer Tastenkombination oder Mausklick auf.

Fenster in der Übersicht

Während Exposé offene Fenster verwaltet, ist bei Mac-OS X der Programmwechsler ("Befehlstaste-Tabulator") für schnelles Wechseln zwischen den Programmen zuständig. Programme wie Witch und Snap Rocket versuchen eine Kombination dieser beiden Technologien.

Einer der ersten Fenster-Manager, der auf dem Mac erschien, ist Witch von Many Tricks. Ist Witch installiert, erhält man mit "Wahltaste-Tabulator" eine Liste der offenen Programme - inklusive ihrer jeweiligen Fenster beziehungsweise Dokumente. Arbeitet man mit vielen offenen Fenstern, erhält man so mehr Flexibilität als mit Apples Programm-Wechsler. Denn dann ist diese geordnete Liste deutlich übersichtlicher als die Fensterübersicht von Exposé. Wählt man mit dem Cursor eines der Fenster aus, blendet Witch eine Voransicht des Fensters ein - ähnlich Exposé. Da Witch außerdem nicht jedes Mal Vorschau-Bilder aufbauen muss, erscheint die Übersicht weitaus schneller als beim behäbigen Exposé. Mit Scrollrad, Maus oder Pfeiltaste kann man eines der Fenster direkt auswählen - etwa eine Safari -Seite.

Mehr Produktivität im Umgang mit Fenster will ebenfalls Snap Rocket ermöglichen. Das Konzept ist allerdings völlig anders. Auch hier kann man mit den Pfeiltasten durch offene Fenster navigieren - allerdings ohne eine Liste der Fensternamen. Ein halbtransparentes Bild markiert statt dessen auf dem Bildschirm den Umriss des Fensters und die Fenstertitel - ähnlich einem Röntgenbild. Zwischen den Programmen wechselt man hier mit den Pfeiltasten für oben und unten, zwischen den Fenstern mit den Pfeiltasten nach rechts oder links. Über die Leertaste kann man zwischen den Fenstern eines Programms wechseln, etwa allen offenen Safari-Fenstern. Beide Konzepte sind recht effektiv, das innovative Snap Rocket erfordert aber mehr Eingewöhnung und ist nach unserer Meinung weniger übersichtlich.

Auf Exposé selbst greift ein drittes Programm zu: Switché von Kapeli. Ist das simple Programm aktiv, sieht man bei "Befehlstaste-Tab" statt der Programmliste eine Expose-Übersicht der Programmfenster. Zwischen den einzelnen Programmen wechselt man durch Wiederholen des Befehls, über die Pfeiltasten wählt man ein Fenster aus. Alternativ kann man Fenster und Programme mit der Maus auswählen. Nachteil dieses Konzepts ist jedoch, dass man keine Programmliste mehr vor sich hat. Bei älteren Rechnern kann es zudem schon mal eine Sekunde dauern, bis Exposé die Vorschaubilder der Fenster geladen sind.

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