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Ratgeber: Garageband fürs iPad

22.01.2014 | 14:49 Uhr |

Apple hat bei der neuen Version von Garageband nicht nur optisch aufgeräumt. Echte Highlights sind Inter-App Audio und iCloud-Sync. Wir zeigen, wie sie funktionieren

Garageband zeigt in der neuen Version nicht nur sein Symbol vereinfacht, die Oberfläche wurde fast komplett von der Optik aus Holz und gebürstetem Metall befreit. Neben dem neuen Look kommen einige bahnbrechende Features wie Inter-App Audio dazu. Garageband bekommt so auf einen Schlag eine Menge neuer Möglichkeiten und Instrumente. Die Apps von Drittherstellern werden
damit aufgewertet, da ihr Sound endlich auch aufgenommen werden kann.

1) Inter-App Audio verwenden

Wer sich schon mal mit der App Audiobus beschäftigt hat, kennt auch Inter-App Audio. Apple hat etwas Ähnliches wie die Drittherstellertechnologie jetzt direkt in Garageband eingebaut und verbessert. Für alle, die das Konzept dahinter noch nicht kennen: Externe Apps oder Effekte können wie eine Erweiterung in Garageband verwendet und aufgenommen werden.

Das neue Symbol für Inter-App Audio reiht sich in „Instrumente“ ein. Nach dem Antippen zeigt Garageband die verfügbaren Apps, die die Inter- App-Audio-Technologie von Garageband unterstützen. Viele sind es derzeit noch nicht, es werden aber erstens immer mehr, zweitens hilft oft ein Update aller Musik-Apps aufdem iPad, falls der Hersteller per Update die Unterstützung nachschiebt. Mit dem Synthesizer iMini klappt der Austausch schon jetzt. Wenn Sie auf das Symbol tippen, wechselt Garageband zur externen App. Dort können Sie wie gewohnt spielen (oder im Fall von Djay mixen). Bei iMini findet sich rechts oben eine Taste „Connect“, mit der eine Aufnahmesteuerung sichtbar wird. So können Sie die Aufnahme starten. Tippen Sie auf das Garageband-Symbol, wechseln Sie zurück und finden die Aufnahme in der Spur.

2) Songs per iCloud syncen

Wer mehrere iPads oder Garageband auf dem iPhone verwendet, freut sich über die neuen Möglichkeiten, die Songs per iCloud automatisch auf allen Geräten synchron zu halten. Neue Songs werden nicht automatisch mit iCloud abgeglichen. Zunächst muss auf dem iPad iCloud eingeschaltet und unter „Einstellungen > Garageband“ iCloud aktiviert sein.

Dann tippt man auf einen Song in der Übersicht, bis alle zu wackeln beginnen. Nun lassen sich weitere markieren. Mit dem iCloud-Symbol in der Leiste oben kann der Befehl „In iCloud übertragen“ aufgerufen werden. Es folgen ein Upload-Symbol und eine Ladeanzeige. Songs in der Cloud werden mit dem Wolkensymbol hervorgehoben.

3) Songs exportieren

Jetzt stehen viel mehr und direktere Möglichkeiten in Garageband bereit, wenn es darum geht, einen Song weiterzugeben. Dazu tippt man in der Übersicht einen Song so lange an, bis die Symbole zu wackeln beginnen. Das Teilen klappt nur, wenn ein einzelner Song ausgewählt ist (bei iCloud können mehrere gleichzeitig übertragen werden). Mit dem Teilen-Button öffnen sich die Optionen: Per Airdrop kann man sie drahtlos an iOS-Geräte in der näheren Umgebung schicken. Der Empfänger im Kontrollzentrum (vom unteren Bildschirm nach oben wischen) muss Airdrop aktivieren. Achtung: Airdrop gibt es leider nur auf iOS-Geräten mit Lightning-Connector.

Beim Teilen mit dem Computer kann ein Song in eine Stereodatei gerendert werden und an iTunes auf Mac und PC übertragen werden. An den Mac lässt sich auch eine offene Garageband-Datei mit Spuren und allen Bearbeitungsoptionen schicken. Neu dabei ist außerdem der direkte Upload auf die beliebte Musikplattform Soundcloud – neben dem Teilen über Facebook und Youtube. Sehr praktisch ist die neue, direkte Exportfunktion eines Songs als Klingelton, die früher notwendige Aufbereitung ins korrekte Format erspart.

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