1046872

Schnelle DNS-Server beschleunigen Internet-Verbindung

08.03.2011 | 11:25 Uhr |

Schuld an langsamen Verbindungen sind neben der Bandbreite der Internet-Leitung oft langsame oder schlecht programmierte Nameserver der Provider. Wir zeigen, wie der Mangel abgestellt wird.

Intel Light Peak
Vergrößern Intel Light Peak

Mittlerweile bieten nahezu alle Internet-Provider schnelle Zugänge für relativ wenig Geld. Dabei ist eine Internet-Verbindung mit 16.000 Kilobit pro Sekunde in vielen Haushalten Standard. Im Schnitt lassen sich über eine solche Internet-Leitung Dateien aus dem Netz mit einer Download-Geschwindigkeit von ungefähr 1,5 Megabyte pro Sekunde auf den Mac laden. 16.000 Kilobit entsprechen zwar fast 2 Megabyte pro Sekunde, der Wert wird jedoch aus technischen Gründen fast nie erreicht.

Während für die meisten Benutzer die eigentliche Download-Geschwindigkeit beim Laden größerer Dateien gefühlt ausreichend ist, stören lange Wartezeiten beim Surfen im Web. Es scheint ewig zu dauern, bis eine ausgewählte Webseite im Browser aufgebaut ist. Bei einer wie oben beschriebenen Internet-Anbindung sollte das eigentlich blitzschnell gehen, nur sehr opulent mit Bildern ausgestattete Seiten erreichen einen Umfang von rund einem Megabyte. Auch die sollten binnen einer Sekunde auf dem Bildschirm erscheinen - tun es aber oft nicht. Zum einen dauert das Laden vieler einzelner Dateien - wie auf einer Webseite - länger als das einer einzigen großen Datei. Das kennt jeder Benutzer am Mac vom Dateikopieren auf eine externe Festplatte. An der oft lästigen Wartezeit, bis die Webseite damit beginnt, sich aufzubauen, ist aber häufig der Nameserver des Providers schuld.

So funktionieren Nameserver (DNS)

Jeder Rechner im Internet besitzt mit seiner IP-Nummer eine eindeutige Adresse, zum Beispiel 102.223.222.123. Derartige Zahlenkombinationen kann sich natürlich niemand merken, Namen sind eingängiger. Die Kommunikation zwischen Rechnern im Internet basiert aber auf IP-Nummern, und für richtige Namen sorgen erst Übersetzerrechner, Domain Name Server, kurz DNS oder Nameserver genannt.

Dem DNS liegt das Domain Name System zugrunde, eine weltweite Datenbank, in der zu jeder IP-Nummer ein Domainname verzeichnet ist. Fragt ein DSL-Nutzer nach einem Webserver außerhalb der Domain seines Providers, etwa www.apple.com, ist sein zuständiger Nameserver ratlos. Dieser fragt deshalb einen Rootserver im Internet, der alle Informationen über Toplevel-Domains wie .com, .de, .org und so weiter hat.

Der zuständige Server antwortet dann, dass ein Nameserver namens www.isg-apple.com.akadns.net die Namen der apple.com-Domain verwaltet. Apples Nameserver löst den Namen auf und schickt dem heimischen Nameserver als Antwort die IP-Nummer des Servers www.apple.com. Der Vorgang dauert nur Bruchteile von Sekunden. Der heimische Nameserver speichert diese Information für eine gewisse Zeit in seinem Cache für zukünftige Anfragen. Ist der "heimische" Nameserver (der des Providers) schlecht programmiert oder langsam, kommt es zu Verzögerungen.

Um die knappen IP-Adressen zu sparen und trotzdem allen Computern in einem Netzwerk den Zugang zum Internet zu ermöglichen, wurde das NAT-Verfahren ( Network Address Translation ) entwickelt. In einem lokalen Netzwerk werden private, nicht öffentliche IP-Nummern genutzt, "nach außen" nur die eine offizielle, vom Provider zugeteilte. Sie ist dem DSL-Modem oder DSL-Router des lokalen Netzwerks zugeordnet.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1046872