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Sicher bezahlen im Internet

31.01.2011 | 13:55 Uhr |

Beim Einkauf im Internet muss das Geld direkt von Konto zu Konto wandern. Damit dabei nichts schief geht, sollte man die Mechanismen hinter bargeldlosen Diensten wie Paypal kennen. Unser Ratgeber zeigt, wie Onlinebezahlsysteme funktionieren und wo man aufpassen sollte.

Wie jeder Kauf endet auch der im Internet mit dem Bezahlen: Hierzu muss man nicht mehr zwingend an seinem heimischen Rechner sitzen, sondern kann inzwischen auch problemlos über mobile Endgeräte wie iPhone oder iPad das Geld in den Kauf- und Bezahlvorgang fließen lassen. So lassen sich Parktickets in vielen Städten mit einem beliebigen Handy und einer SMS bezahlen.

Noch dominieren traditionelle Bezahlverfahren

Nur sehr wenige Internet-Händler bieten ausschließlich klassische Bezahlverfahren wie Nachnahme oder Lastschrifteinzug an, die aber gleichzeitig auch ein hohes Vertrauen in die Kundschaft erfordern.
Vergrößern Nur sehr wenige Internet-Händler bieten ausschließlich klassische Bezahlverfahren wie Nachnahme oder Lastschrifteinzug an, die aber gleichzeitig auch ein hohes Vertrauen in die Kundschaft erfordern.

Die Deutschen kauften 2009 im Internet Waren im Gegenwert von rund 13,4 Milliarden Euro ein. Zum Pflichtprogramm eines guten und seriösen Shop-Betreibers gehört es deshalb, eine gewisse Vielfalt an Bezahlverfahren anzubieten. Zu den klassischen Varianten gehören Vorkasse, Rechnung, Nachnahme, Lastschrift und Kreditkarte, die zum Teil für den Einsatz im elektronischen Handel angepasst wurden. Dabei dominiert die Kreditkarte das Geschehen, gefolgt von Abwicklungsverfahren wie Vorkasse und Nachnahme.

Neben diesen klassischen Methoden ist speziell für den Internet-Handel mehrere "E-Payment-Verfahren" erfunden worden. In der Regel wird man dabei vom jeweiligen Shop weg zu einer Bezahlseite des E-Payment-Anbieters umgeleitet. Auf dieser Bezahlseite bestätigt man die Zahlung und kommt wieder zum Web-Shop zurück. Parallel dazu wird der Händler durch den E-Payment-Anbieter über das Ergebnis der Zahlung informiert. Davon erhält der Händler im Erfolgsfall allerdings nicht die volle Summe. Die Anbieter ziehen einen Betrag ab ("Disagio", Entgelt für Dienstleistung) und schreiben den Rest auf dem Konto des Händlers gut. Im Hintergrund kümmert sich der Anbieter des E-Payment-Verfahrens um den Zahlungsausgleich, indem er zum Beispiel den Betrag per Kreditkarte oder Lastschrift einzieht.

Acht von zehn deutschen Händlern bieten derzeit die Vorkasse an. Mehr als jeder zweite setzt auf Zahlung per Nachnahme und zusätzlich Paypal ("E-Payment"). Alternativen wie Sofortüberweisung.de werden immerhin noch von fast jedem fünften Händler akzeptiert. Giropay und Clickandbuy bietet dagegen nur jeder zehnte Händler in Deutschland an. Doch Clickandbuy spielt im iTunes Store eine wichtige Rolle: Es ist die einzige Alternative zu Geschenkgutscheinen oder Kreditkarte.

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