Ratgeber: Passwörter
Sichere Passwörter am Mac
Mit Hilfe einer Passwortverwaltungssoftware und ein wenig technischem Know-How über das Internet kann man Passwortdiebe oder "Phisher" arbeitslos machen
Trotz der immer wiederkehrenden Erklärungen der Banken, dass sie ihre Kunden niemals per E-Mail dazu auffordern, Kontodaten irgendwo einzugeben, wurden im ersten Halbjahr 2007 rund 197.000 Phishing-Attacken gemeldet. Die Dunkelziffer liegt vermutlich weitaus höher.
Phishing ist eine Methode, mit Hilfe manipulierter Webseiten die Kennwörter von Internet-Seiten auszuspähen. Es zeichnet sich ab, dass die Betrüger nicht nur Internet-Seiten von Banken fälschen, um mit Kontonummer, PIN und TAN Überweisungen zu tätigen. Auch Seiten sozialer Netzwerke, gerade Facebook, werden imitiert, um an die Online-Identitäten anderer zu gelangen.
Die Adresszeile liefert Hinweise
Selbst routinierte Internet-Benutzer können einem Betrüger auf den Leim gehen. Oftmals sind die gefälschten Seiten den echten frappierend ähnlich – zum Teil sogar mit der korrekten Internet-Adresse in der Adresszeile des Browsers. Dies ist zum Beispiel möglich, wenn der eigene Rechner einen DNS-Server nutzt, der in der Hand der Betrüger ist. Ein gekaperter DNS-Server weist der Domain eine falsche numerische Adresse ("IP") zu. Hinter der falschen IP sieht man eine Internet-Seite, die der ursprünglich gesuchten frappierend ähnlich sieht. So ist der Blick in die Adresszeile des Browsers kein ausreichender Schutz.
Es geht aber auch auf die ganz plumpe Art: Offiziell aussehende E-Mails im Namen von Ebay Deutschland landen im eigenen Postfach – die dort genannten Internet-Adressen verweisen allerdings auf ebay.ru. Diese beiden Buchstaben am Ende sind die "Top Level Domain", sprich: der wichtigste Teil des Domainnamens. Im Beispiel entscheiden die Domainserver in Russland (ru – Länderkennzeichen für Russland), welcher Rechner hinter diesem Namen steckt.
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