Von Dorothee Chlumsky - 12.07.2010, 09:58

Ratgeber: Sicher surfen

Mehr Sicherheit für Browser

Veraltete Erweiterungen oder Plug-ins machen den Browser anfällig und damit das Surfen im Internet gefährlich. Vorsorgen kann man nur mit regelmäßiger Kontrolle.
Browser übernehmen heute immer mehr Aufgaben. Sie zeigen Bilder, spielen Musik und Videos ab und bei geschickter Programmierung wird der Browser sogar zur Navigationshilfe, zum digitalen Nachrichtenbrett und zur Tabellenkalkulation.
Da keine Browser-Software alles alleine darstellen kann, arbeiten im Hintergrund fast immer Erweiterungen oder Plug-ins. Diese Software-Bausteine erweitern die Funktionalität des Browsers. Oft installiert man sie von Hand - beispielsweise weil man einen Film ansehen will und die Webseite meldet, dass das dafür benötigte Plug-in fehlt. Im aktuellen Safari 5 Apple den Umgang mit Erweiterungen für seinen Browser deutlich erleichtert.
Ist ein solches Plug-in aber erst einmal Bestandteil des Browsers, muss es immer wieder aktualisiert werden. Und genau hier liegt das Problem: Da die Plug-ins selten in gängige Update-Routinen eingebunden sind, surfen viele Nutzer unbedacht mit veralteten Versionen. Einer Studie der Sicherheitsfirma Trusteer zufolge verwenden beispielsweise 80 Prozent der Internet-Nutzer veraltete Flash-Versionen. Kriminelle haben diese Schwäche erkannt und legen es gezielt darauf an, Sicherheitslücken in Plug-ins zu finden und folglich auszunutzen.

Browser als Zielscheibe

Kriminelle Machenschaften mit persönlichen Daten treffen Mac-Nutzer ebenso wie PC-Anwender: Wer auf einer gefälschten Webseite Benutzerdaten preisgibt, ist Kriminellen zum Opfer gefallen - egal ob er seine persönlichen Daten vom PC oder vom Mac aus einträgt. Im Internet-Untergrund lebt eine ganze Industrie vom Geschäft mit gestohlenen Bankdaten, Accounts und Identitäten.
Aber auch vor echten Hacking-Angriffen sind Mac-Nutzer nicht gefeit. Die jüngsten Beispiele von Java und Safari 4.0.5 zeigen, dass Apple häufig lange braucht, um Sicherheitslücken zu schließen. In dieser Zeit bis zum Update ist ein Mac einem gezielten Angriff aus dem Internet schutzlos ausgeliefert. Das erste Ziel eines Angreifers ist in der Regel der Browser - weil es recht einfach ist, Internet-Seiten unsichtbar zu manipulieren.
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