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Vier Wege: Windows 8 auf dem Mac installieren

10.07.2012 | 10:40 Uhr |

Egal, ob Sie es am Arbeitsplatz benötigen oder einfach nur neugierig sind – wir zeigen Ihnen vier Möglichkeiten, wie Sie Windows 8 auf Ihrem Mac installieren.

Boot Camp

 Entscheiden Sie sich für Boot Camp, benötigen Sie einen neueren Mac, OS X samt Boot Camp und den erhältlichen Preview Release vonWindows 8, den Microsoft gegen eine gültige Mail-Adresse kostenlos zum Downloa d bietet. Hinweis: Bei einem neueren Mac empfiehlt sich die schnellere 64-bit-Version von Windows 8 Preview Release. Die finale Version von Wndows 8 wird Ende Oktober für 40 US-Dollar zu haben sein.

Nachdem Sie sich das entsprechende Disk Image heruntergeladen und den Aktivierungs-Code notieren haben, öffnen Sie im Finder eines Macs mit optischem Laufwerk unter „Programme“ und „Dienstprogramme“ das „Festplatten-Dienstprogramm“. Mounten Sie anschließend das Image in der Seitenleiste und brennen es auf eine CD/DVD. Sorgen Sie danach für ausreichend Speicherplatz – die 64-bit-Version nimmt mindestens 20 GByte in Anspruch, die 32-bit-Version 18 GByte. Starten Sie nun den Boot Camp-Assistenten. Stellen Sie sicher, dass das obere Häkchen neben „Laden der neuesten Apple-Software zur Unterstützung von Windows“ entfernt und das untere Häkchen neben „Windows 7 installieren“ gesetzt ist (Apple hat Boot Camp noch nicht auf Windows 8 aktualisiert, daher steht nur Windows 7 als Auswahlmöglichkeit zur Verfügung).

Legen Sie im Folgefenster fest wie viel Speicherplatz Sie Windows 8 zuteilen möchten – klicken Sie hierfür auf den kleinen Punkt zwischen den beiden grafisch dargestellten Partitionen und bewegen Sie ihn wahlweise nach rechts oder links. Hinweis: Bereits installierte Dateien werden dabei nicht gelöscht. Schieben Sie nun die gebrannte Windows-Version in das optische Laufwerk und klicken danach auf „Installieren“. Fahren Sie Ihren Mac herunter und anschließend wieder hoch, erscheint der Windows-Installations-Dialog.

Parallels

Laden Sie sich die Software Parallels zuerst von derHersteller-Webseiteherunter . Praktisch: Der Hersteller bietet eine 14-tägige Testversion zum Download. So vermeiden Sie es, bei Nichtgefallen knapp 80 US-Dollar (derzeit rund 65 Euro) zu vergeuden. Installieren und starten Sie nun Parallels. Clever: Da Sie im Hauptfenster Windows 8 direkt kostenlos herunterladen können, ersparen Sie sich den nervigen Umweg vom Download des Disk Images bis hin zum Brennen der CD/DVD.

Selbst den Aktivierungs-Code stellt Ihnen Parallels zur Verfügung. Entfernen Sie im Aktivierungs-Code-Fenster das Häkchen neben „64-bit Windows Version“, installiert Parallels die 32-bit-Version. Dies eignet sich vor allem dann, wenn Ihr Mac mit weniger als 4 GByte Arbeitsspeicher ausgerüstet ist.

Zudem haben Sie die Wahl, Windows-Anwendungen so anzeigen zu lassen als ob sie Mac-Anwendungen wären – so kommen Sie umher, auf einem Windows-Desktop zu arbeiten. Wählen Sie dazu die erste Integrations-Option. Möchten Sie Windows alternativ als eigenständige Umgebung laufen lassen, wählen Sie die zweite Integrations-Option.

VMware Fusion

Legen Sie sich auf der Hersteller-Seite zuerst ein Konto an, um die Software herunterzuladen. Sobald der Anmeldevorgang beendet ist, erhalten Sie eine Mail. Klicken Sie auf den darin enthaltenen Link, um die Anmeldung zu bestätigen. Danach können Sie sich eine 30-tätige Versuchsversion herunterladen – die Vollversion kostet knapp 45 Euro.

Starten Sie die Anwendung und geben Sie den Lizenzschlüssel ein. Klicken Sie anschließend auf „OK“ und danach auf „Neu“. Geben Sie nun an, von welcher Art Datenträger Sie installieren möchten. VMware erkennt Ihr Betriebssystem als Windows XP. Wechseln Sie auf die neueste angebotene Version – in diesem Fall Windows 7.

Tipp: Ändern Sie die Standardeinstellung von 1 GByte Arbeitsspeicher auf 2 GByte, um somit den empfohlenen Mindestvoraussetzungen von Windows 8 gerecht zu werden. Klicken Sie zu guter letzt auf das Stern-Symbol und Sie können loslegen. Hinweis: Im Gegensatz zu Parallels müssen Sie den Windows-Aktivierungs-Code bereitstellen – ähnlich wie bei der Standard-Windows-Installation.

VirtualBox

Möchten Sie Windows 8 ausprobieren, aber nicht dafür bezahlen und sind Sie mit Boot Camp als Installations-Assistent aus irgendeinem Grund nicht zufrieden, können Sie als Alternative auf die kostenlose Software VirtualBox von Oracle ausweichen.

Laden Sie sich VirtualBox von der Hersteller-Webseite herunter und installieren Sie diese auf Ihrem Mac. Starten Sie das Programm und erstellen Sie eine neue virtuelle Maschine. Wählen Sie Microsoft Windows als Betriebssystem und die entsprechende Version wie „Windows 8 (64 bit)” (oder lediglich “Windows 8”, sollten Sie die 32-bit-Version verwenden). Als zugewiesener Arbeitsspeicher empfiehlt sich 1 GByte für die 32-bit-Version, 2 GByte für die 64-bit-Version.

 Legen Sie als nächstes eine virtuelle Festplatte an. Hier empfiehlt sich die Standard-Einstellung „Start-up Disk” und “create new hard disk“ zu verwenden. Klicken Sie nun auf „Continue“ und wählen Sie die Formatierung der Festplatte aus. Tipp: Wir haben VirtualBox als Formatierung verwendet. Nachdem Sie festgelegt haben, ob der Speicherplatz dynmanisch oder statisch sein soll, bestimmen Sie nun Namen und maximale Größe der virtuellen Festplatte. Per Klick auf „Create“ und abermals „Create“ erstellen Sie die virtuelle Festplatte.

Zuletzt müssen Sie nur noch Windows 8 installieren. Klicken Sie dazu auf „Start“ und VirtualBox startet den Installations-Assistenten. Wählen Sie das Ordner-Icon neben dem Pop-up-Menü und anschließend das Windows-8-ISO-Image.

Fazit

Obwohl sie kostenpflichtig ist, erweist sicht Parallels als die am einfachsten zu konfigurierende Software. VMware ist zwar etwas günstiger als Parallels, dafür auch etwas weniger anwenderfreudig. VirtualBox ist zwar wiederum kostenlos, dafür die wohl am wenigsten elegante Lösung. Da Boot Camp – im Gegensatz zu den anderen Programmen – Windows nativ laufen lässt, arbeitet Microsofts Betriebssystem darunter am schnellsten. Andererseits benötigen Sie dafür einen Mac mit optischem Laufwerk.

 

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