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Mobile Mail in iOS 5 mit iCloud einrichten

12.10.2011 | 10:46 Uhr |

Mit iCloud ergeben sich neue Möglichkeiten für die mobile Mail-Nutzung. Unser Ratgeber zeigt, wie Sie Mail mit Apples Datenwolke verknüpfen.

Das britische Unternehmen Pingdom hat interessante Zahlen zum Thema Internet-Nutzung für das Jahr 2010 veröffentlicht, die die Bedeutung von E-Mails klarmachen. So wurden laut Pingdom im vergangenen Jahr sagenhafte 107 Billionen Mails verschickt, fast 300 Milliarden pro Tag. Im Jahr 2010 betrug der Spam-Anteil am Mail-Aufkommen dabei fast 90 Prozent - eine ganze Industrie kümmert sich inzwischen um diese unerwünschten "Werbeaussendungen".

Auch wenn man die Spam-Mails aus dem Aufkommen herausrechnet, bleibt die Zahl der Nachrichten, die "gewollt" sind, unvorstellbar. Die Zahl der Menschen, die über einen E-Mail-Account verfügen, nähert sich der 2-Milliarden-Grenze.

Kostenlose Mail-Accounts

Ein Grund für die enorme Verbreitung von E-Mail ist die Verfügbarkeit von kostenlosen Mail-Accounts. Noch vor nicht allzu langer Zeit musste man für einen Account bezahlen - oder zumindest für Funktionen wie IMAP- und Client-Nutzung. Mit Googlemail begann vor ein paar Jahren der Trend zum kostenlosen Account. Apple tritt mit iOS 5 und iCloud dem Club der Kostenlosanbieter bei. Im Gegensatz zu Apples auslaufendem kostenpflichtigen Online-Dienst Mobile Me mit Mail-Account kostet iCloud nichts, der ist Account inklusive. Der Benutzer kann seine E-Mails am PC oder Mac per Webbrowser oder mit einem Client der Wahl abfragen. Wer über ein iOS-Gerät verfügt, kann natürlich auch unterwegs Nachrichten empfangen und versenden. Unter iOS 5 wurde Mobile Mail, so der Name des Mail-Clients bei iOS-Geräten, deutlich in seiner Funktionalität erweitert.

E-Mail de luxe

Die Funktionalität eines Mail-Clients hängt auch von den "Dienstleistungen" des Mail-Servers ab, bei dem der Benutzer seinen Account hat. Hier hat Apple beim iCloud-Account an nichts gespart. Wie die kommerzielle Firmenlösung Microsoft Exchange setzt auch Apple auf komplette Push-Funktionalität für Mails, Adressen, Kalender und mehr. Beide Systeme erlauben sogar das "Fernlöschen" des iPhone, wenn es etwa gestohlen wird. Diese Sicherheitsfunktion ist gerade im Geschäftsumfeld ein Muss. Ob iCloud, Microsoft Exchange oder ein anderer Mail-Account, erst mit der richtigen Konfiguration von Mobile Mail sind alle Funktionen und Möglichkeiten verfügbar. Wir zeigen, wie das funktioniert.

Push-Dienste

Mit seinem Exchange Server bietet Microsoft schon seit Langem eine zentrale Infrastruktur für Firmen, die Termine, Adressen, Mails und so weiter verwaltet. Die Mitarbeiter greifen auf einen gemeinsamen Datenbestand zu, synchronisieren ihre Clients an Desktop-PCs, Notebooks und Smartphones mit dem Serverdienst. Für Privatanwender kommen Exchange-Server als Lösung nicht infrage, sie sind überdimensioniert, teuer und bedürfen fachmännischer Wartung. Wer keinen Exchange-Server zur Verfügung hat - es gibt auch Dienstleister, die Accounts zur Miete anbieten -, nutzt einfach Apples iCloud. Der Account bietet eine Push-Funktion wie die Microsoft-Lösung. Dabei synchronisieren sich alle iOS-Geräte und PCs, die denselben Account nutzen, automatisch. Termine, Adressen und Mails liegen zentral auf dem iCloud-Server, er sorgt dafür, dass Änderungen, neue Mails und so weiter automatisch auf die Geräte übertragen werden ("Push"). Für Privatanwender ist iCloud die Luxuslösung unter den Accounts.

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