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iOS 6: Mitteilungen und Push-Nachrichten optimieren

25.09.2012 | 11:30 Uhr |

Wir zeigen in diesem Workshop, wie Sie Push-Benachrichtigungen richtig einstellen und einen eigenen Push-Dienst nutzen

Bereits mit iOS 3 und dem iPhone 3GS führte Apple 2009 Mitteilungen ein, damals unter dem Namen Push-Benachrichtigungen. Mit iOS 5 folgte Mitteilungszentrale als Sammelstelle für die Benachrichtigungen. Unter iOS 3 wurden sie eingeführt, um Apps die Möglichkeit zu geben, den Benutzer auch dann zu informieren, wenn die App nicht läuft – Multitasking gab es erst mit iOS 4. Mitteilungen gibt es weiterhin, der Dienst wurde stetig ausgebaut. In iOS 6 ist die Option enthalten, Mitteilungen zu bestimmten Ruhezeiten stumm zu schalten.

Neben sinnvollen Mitteilungen – „Tor-Alarm“ bei einer Bundesliga-App oder verpassten Anrufen und Nachrichten – fluten sinnlose News den Sperrbildschirm, nerven bei der Arbeit und verstopfen Mitteilungszentrale. Als Folge ignoriert der Benutzer Mitteilungen oft komplett.

Mitteilungen anpassen

Die Push-Benachrichtigungen sind auch unter iOS 5 und 6 sinnvoll, obwohl Multitasking längst ein alter Hut ist. Über Einstellungen lässt sich durch den Benutzer festlegen, ob eine Push-fähige App überhaupt Mitteilungen geben darf und wenn ja, in welcher Form.

Leider nutzen inzwischen viele App-Entwickler die Mitteilungen auch als Marketinginstrument für ihre App oder ihr Unternehmen. So wird der Benutzer einfach regelmäßig daran erinnert, die App zu nutzen, bekommt In-App-Käufe oder neue Apps des Herstellers schmackhaft gemacht. Dem Treiben können Sie recht einfach einen Riegel vorschieben.

Wer sich ein bisschen Zeit nimmt, kann mit einigen Anpassungen der Einstellungen zu den einzelnen Apps das Mitteilungssystem wieder flottmachen und wird nur noch über die Neuigkeiten informiert, die ihn interessieren.

Eigenes Push-System

Für viele Apps und vor allem Internet-Dienste stehen keine Mitteilungen zur Verfügung. So gibt es etwa keine Information, wenn Kollegen Dateien in die Dropbox kopieren, Mails wichtiger Kontakte etwa bei Googlemail eingehen, wichtige News im meistgelesenen Blog auftauchen oder die Serverlast des eigenen WWW-Servers eine bestimmte Marke überschreitet. Abhilfe schafft hier die App Pushover Notifications (2,99 Euro). Mithilfe der App lässt sich ein eigenes System für Mitteilungen aufbauen, das wesentlich feinere Einstellungen als Mitteilungen erlaubt und die iOS-Funktion ergänzt. Pushover Notifications arbeitet ideal mit dem kostenlosen Webdienst Ifttt zusammen und bietet hier haufenweise Benachrichtigungsoptionen, mit denen das iOS nicht aufwartet. Wir zeigen, wie das funktioniert.

Ifttt und Push

Der Webdienst Ifttt ( www.ifttt.com , „If this then that“ – zu Deutsch etwa: „Wenn das passiert, mache Folgendes“) versteht sich als digitales Klebeband für Internet-Dienste. Auf für den Benutzer einfachste Weise lassen sich unterschiedliche Internet-Dienste, bei Ifttt „Channels“ genannt, sowie Prozesse und Ereignisse miteinander verknüpfen und je nach Vorgaben des Benutzers dann Aktionen ausführen. So kann Ifttt etwa einen RSS-Feed überwachen und den Benutzer bei Auftauchen eines bestimmten Schlüsselworts per Mail informieren. Ifttt kennt inzwischen rund 50 Channels, darunter alle wichtigen sozialen Netzwerke, Cloud-Dienste und mehr. Seit kurzer Zeit gibt es auch einen Channel für Pushover Notifications. Damit lassen sich Ereignisse in einem sozialen Netzwerk oder dem Cloud-Dienst des Benutzers als Mitteilung an das iOS-Gerät schicken. Ifttt ist kostenlos, auf der Heft-CD finden Sie ein E-Paper zur Funktionsweise von Ifttt und zum Anlegen von Actionen für Benachrichtigungen.

Apps die Push-Nutzung erlauben

Apps fragen bei der Installation um Erlaubnis für Push.
Vergrößern Apps fragen bei der Installation um Erlaubnis für Push.

Apps, die Mitteilungen nutzen, dürfen das nicht ohne Erlaubnis des Benutzers. Bei der ersten Installation fragen Sie deshalb den Benutzer um Erlaubnis, im Beispiel die App Groupon.

Sie werden dann in Mitteilungszentrale gelistet
Vergrößern Sie werden dann in Mitteilungszentrale gelistet

Wird das Versenden erlaubt, erscheint die App unter „Einstellungen > Mitteilungen > In der Mitteilungszentrale“. Per Voreinstellung unterstützen die Apps alle vom iOS angebotenen Push-Optionen.

Hier legen Sie den Lagerort und den Hinweisstil …
Vergrößern Hier legen Sie den Lagerort und den Hinweisstil …

Tippen Sie die App an, um die Push-Optionen anzeigen zu lassen. Im oberen Teil des Fensters legen Sie fest, ob die App auch in Mitteilungszentrale erscheinen soll und wie die Mitteilungen aussehen.

… sowie weitere Optionen für die Darstellung fest.
Vergrößern … sowie weitere Optionen für die Darstellung fest.

Im unteren Teil ist die Option „Kennzeichensymbol“ ebenso eingeschaltet wie „Töne“ und die Darstellung der Mitteilung im Sperrbildschirm.

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