Von Matthias Zehden - 07.12.2010, 17:43

Ratgeber: iTunes

Musik und Filme in iTunes über Privatfreigabe

Die private Freigabe von iTunes erleichtert die gemeinsame Nutzung von Musik und Filmen auf mehreren Rechnern oder mit der ganzen Familie ungemein. Sogar iPhone-Apps lassen sich mit der Privatfreigabe ganz einfach verteilen.
Die private Freigabe von iTunes erlaubt es, auf unkomplizierte Weise alle Inhalte der Mediathek auf maximal fünf Macs und PCs im lokalen Netz gemeinsam zu nutzen. Das neue Apple TV verwendet ebenfalls die private Freigabe, um auf die iTunes-Mediatheken der beteiligten Rechner zuzugreifen.
Der Konfigurationsaufwand ist minimal. Im Prinzip brauchen Sie nur die Funktion zu aktivieren und die Zugangsdaten für den iTunes Store einzugeben. Mit etwas Feintuning lässt sich das Feature dann noch an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Die Kommunikation erfolgt ohne spezielle Netzwerkkonfiguration. Macs und Windows-PCs finden sich dank Bonjour selbsttätig im lokalen Netz. Über die private Freigabe zeigt jeder Rechner in der Medienspalte unter "Freigaben" die Mediathek der anderen. So kann man Musik, Filme und andere Medien einfach auf den eigenen Rechner kopieren. Sogar Apps lassen sich so austauschen. Sie können Sie die Daten manuell auswählen und kopieren oder Einkäufe automatisch übertragen lassen.

Privat oder frei?

Im Vergleich zur normalen Freigabe, die über die iTunes-Einstellungen aktiviert wird, gibt es einige gravierende Unterschiede. Das fängt mit der Anmeldung an. Die Teilnehmer an der privaten Freigabe werden einfach über das bei der Aktivierung der Funktion angegebene Konto des iTunes Store identifiziert. Alle Privatfreigaben mit der gleichen Account-Angabe sehen sich automatisch. Bei der herkömmlichen Freigabe lässt sich auf Wunsch ein Passwort festlegen, das dann vor dem Zugriff von einem anderen Rechner aus eingegeben werden muss.
Am wichtigsten ist aber, dass die private Freigabe den uneingeschränkten Zugriff auf alle Medien erlaubt. Das bezieht sich nicht nur auf den Medientyp, sondern auch auf die Möglichkeit, die Daten zu kopieren. Die normale Freigabe bietet dagegen nur die Wiedergabe, ohne Kopiermöglichkeit. Außerdem entfällt der Zugriff auf Klingeltöne und Programme, der ohne Kopie eh keinen Sinn macht. Dafür kann man bei der einfachen Freigabe genau festlegen, welche Medienarten oder Listen andere sehen dürfen.

Nicht für jeden

Durch die große Freizügigkeit eignet sich die private Freigabe nur, wenn es keine Bedenken gegen die Verteilung der Medien gibt, zum Beispiel bei Partnern oder bei mehreren Rechnern einer Person. Ist mehr Kontrolle gefragt, stellt man Medien besser über die konventionelle Freigabe zur Verfügung. So wird man in einer lockeren WG wohl eher den alten Weg gehen.
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