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Safari 7 für OS X Mavericks

09.12.2013 | 13:00 Uhr |

Mit OS X Mavericks erfährt Safari nicht nur optische Veränderungen, denn Apple hat auch im Hintergrund viel an der Performance gearbeitet – so lassen sich Plug-ins gezielt verwalten und Bremsen lösen.

Genau wie seine Vorgängerversionen bringt auch Mavericks eine neue Version von Safari mit sich. Safari 7 bietet dabei eine neue Seitenleiste, eine Plug-in-Verwaltung, eine überarbeitete Ansicht der Top-Sites, und mit dem iCloud-Schlüsselbund eine vollkommen neue Funktion.

Neues in der Seitenleiste

Die in Grau gehaltene Seitenleiste steht am linken Fensterrand des Browsers und lässt sich durch einen Klick auf das Buch-Icon öffnen. Alternativ dazu kann man auch auf die Optionen „Lesezeichenliste einblenden“, „Leseliste einblenden“ oder den Eintrag für die Freigegebenen Links klicken, um die Leiste aufzuklappen.

Mit Safari 7 hat Apple die Lesezeichenverwaltung etwas umorganisiert, denn nun gibt es neben der traditionellen Ansicht der Lesezeichenverwaltung einen Lesezeichenreiter innerhalb der Seitenleiste, der Ihnen per Mausklick Zugang zu Ihren Lesezeichen verschafft. Klicken Sie auf ein beliebiges Lesezeichen in der Seitenleiste, lädt Safari die Webseite auf der rechten Seite im gleichen Fens­ter. Zudem lassen sich Lesezeichen per Drag-and-drop verschieben und über das Drücken der Control-Taste sowie die entsprechende Funktion wie „Lesezeichen umbenennen“ im Kontextmenü bearbeiten. Die Suchleiste, die man ähnlich wie die Spotlight-Funktion in iOS 7 durch eine Scroll-Bewegung nach oben aufruft,  erleichtert den Überblick auf die gespeicherten Lesezeichen. Der neue Lesezeichenreiter eignet sich so vor allem für Nutzer, die mit nur einem Klick Zugang zu mehr Lesezeichen wünschen, als in die Favoritenleiste passen oder die Seitenleiste gegenüber der Favoritenleiste bevorzugen.

Die neue Leseansicht des Browsers Safari sorgt dank einfarbiger Hintergründe für ablenkungsarmes Lesen.
Vergrößern Die neue Leseansicht des Browsers Safari sorgt dank einfarbiger Hintergründe für ablenkungsarmes Lesen.

Der zweite Reiter in der Seitenleiste ruft die Leseliste auf. Bei der Leseliste handelt sich auch unter OS X Mavericks um den Bereich, in dem Sie Webseiten ablegen können, die Sie anschließend zu einem beliebigen Zeitpunkt online oder offline lesen möchten – auch auf Ihren iOS-7-Geräten. Der Unterschied zwischen Safari 6 und Safari 7 liegt darin, dass Sie in der Leselis­te nun endlich endlos scrollen können. Frühere Safari-Versionen enthielten Schaltflächen innerhalb der Lesezeichenleiste, über die Sie Webinhalte zu Ihrer Leselis­te und Links zur Lesezeichenliste hinzufügen und entfernen konnten. Apple hat diese Funktion nun unter Safari 7 vereinfacht und führt ein großes Pluszeichen neben Adressen- und Suchzeile ein. Ein Klick darauf genügt und Safari fügt die aktuell geöffnete Webseite der Leseliste hinzu. Halten Sie das Pluszeichen dagegen gedrückt, erscheint ein Menü mit unterschiedlichen Optionen zur Wahl – so können Sie die gerade im Browser aufgerufene Webseite wahlweise den Top-Sites, der Leseliste oder den Lesezeichen zuordnen.  

Geteilte Links

Sobald Sie sich bei Twitter oder Linkedin über die Option Internet-Accounts (bislang noch als Mail, Kontakte und Kalender bekannt) angemeldet haben, erscheinen Posts aus den beiden Netzwerken in der Freigegebene-Links-Liste. Dabei handelt es sich aber nicht nur um Links; vielmehr stellt die Liste die Avatare und die Namen derer dar, die die Links posten. Zudem erkennt der Nutzer das zum Freigeben genutzte Soziale Netzwerk an dem jeweiligen firmenspezifischen Logo – derzeit unterstützt Mavericks nur Twitter und Linkedin, Support für Facebook fehlt. Sobald Sie innerhalb der Liste auf einen Eintrag klicken, stellt der Browser den Inhalt in einem gesonderten Fens­ter dar. Scrollen Sie bis zum Ende der Nachricht, gelangen Sie zum nächsten Eintrag. Während dieser gelesen wird, verweilt der ursprüngliche Post am oberen Ende des Bildschirms. Somit können Sie leichter nachvollziehen, wer die Nachricht online gestellt hat.

Praktisch: Apple hat über „Darstellung > Freigegebene Links aktualisieren“ eine manuelle Update-Funktion hinzugefügt, da Safari selbst nur sporadisch neue Links lädt. Das Design der Freigegebene-Links-Leiste hat allerdings auch einen Nachteil: Die hellgraue Schrift auf dunkelgrauem Hintergrund ist schwer zu lesen. Außerdem fehlen Zeitstempel. Neben der Schaltfläche für die Seitenleiste steht übrigens wie gewohnt die Schaltfläche für die Top-Sites. Das neue Design der Top-Sites fasst wahlweise sechs, zwölf oder vierundzwanzig Lieblingsseiten in einem Ras­ter übersichtlich zusammen. Daneben hat Apple auch die Reader-Ansicht von Safari vereinfacht und überarbeitet, indem nicht mehr die ursprüngliche Website im Hintergrund zu sehen ist, sondern eine hellgraue Fläche.

Ein Druck auf die Plustaste speichert eine aufgerufene Seite und legt sie in der Leseliste praktisch und intuitiv ab.
Vergrößern Ein Druck auf die Plustaste speichert eine aufgerufene Seite und legt sie in der Leseliste praktisch und intuitiv ab.

Schneller, leichter, sicherer?

Im Zuge der Vorstellung von Mavericks auf der WWDC rühmte sich Apple mit der schnellsten Javascript-Erfahrung, die derzeit existiere. Und tatsächlich: Safari wirkt deutlich schneller. Apple hat Safari dafür neue Performance-Funktionen verpasst. Unter Mavericks verfügt Safari nun über eine bereits vorinstallierte Plug-in-Verwaltung, die sich im Reiter „Sicherheit“ der Safari-Einstellungen findet. Dort erscheinen sämtliche Plug-ins, die das System verwendet sowie eine Liste an Websites, die darauf zugreifen. Hier können Sie beispielsweise Plug-ins für ausgewählte Websites permanent beziehungsweise temporär aktivieren oder deaktivieren. Die Stromsparfunktion verhindert, dass sich Plug-ins ohne Erlaubnis aktivieren. Sobald ein Plug-in blockiert ist, „friert“ Safari den Inhalt des Plug-ins ein und zeigt ein Icon mit angedeutetem Stromstecker. Safari signalisiert dabei dem Web-Server, dass er zwar über das notwendige Plug-in verfügt, den dazugehörigen Inhalt aber nicht zeigen will. Das spart wertvolle Ressourcen!

Mit dem iCloud-Schlüsselbund fügt Apple schließlich noch eine deutlich aufgewertete Passwort- und Login-Verwaltung hinzu. Die Funktion speichert auf Wunsch eingegebene Login-Informationen und synchronisiert sie via iCloud auch auf iOS-7-Geräte. Dabei schlägt sie auch sichere Passworte vor.

Einschätzung: Safari 7

Apple sind mit Safari 7 nicht nur Detailverbesserungen wie die neue Seitenleiste gelungen, sondern vor allem durch den iCloud-Schlüsselbund oder das Plug-in-Management leistungssteigernde und nicht zuletzt praktische neue Funktionen.

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