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Von Holger Sparr - 05.02.2013, 09:13

Surfen im Web

Safari-Alternativen auf dem iPad

©Apple

Nur sehr widerwillig gestattete Apple es anderen Entwicklern, Webbrowser für iOS anzubieten. Mittlerweile finden sich aber etliche Safari-Alternativen im App Store.
Die kostenlosen sowie kostenpflichtigen Safari-Alternativen haben dem zum Betriebssystem gehörigen Browser das eine oder das andere voraus: Einige der Kontrahenten glänzen mit mehr Features, andere sind leichter zu bedienen, und wieder andere sind einfach übersichtlicher gestaltet.

Safari als Maßstab

Allerdings bleibt Safari im Zweifel der Gegner, an dem sich alle messen müssen und mit dem die meis­ten iPad-Besitzer auch keineswegs unzufrieden sind. Safari kann mit Tabs umgehen, bietet Leselisten, die Synchronisierung der Lesezeichen per iCloud und auf Wunsch auch anonymes Surfen. Das Benutzer-Interface fällt dabei immer noch sehr übersichtlich aus. Was Safari sämtlichen Konkurrenten voraushat, ist die feste Integration ins iOS: Bekommt man einen Link per Mail geschickt und öffnet ihn, wird automatisch Safari genutzt. Diese Integration lässt sich, anders als auf Windows oder Mac OS X, auch nicht umgehen, sodass alternative Browser hier stets im Nachteil bleiben werden.

Einschränkungen der alternativen Apps

Apple gestattet es Entwicklern nicht, Apps anzubieten, deren Funktionalität den zum System gehörigen allzu sehr ähnelt. Aber nicht nur dies erschwert die Entwicklung von Browsern für das iPad, sondern auch der Zwang, Apples Rendering-Engine Webkit zu nutzen (siehe rechts). Kann Safari auf dem iPad eine Seite nicht darstellen, gibt es also kaum Hoffnung, dass ein anderer Browser es besser kann, denn er muss zwangsweise dieselben Werkzeuge zur Übersetzung nutzen. Das schließt auch aus, dass Apps beispielsweise einen Flash-Interpreter mitbringen könnten. Manche Browser nutzen für diesen Zweck aber mehr oder weniger erfolgreich Webserver, die Flash-Inhalte in verdaulicheren Code umwandeln.

Was ist Webkit?

Auf der Suche nach einer passenden HTML-Rendering-Engine für die Entwicklung des Safari-Browsers entschied sich Apple vor vielen Jahrendafür, das im Zusammenhang mit dem KDE-Projekt entwickelte KHTML sowie den Javascript-Interpreter KJS zu nutzen, entwickelte diese kräftig weiter und stellte sie unter dem Namen Webkit der Öffentlichkeit als Open-Source-Projekt wieder zur Verfügung.
Apple nutzt Webkit hauptsächlich für Safari unter iOS, OS X und Windows, doch da Webkit freie Software ist, bedienen sich längst auch andere bei der als sehr effizient und schnell geltenden Engine: Googles Chrome baut ebenso darauf auf wie iCab und viele weitere Browser. Auch zahlreiche Mobil-Betriebssysteme wie etwa Android setzen auf Webkit. In iOS schreibt Apple Entwicklern vor, HTML-Seiten und Javascript ausschließlich über Systemfunktionen und damit über Webkit interpretieren zu lassen, und unterbindet alle Versuche, Code direkt in der App zu übersetzen – laut Apple vor allem aus Sicherheitsgründen.

Mehr Features

So gut sich Safari für das normale Surfen auch eignet, so sehr vermisst man gewohnte Features, die bei der Konkurrenz längst Standard sind. Ein Beispiel dafür ist der Datei-Download, denn Safari öffnet zunächst nur die Dateien, die es selbst interpretieren kann, während die Konkurrenten, ganz wie von Windows und OS X gewohnt, prinzipiell alles laden und ablegen können. Und nicht nur Besitzer eines iPad Mini werden sich über Browser mit Vollbildmodus freuen, die keinen Platz für Adress- und Tab-Zeile verschwenden. Oder wie wäre es mit einem Browser, der keine Werbung lädt? Die Auswahl ist groß.
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