Von Walter Mehl - 27.01.2009, 15:15

Safari beschleunigen

Eine Lösung für die Safari-Bremse

Mac-OS X 10.5.6 hat einige Macs im Internet ausgebremst: Safari legt beim Seitenaufbau Pausen ein zwischen wenigen Sekunden und mehreren Minuten. Ein Lösungsansatz...
Safari, iTunes und andere Programme, die auf das Internet zugreifen, sind seit Mac-OS X 10.5.6 in bestimmten Situationen erheblich langsamer als zuvor. Oder arbeiten nur noch mit Aussetzern, die den Ausflug ins Internet zur Qual machen. Auslöser dafür ist ein doppelter Fehler von Apple und AVM, dem Hersteller des Internetrouters Fritzbox (zugleich Hersteller von Speedport 701V, der über T-Online erhältlich ist).

Erklärung für den DNS-Fehler

In internen Tests konnten wir das Problem (endlich!) rekonstruieren; der Fehler liegt in der Synchronisation zwischen Fritzbox (oder Speedport 701V) und Mac-OS X 10.5.6. beziehungsweise der dort genutzten Version von Webkit, der Softwarebibliothek, die in Safari und iTunes verwendet wird. Webkit produziert unter bestimmten Umständen in sehr kurzen Abständen (Millisekunden) identische Anfragen an den Router und die Fritzbox beantwortet diese Anfrage gelegentlich asynchron. Sprich: Webkit erhält eine Antwort auf eine weiter zurück liegende Anfrage, obwohl bereits weitere Anfrage gestellt wurden. Diese asynchrone Antwort wird aber aus Sicherheitsgründen dann verworfen. Ergebnis des Verwirrspiels: Safari wartet auf eine Antwort von der Fritzbox, während der Router der Meinung ist, schon längst geantwortet zu haben.
Der Fehler tritt nur bei DNS-Anfragen auf, sprich: wenn man im Browser eine Internetadresse wie "www.macwelt.de" eintippt und dann die Eingabetaste drückt. Hinter den Kulissen muss Safari dann diesen "Namen" in eine nummerische Adresse umwandeln, im Fall von "www.macwelt.de" in "213.61.125.65". Erst wenn Safari die nummerische Form bekannt ist, kann der Browser von dort die Internetseiten laden. Für solche Anfragen nutzt man das "Domain Name System", kurz DNS, das aus mehreren weltweit zugänglichen Hauptdatenbanken ("root server") und vielen authorisierten Kopien besteht, die zum Beispiel auf Servern von T-Online, 1 & 1 und anderen Internet-Providern gespeichert sind.
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