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Safari-Tipps

Safari schneller machen

25.01.2016 | 16:02 Uhr |

Wir zeigen, wie Sie Apples Browser Safari schneller machen und Probleme beheben. Manchmal ist die Lösung nur einen Klick entfernt.

Update 27.01.2016: Ab heute Morgen macht der Browser von Apple sowohl auf dem iPhone als auch auf dem Mac Probleme: Sucht man etwas in der Adressleiste, stürzt Safari ab. Zu dem Problem sowie zu der Lösung haben wir in diesem Tipp geschrieben.

Safari ist komfortabel, funktioniert aber leider nicht immer perfekt. Hat man gerade seinen Mac gestartet und öffnet Safari, hat mancher oft den Eindruck, der Browser würde „hängen“. Einzelne Seiten laden sich gelegentlich extrem langsam oder sogar gar nicht und in einigen Fällen reagiert Safari plötzlich ärgerlich lahm. Mit unseren Tipps kann man diese Probleme lösen.

Wenn die Telekom Ärger macht

Ein Tipp vorweg: Bei der Prüfung der Internet- und Browsereinstellung verschwendet man viel Zeit, wenn in Wirklichkeit der Internetprovider der Übeltäter ist. Vor jeder Problemsuche sollten Sie deshalb einen Blick auf die Signallampen seines Routers werfen – oft ist nicht Safari, sondern ein instabiler DSL-Zugang die Fehlerquelle.

Ärger mit der Hintergrundsynchronisierung

Störungen beim Seitenaufbau kann Apples iCloud verursachen: Nach einem Systemstart führt Mac-OS X im Hintergrund eine Vielzahl an Uploads und Downloads durch: iCloud lädt Dokumente und Fotos in die iCloud-Ordner, gleicht Bookmarks und Anmeldedaten ab und das System sucht nach Updates . Bei einem per WLAN angebundenen Macbook kann dieser Datenabgleich schon mal einige Zeit dauern und bremst den Brower aus. Das Deaktivieren von iCloud würden wir deshalb nicht empfehlen, eher zu etwas Geduld raten – die Synchronisierung dauert nur kurze Zeit. Ob gerade Netzaktivitäten stattfinden, bringen Sie über die Aktivitätsanzeige in Erfahrung. Große Datenmengen lädt oft der iCloud-Dienst „cloudd“.

OS X Basics: Das kann Safari

Safaris Komfortfunktionen bremsen

Nicht nur iCloud kann eine lahme Internetverbindung ausbremsen, einige Komfortfunktionen von Safari beschneiden die Leistung ebenfalls. So praktisch beispielsweise die Topsites-Anzeige ist, sie ist Gift für die Performance -  vor allem wenn gleich 24 Topsites aktualisiert werden müssen. Unter der Safari-Einstellung „Allgemein“ können Sie die Anzeige aber auf 6 Seiten begrenzen. Zusätzlich kann man unter der Einstellung „Neue Fenster öffnen mit“ und „Neue Tabs öffnen mit“ die Option wählen, dass sich Safari mit „Leerer Seite“ öffnet.

Mit diesen Einstellungen kann man Safari beschleunigen.
Vergrößern Mit diesen Einstellungen kann man Safari beschleunigen.

Intelligentes Suchfeld entschlacken

Ausbremsen kann Safari eine weitere Option: Klickt man in die Eingabezeile, blendet Safari die Favoriten ein. Das ist komfortabel, belastet aber das System. Deaktivieren können Sie diese Option über die Browser-Einstellung „Suchen“. Hier entfernen Sie das Häkchen unter „Favoriten einblenden“ und „Toptreffer vorab im Hintergrund laden“.

Probleme mit Erweiterungen

Safari kann durch viele praktische Erweiterungen aufgerüstet werden, einige davon können jedoch Probleme verursachen. Wir empfehlen deshalb, möglichst keine Erweiterungen zu verwenden oder sie bei der Fehlersuche zu deaktivieren. Auch Plug-ins können den Brower ausbremsen, unter der Einstellung „Erweitert“ sollten Sie deshalb die Option „Plug-Ins zum Stromsparen stoppen“ aktivieren.

Browser-Cache leeren

Das Leeren des Browser-Caches kann diverse Störungen beheben . Um den Cache von Safari zu leeren, muss zuerst das so genannte Entwickler-Menü aktivieren. Dazu setzten Sie in der Einstellung „Erweitert“ ein Häkchen vor der Option „Menü „Entwickler“ in der Menüleiste anzeigen“. Safari bekommt nun einen zusätzlichen Menüleisteneintrag namens „Entwickler“ mit der Option „Cache-Speicher leeren“. Das Entwicklermenü bietet eine weitere praktische Funktion: Man kann eine problematische Seite über die Funktion „Seite öffnen mit“ in Firefox oder Chrome öffnen.

Safari zurücksetzen

Will man Safari zurücksetzen, löscht man dazu die Datei „com.apple.Safari.plist“ im Preferences-Ordner des Ordners Library des Benutzers. Einstellungen müssen neu eingegeben werden, oft ist dies aber eine gute Methode, um Programmprobleme zu beheben - etwa eine nicht mehr funktionierende Eingabeleiste. Um zu dem Ordner zu gelangen, klicken Sie in der Menüleiste des Finders auf "Gehe zu" und halten die Wahltaste gedrückt. Sie können im Menü nun den Library-Ordner auswählen.

Tipps für Profis:

DNS-Server von Google benutzen

Schnelleres Surfen ist manchmal möglich, wenn man einen alternativen DNS-Server auswählt. Dazu klickt man in der Systemeinstellung Netzwerk auf den Button „Weitere Optionen...“ und danach auf den Button „DNS“. Über das Plus-Symbol kann man nun einen alternativen DNS-Server eingeben - schnell und zuverlässig ist der DNS-Server von Google mit der Adresse „8.8.8.8“. Der so genannte DNS-Server sorgt dafür, dass man statt einer IP-Adresse wie „173.194.113.111“ einfach „www.google.de“ eingeben kann.

Ein alternativer DNS-Server kann das Surfen manchmal beschleunigen.
Vergrößern Ein alternativer DNS-Server kann das Surfen manchmal beschleunigen.

DNS-Cache zurücksetzen

Gibt man eine Internetadresse ein und der Brower kann die Seiten nicht aufrufen, ist möglicherweise ein DNS-Fehler verantwortlich. In diesem Falle hilft die Eingabe des Terminalbefehls „sudo killall -HUP mDNSResponder“. Nach diesem Befehl müssen Sie zusätzlich noch ihr Benutzekennwort eingeben und mit der Zeilenschaltung bestätigen. Dieser Befehl setzt den so genannten DNS-Cache des Systems zurück und sollte entsprechende Fehler beheben. Der Befehl funktioniert allerdings nicht bei Macs mit den Systemversion OS X 10.10 bis OS X 10.10.3 und unter OS X 10.6.

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