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USB 3.0: Apple rüstet nach

21.06.2012 | 11:04 Uhr |

Apple rüstet auf USB 3.0 um. Wie profitieren Anwender von der neuen Technologie und was wird aus Thunderbolt? Eine Bestandsaufnahme

Nun also doch: Im Juni stellte Apple auf der WWDC 2012 erstmals neue Macbooks mit USB-3.0-Anschlüssen vor.
Mac-Nutzer mussten bisher auf diesen Schnittstellen-Standard verzichten und neben Firewire und Thunderbolt mit USB 2.0 auskommen. Bei Windows-Rechnern hingegen ist USB 3.0 längst verbreitet. Auch die meisten externen Festplatten, Drucker oder Monitore sind mittlerweile mit USB 3.0 ausgestattet. 

Vor allem der neue Prozessor in Macbook Air und Macbook Pro dürfte Apple zum Einbau von USB 3.0 bewegt haben: Intels neuer Ivy-Bridge-Chipsatz unterstützt USB 3.0 nativ.

Von USB 1.0 zu USB 3.0


Intel war bereits federführend bei der Entwicklung von USB 1.0 im Jahr 1996. Zwei Jahre später integrierte Apple als einer der ersten Hersteller den USB-Anschluss im iMac. Die serielle Schnittstelle eröffnete Nutzern eine große Bandbreite an Möglichkeiten, ihren Rechner zu erweitern. Von nun an konnten Anwender sämtliches Zubehör wie Maus, Tastatur,  Drucker, Festplatte  oder Kamera daran anschließen. Voraussetzung war, dass diese Geräte ebenso über einen USB-Port verfügten.

USB 1.0 schaffte Datenübertragungsraten von gerade mal 12 Megabit pro Sekunde. Im heutigen Zeitalter, in dem es externe Festplatten mit mehreren Terabytes Speicher gibt und Anwender HD-Videos von einem Gerät auf das andere überspielen, müssen große Datenmengen auch mit einer entsprechend hohen Geschwindigkeit transportiert werden. USB 3.0 überträgt Daten mit bis zu 5 Gigabit pro Sekunde. Zum Vergleich: USB 2.0 schafft nur 480 Mbit/s und selbst Firewire ist mit 800 Mbit/s deutlich langsamer als USB 3.0.

Auch Strom kann USB 3.0 besser an Peripherie leiten. Über die neue Schnittstelle gelangen bis zu 900 mA an externe Geräte, die meist kein eigenes Netzteil mehr benötigen. USB 2.0 schafft gerade mal zwischen 150 und 400 mA. So kommen die meisten 2,5-Zoll-Festplatten allein mit dem Strom über USB 3.0 aus.

Thunderbolt oder USB 3.0 nutzen

Privat-Anwender profitieren bei USB 3.0 von hohen Datenübertragungsraten und leistungsfähigen externen Festplatten, die künftig ohne Netzteil auskommen und allein über die Schnittstelle mit Strom versorgt werden können.

Profi-Anwender, die ihre Macs vor allem beruflich dazu nutzen, um HD-Filme zu schneiden oder Fotos mit hoher Auflösung zu bearbeiten, werden um die Thunderbolt-Schnittstelle kaum herumkommen. Die hohen Datenübertragungsraten, die bessere Stromversorgung und die Möglichkeit, an die Schnittstelle mehrere Geräte hintereinander zu schalten, machen Thunderbolt praktisch alternativlos. Für diese Technologie dürften Profis sicher weiterhin gern den einen oder anderen Euro mehr ausgeben.

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