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Boot Camp und Parallels: Datentausch zwischen Mac und Windows

30.05.2008 | 14:31 Uhr |

Wer neben Mac-OS X auf seinem Mac via Bootcamp oder der Virtualisierung Parallels noch Windows betreibt, will auch zwischen den beiden Welten Daten tauschen. Wir zeigen, wie’s geht.

Boot Camp
Vergrößern Boot Camp

Datentausch über externe Speichermedien

Wer Boot Camp mit Vista nutzt, legt das Volume im Format NTFS für das Windows-Betriebssystem an. Anders als der Vorgänger XP arbeitet Vista nicht unter dem veralteten Dateisystem FAT auf dem Startvolume. Mac-OS X kann FAT-Volumes lesen und beschreiben, auf NTFS-Volumes hat man nur einen Lesezugriff. Deshalb lassen sich beispielsweise unter Mac-OS X Daten aus dem Boot-Camp-Volume auf den Mac kopieren, umgekehrt funktioniert das nicht.

Da im Betrieb von Windows über Boot Camp Mac-OS X nicht geladen wird und Windows umgekehrt das Dateiformat des Macs nicht kennt, ist der Datentausch über ein Speichermedium wie eine USB- oder Firewire-Festplatte oder einen Memory-Stick der einfachste Weg. Formatieren Sie das Medium unter Mac-OS X mithilfe des Festplatten-Dienstprogramms als Windows-Volume, können Sie es unter beiden Systemen nutzen. Beim Formatieren wird am Mac das Dateisystem FAT verwendet, das kann sowohl Mac-OS X als auch Windows nutzen, natürlich inklusive Vista. iPods am Windows-PC sind übrigens auch FAT-formatiert, bieten sich also im Festplattenmodus auch als Dateitauscher an.

Daten mit Virtualisierungen tauschen

Wesentlich einfacher funktioniert der Datentausch bei Verwendung von Virtualisierungslösungen wie VM Ware Fusion oder Parallels Desktop for Mac. Hier kann der Benutzer Dateien und Ordner vom Mac-Finder auf den Windows-Schreibtisch einfach mithilfe der Maus kopieren. Der umgekehrte Weg funktioniert natürlich auch. Dazu bietet beispielsweise Parallels Lösung die Möglichkeit, bei laufendem Windows dessen gemountete Partition zu öffnen und Dateien in beiden Richtungen zu kopieren. Natürlich sollte man über ausreichende Kenntnis der Verzeichnisstruktur von Windows verfügen, sonst können Kopieraktionen unerwünschte Nebenwirkungen zeigen. Dazu bieten die Virtualisierungen über gemeinsam genutzte Ordner für beide Betriebssysteme eine weitere Option für den Austausch von Daten.

Server nutzen

Neben externen Speichermedien, die sich bei sämtlichen Windows-Lösungen am Mac anbieten, kann natürlich jeder auch Server-Volumes im lokalen Netzwerk zum Tausch von Daten nutzen. Wer zum Beispiel im Netzwerk über einen weiteren Mac verfügt, setzt diesen als Server ein. Dazu ist die Systemeinstellung "Sharing" zu aktivieren, ein Benutzer anzulegen und die Option "Filesharing" zu aktivieren. Im zugehörigen Fenster klicken Sie danach auf den Button "Optionen" und aktivieren die Option "Dateien und Ordner über SMB bereitstellen". Jetzt ist noch der neue Benutzer auszuwählen, sein Passwort anzugeben - fertig ist der Windows-Server.

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