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Filtermethoden und Verhaltensweisen gegen Spam und Phishing

01.05.2008 | 19:07 Uhr |

Spammer und Phisher sind auch für Mac-Anwender lästiges bis gefährliches Gesindel. Wir zeigen Schritt für Schritt Maßnahmen gegen Spam und Betrug per E-Mail.

Schutz durch den Provider

Der Schutz des E-Mail-Accounts vor Spam und Viren sollte immer zweistufig erfolgen. Alle guten E-Mail-Provider bieten ihren Kunden bereits vorgeschaltete Mail-Filter. Je nach Anbieter sind diese komplett konfiguriert oder lassen sich vom Anwender selbst einstellen. Im Bild links können Filterlisten selbst erstellt werden, im Bild rechts bietet der Provider einen Schutz vor Spam und Viren mit einem Klick. Entsprechende Mails gelangen so erst gar nicht auf den Mac des Nutzers, sie scheitern bereits an der ersten Schutzmauer. Ein zweiter Schutzwall ist aber unumgänglich, einige Spam-Mails oder solche mit Viren können die Filter des Providers überwinden.

Spam-Filter am Mac

Das Programm Mail ist bereits mit einem Filter für unerwünschte Werbemails ausgestattet. Um ihn zu aktivieren, öffnen Sie zunächst die "Einstellungen" und hier die Option "Werbung". Der Filter ist per Voreinstellung bereits eingeschaltet, der Benutzer legt fest, wo von Mail erkannte Werbung abgelegt werden soll. Zudem lässt sich etwa definieren, welche Mails ohne Prüfung durch den Spamfilter in den Posteingang gelangen dürfen. Hier sollte man Absender aus dem Adressbuch und solche ausnehmen, mit denen man bereits kommuniziert hat.

Lernender Spam-Filter

Beim Spam-Filter von Mail handelt es sich um einen sogenannten intelligenten Filter. Er ist "lernfähig". Bei einer vom Programm als "Werbung" gekennzeichneten Nachricht, bei der es sich nicht um Spam handelt, wählt man einfach den Button "Ist keine Werbung".

In Zukunft landen Mails von dem Versender automatisch in der Eingangsbox. Umgekehrt lässt sich Werbung, die vom Spam-Filter nicht erkannt wurde, aktivieren und mit einem Klick auf "Ist Werbung" als solche markieren. Im Laufe der Zeit fischt Mail automatisch fast alle Werbemails heraus.

Keine Rückmeldung

Spammer kaufen Millionen Mail-Adressen, von denen meist nur ein Bruchteil funktioniert. Um herauszubekommen, bei welchen es sich um gültige, aktive Mailadressen handelt, betten viele Spammer einen Link zu einer Grafik ein, die auf ihrem Webserver liegt. Wird die Mail geöffnet, wird automatisch die Grafik abgerufen, und die Adresse ist verifiziert. Empfehlenswert ist es deshalb, in den Einstellungen unter "Darstellung" den Punkt "Nicht lokal gesicherte Bilder in HTML-E-Mails anzeigen" auszuschalten. Möchte man die Bilder in einer Nachricht sehen, klickt man rechts oben auf "Bilder laden".

Info Positiv und negativ

Über eine Positivliste (Whitelist) teilt man einem Spam-Filter mit, welche Absender von E-Mail-Nachrichten niemals als Werbung anzusehen sind. So lässt sich zum Beispiel festlegen, dass alle Nachrichten von "@macwelt.de" kein Spam sind. Die Negativliste (Blacklist) ist das Gegenstück. Die hier eingetragenen Adressen werden grundsätzlich als Spam angesehen.

Vorsicht, Falle

Hat man mit sehr viel Spam zu kämpfen, kann es sich lohnen, ein spezielles Programm wie beispielsweise Spam Sieve zu verwenden. Das Programm funktioniert als Plug-in in den meisten E-Mail-Programmen. Vor einer Masche, die anscheinend immer noch funktioniert, schützen oft auch die besten Programme nicht. Betrüger senden unter einer Bankadresse eine Mail mit einem Link, der Empfänger wird aufgefordert, ihn anzuklicken und seine Bank-, Kreditkarten- oder Ebay-Daten neu einzugeben. Hierbei liegt stets Betrug vor, solche Mails einfach löschen.

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