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Programmprobleme beheben

01.03.2008 | 15:17 Uhr |

Was tun, wenn die Software hakt? Schritt für Schritt zur Lösung von Software-Problemen.

Programm reagiert nicht

Reagiert ein Programm nicht mehr, beendet man es, indem man die Tastenkombination "Befehl-Wahl-Escape" drückt, um das Fenster "Programme sofort beenden" zu öffnen. Man markiert das Programm (es ist rot markiert mit dem Zusatz "reagiert nicht") und klickt auf "Sofort beenden". Nun fragt das System noch nach, ob man dies wirklich tun möchte, was man nochmals mit "Sofort beenden" bestätigt. Alternativ hält man die Wahltaste gedrückt, klickt etwas länger auf das Programmsymbol im Dock und wählt "Sofort beenden" aus dem Kontextmenü aus. Dann schließt das System die Anwendung ohne jegliche Nachfrage.

Vorgabedatei löschen

Ursache für einen Programmabsturz kann ein Fehler in der Datei sein, in der die Programmeinstellungen gespeichert sind. Diese findet man im eigenen Benutzerordner unter "Library/Preferences". Diese Dateien sind meistens mit der umgedrehten Webadresse des Herstellers und dem Programmnamen gekennzeichnet und haben die Endung ".plist". Man beendet das Programm, zieht die Vorgabedatei auf den Schreibtisch und startet das Programm neu. Es legt dann eine neue Datei mit den Standardeinstellungen an. Ist das Problem damit behoben, nimmt man die Programmeinstellungen neu vor und löscht die alte Vorgabedatei.

Finder neu starten

Den Finder kann man bei Problemen zwar nicht wie ein anderes Programm beenden, aber neu starten. Entweder klickt man mit gedrückter Wahltaste auf das Symbol im Dock und wählt im Kontextmenü "Neu starten" aus. Oder man geht wie in Schritt 1 beschrieben über die Tastenkombination "Befehl-Wahl-Escape".

Cache-Dateien löschen

Um Anwendungen schneller starten zu können, speichert das System häufig benötigte Informationen über das Programm in einer Cache-Datei. Ist diese defekt, kann es zu Programmproblemen kommen. Die Dateien beziehungsweise die Ordner mit den Cache-Dateien findet man im eigenen Privatordner unter "Library/Caches". Man beendet die Anwendung, löscht die dazugehörige Cache-Datei beziehungsweise den Ordner und startet dann die Anwendung neu.

Erweiterungen prüfen

Manche Anwendungen (insbesondere Browser) lassen sich durch Plug-ins und Erweiterungen mit zusätzlichen Funktionen ausstatten. Gibt es Probleme mit einer Anwendung, für die man Erweiterungen installiert hat, überprüft man die Ordner "Internet Plug-ins" und "Input Managers" sowie die Ordner mit den Programmnamen und entfernt die Erweiterungen. Man findet die Verzeichnisse sowohl im eigenen Privatordner unter "Library" als auch im Verzeichnis "Library", das direkt auf der Festplatte liegt. Auch Kontextmenü-Erweiterungen für den Finder können eine Problemquelle sein, sie sind im Ordner "Library/Contextual Menu Items" zu finden, den es ebenfalls im Privatordner gibt.

Testbenutzer anlegen

Eine schnelle Methode, um zu prüfen, ob Programmprobleme durch Einstellungen im eigenen Privatordner verursacht werden, ist, einen neuen Benutzer anzulegen und sich als dieser anzumelden. Treten die Probleme nicht mehr auf, macht man sich auf die Suche nach defekten Vorgaben, Cache-Dateien oder inkompatiblen Programmerweiterungen im bisherigen Benutzerordner. Oder man löscht einfach den Inhalt der in Frage kommenden Ordner wie "Preferences", "Caches", "Input Managers" und "Contextual Menu Items".

Info Standardeinstellungen

Beendet sich eine Anwendung wegen eines Fehlers selbst, öffnet sich ein Fenster, in dem man sie durch einen Klick auf "Erneut öffnen" wieder starten kann. Stürzt sie wieder ab, öffnet sich ein anderes Fenster, in dem anstatt "Erneut öffnen" die Option "Erneut versuchen" erscheint. Klickt man diese an, startet das Programm mit den Standardeinstellungen und übergeht die Vorgabedatei. Ist das Problem nun behoben, entsorgt man die Vorgabedatei wie unter Schritt 2 beschrieben.

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